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Maybach:Letzte Ausfahrt Peking?

Jetzt also doch: Daimler bekennt sich zu Maybach. Warum man außerdem am Zwölfzylinder festhält und was am Gerücht dran ist, die Chinesen wollten Maybach kaufen.

Jeder Maybach ist ein handgefertigtes Unikat. Schon das Grundprogramm bietet laut Hersteller mehr als zwei Millionen Möglichkeiten, den Wagen zu konfigurieren. Dazu kommt eine nahezu unbegrenzte Individualisierung, auch eigene Ornamente und Gravuren sind möglich. Es gibt sogar eine Beduftungsanlage.

Maybach

Jetzt also doch: Daimler bekennt sich zu Maybach.

(Foto: Foto: oh)

"Wir machen alles möglich, was die Gesetzeslage erlaubt", sagt Maybach-Markenleiter Patrick Marinoff. So wird es zwar kein Krokodilleder und auch keinen drehbaren Beifahrersitz in einem Maybach geben, aber manch ausgefallener Wunsch wurde schon umgesetzt - ein Kunde aus den Emiraten zum Beispiel ließ sich seinen Maybach innen wir außen komplett weiß ausstatten, inklusive Gurte und sämtlicher Verkleidungen.

Da wäre nur ein kleines Problem: Kaum jemand kauft einen Maybach. Bis heute bleibt der Luxusschlitten ein extrem rarer Anblick auf den Boulevards der Reichen und Schönen, 2009 wurden weltweit nur 200 Fahrzeuge verkauft. S-Modelle, Landaulet, Zeppelin - immer wieder ließ sich Daimlers Edelsparte etwas Neues einfallen, doch es trieb die Verkaufszahlen nicht in die erwünschten Höhen.

"Mit dem Facelift haben wir nun ein klares Zeichen gesetzt, dass es weitergeht", bekräftigt Patrick Marinoff. Der Wagen mit seinen optischen Retuschen und neuen Ausstattungsmerkmalen wurde erstmals auf der Automesse in Peking gezeigt.

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