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Boom der Stufenheckmodelle:Zurück in die Siebziger

Bis vor knapp 30 Jahren waren Stufenhecklimousinen in Deutschland ein Verkaufsschlager. Doch in den Achtziger schwenkten die Kunden auf Schrägheckmodelle um. Jetzt lebt das Rucksack-Design wieder auf.

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Opel Ascona C

Quelle: Adam Opel AG

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Boom der Stufenheckmodelle:Tief im Westen

Die Liga der Kompaktklasselimousinen kommt nach Jahren in der automobilen Bedeutungslosigkeit langsam wieder auf Touren. Früher waren Modelle wie VW Derby/Jetta, Opel Kadett/Ascona (im Bild) und Ford Taunus/Orion sehr beliebt und fanden viele Käufer. Doch den Kunden verging irgendwann die Lust auf  Stufenheckversionen und sie entschieden sich vorrangig für Schrägheck- und Kombiversionen von Modellen wie dem VW Golf oder dem Opel Astra. Die Hersteller änderten als Folge ihre Modellpolitik, das Segment verschwand fast vollständig.

Zurück in die 70er

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Jetzt erleben die Stufenheckversionen ihren zweiten Frühling. Zwar ist kaum zu erwarten, dass sich gerade in den kleineren Fahrzeugklassen bei Klein- und Kompaktwagen der Großteil der Kunden wieder komplett von den Schrägheckmodellen abwendet, doch der Trend zu neuen Stufenheckmodellen ist unverkennbar. Im Bild der Skoda Rapid, der ab Ende 2012 in Deutschland erhältlich sein wird.

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Bereits in der vergangenen Generation des 1er BMW gab es eine besonders sportlich positionierte Coupéversion. Die hatte mit einem eleganten Coupé im eigentlichen Designsinne zwar nicht viel gemein und war mehr eine knackige zweitürige Limousinenversion mit kurzem Heck und zwei Türen. Das BMW 1er Coupé (im Bild als sportliche M-Version) wird kein Einzeltäter bleiben. Auch von der neuen 1er Generation wird es nach Fünf- und Dreitürer wieder eine Stufenlösung geben.

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Das sieht bei Audi nicht anders aus. Hier hat man, besonders mit Blick auf die Märkte in Osteuropa und Asien, den Audi A3 erstmals auch als Stufenheckversion geplant. Hierbei geht es weniger um das Thema Sportlichkeit und Dynamik, als vielmehr darum, mit möglichst vielen Karosserievarianten ein maximales Modellspektrum abzudecken. Anders als in Westeuropa erfreuen sich Stufenheckmodelle in osteuropäischen Ländern nach wie vor einer nennenswerten Nachfrage. Auch auf langfristig eher schwachen Märkten wie Türkei, Spanien und Portugal machen Stufenheckmodelle auch in Segmenten unterhalb der Mittelklasse einen nennenswerten Verkaufsanteil aus. Im Bild der Audi A3 Concept auf dem Genfer Salon 2011. Er gibt einen Ausblick auf Audis kompakte Stufenhecklimousine.

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Auch die Frontantriebsplattform von Mercedes wird nach A- und B-Klasse als kleinen Bruder des CLS eine coupéartige viertürige Limousinenversion bekommen, die mit einem Motorenspektrum von 122 bis 211 PS angeboten wird. Es wird Front- und Allradantrieb geben und auch eine AMG-Version mit bis zu 350 PS ist im Gespräch.

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Volkswagen setzt auf eine Ausbreitung der Plattformstrategie. So bieten die Schwestermarken Seat und Skoda ein und dasselbe Modell mit den Bezeichnungen Toledo und Rapid an. Im Bild der Seat Toledo. In den letzten Jahren war der Toledo in seiner dritten Generation ein wenig ansehnlicher Rucksack-Bruder des Vans Seat Altea. In seinem Heimatland Spanien hat der Toledo nicht nur im umkämpften Taxigeschäft eine lange Tradition. Seine Hauptmärkte sollen neben dem Heimatland Spanien insbesondere Deutschland, Mexiko und die Türkei sein.

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Skoda bietet damit, wenn auch sehr zaghaft, erstmals ein echtes Kompaktklassemodell an, das neben dem übermächtigen VW Golf VII steht. Der feiert im Herbst die Präsentation seiner siebten Auflage. Bisher gab es bei den Tschechen nur den klassenhöheren Octavia, der mit dem Golf zwar eng verwandt war, jedoch weit genug von ihm positioniert stand.

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Auch bei Opel erwartet man eine steigende Nachfrage von Stufenheckmodellen - selbst in kleineren Fahrzeugklassen. So ist der Opel Astra zum Sommer 2012 auch als viertürige Limousine zu bekommen, die neben Drei- und Fünftürer sowie dem geräumigen Kombi Kunden lockt. Nicht nur vom Design ist der Opel Astra Stufenheck keine schlechte Alternative. Mal sehen, welcher Hersteller in den nächsten Monaten noch auf den Trendzug aufspringt.

© süddeutsche.de/pi/goro/mahu

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