Lexus GS: Erste Ausfahrt:Unbekannte Größe

Lexus verliert sein Ziel nicht aus den Augen: Die edlen Japaner wollen den deutschen Premiumherstellern Paroli bieten. Europäischer als der neue GS ist ein Lexus nie gewesen. Eine erste Ausfahrt im Prototypen.

Einen Lexus GS bekommt man in unseren Breiten nicht alle Tage zu Gesicht. Die japanische Oberklasselimousine ist ungefähr ebenso oft auf deutschen Straßen zu erspähen wie eine grün-gelb lackierte Mercedes E-Klasse. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland kaum mehr als 150 Lexus GS verkauft. Das aktuelle Modell ist ein geräumiger Gleiter ohne große Ambitionen mit luxuriösem Innenraum und Hybridantrieb.

Unbekannte Größe

Prototyp Lexus GS 450h Modelljahr 2013

(Foto: STG)

Mit der nächsten Generation, die Mitte 2012 auf den Markt kommt, soll vieles anders werden. Das Design einer lang gestreckten Coupé-Limousine mit weich auslaufendem Dach und organischen Formen ist vergessen. Der neue 4,85 Meter lange Japaner orientiert sich stark am aktuellen Lexus-Design mit Kanten und Sicken. Besonders von schräg hinten kann der Japaner eine gewisse Ähnlichkeit mit dem ausgelaufenen 5er BMW kaum verhehlen. Mit zahlreichen Assistenz- und Sicherheitssystemen will der Lexus GS ab kommendem Sommer einen internationalen Angriff auf die deutsche Premiumkonkurrenz starten.

Hybridversion präsentiert sich deutlich besser

Besonders den aktuellen 5er BMW will der Lexus GS ins Visier nehmen und setzt dabei voll auf das Thema Hybridantrieb. Leistungsstarke und durstige Achtzylinder sind Vergangenheit; der neue GS wird ausschließlich von Sechszylindern befeuert. Der Toyota-Konzern hält sich mit genauen Details zum Motorenprogramm noch zurück, da der Nachfolger erst zum Modelljahr 2013 auf die Märkte kommt. Das Basismodell dürfte jedoch kaum mehr als 2,5 Liter Hubraum und weniger als 250 PS haben. Vierzylinder, Kombiversion oder Diesel bleiben wie bisher außen vor.

Das sollte es dem schicken Lexus in Europa nach wie vor schwer machen, weil die Kunden gerade hier kraftvoll zugreifen. Ohne Turboaufladung und mit zu wenig Hubraum zeigt sich der Basis-GS bei ersten Fahrten als müder Krieger, an dem sich leistungsverwöhnte Kunden kaum erfreuen dürften. Deutlich besser präsentierte sich bei ersten Testfahrten mit dem noch voll verkleideten Prototypen die Hybridversion des Lexus GS 450h.

Er soll mit rund 340 PS Leistung auf dem gleichen Niveau wie die Vorgängergeneration liegen, jedoch zehn Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen. Nicht überzeugen kann dabei das Automatikgetriebe. Hier halten die technikverliebten Japaner nach wie vor an einem stufenlosen CVT-Getriebe fest, das sich bei höheren Leistungsabforderungen als müde und zäh erweist.

Unter sieben Liter Super auf 100 Kilometer

Im Durchschnitt dürfte sich der Hybride, der nach wie vor mit NiMH-Akkus unterwegs ist, mit unter sieben Litern Super auf 100 Kilometern zufrieden geben. Das Gewicht des Akkupakets wurde auf unter 90 Kilogramm reduziert. Bis zu drei Kilometer Strecke kann der Lexus GS 450h rein elektrisch zurücklegen und dabei bis zu 60 km/h schnell sein.

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