Containerschifffahrt Teuerste Posten: Treibstoff und Schmieröl

Da die Motoren Massen an Luft für den Verbrennungsprozess benötigen, pressen bis zu vier Turbolader, die vom heißen Abgasstrom angetrieben werden, sauerstoffreiche Umgebungsluft in die Zylinder. Vorher wird die Luft im Ladeluftkühler gekühlt, da kalte Luft mehr Sauerstoff liefert und damit der Verbrennungsprozess besser abläuft.

Freibeuter im Fadenkreuz

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Wenn der Motor nun mit weniger Last betrieben wird, verlieren auch die Turbolader an Leistung, da sie mit der Motordrehzahl gekoppelt sind. Deshalb wird einer der Turbolader mittels hydraulisch steuerbarer Ventile abgetrennt. So bleibt mehr Druck für die restlichen Turbolader.

Neben den Treibstoffkosten spielen die Preise für Schmieröle eine zentrale Rolle. Allein die Kosten für die Zylinderschmierung betragen bei den größten Motoren bis zu 800.000 US-Dollar (knapp 570.000 Euro) pro Jahr.

Normalerweise arbeitet die Zylinderschmierung mechanisch. Um auch im Teillastbetrieb einen ausreichenden, aber nicht übertriebenen Schmierfilm zwischen Zylinderwand und Kolben zu erzeugen, wird ein elektronisch geregeltes System eingebaut. Dabei injizieren Ventile präzise Mengen ins Kolbenringpaket. Statt 1,3 Gramm je Kilowattstunde können die Werte auf 0,8 Gramm gesenkt werden.

Der Motorenhersteller Wärtsilä hat gerade 34 Schiffe der dänischen Maersk Line mit so einem sogenannten Slow-Steaming-Upgrade-Kit ausgerüstet, beziehungsweise ist noch dabei. "Für Maersk bedeutet das eine Win-win-win-Situation. Es ist besser für unsere Kunden, besser für die Umwelt und besser für unser Geschäft", sagt Eivind Kolding, Geschäftsführer der Maersk Line.

Harte Schnitte

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