bedeckt München 24°
vgwortpixel

25 Jahre BMW M5:Vier schwarze Schafe

Wie feiert man 25 Jahre M5? Da gibt es nur eine Möglichkeit: Man jagt alle vier Generationen über die Nordschleife des Nürburgruings. Das Ergebnis überrascht.

Ein 5er BMW parkt auf einer Wiese, umringt von einer Herde ahnungsloser Schafe. "Wenn die nur wüssten", steht darunter geschrieben. Die alte Zeitungsanzeige bringt das Wesen des M5 auf den Punkt: Von außen wirkte die Mittelklasselimousine schon immer so, als könne sie kein Wässerchen trüben. Doch beim Tritt aufs Gaspedal mutierte sie in Nullkommanichts zum schwarzen Schaf und passionierten Porsche-Jäger.

Vier Türen und trotzdem ein Sportwagen: der BMW M5 der ersten Generation

(Foto: Foto: Pressinform)

"Du kannst ein Auto mit vier Türen nicht zum Sportwagen machen - dieses Dogma galt vor 25 Jahren. Mit dem ersten M5 haben wir es gebrochen", meint Kay Segler, Chef der BMW M GmbH. Und die Münchner luden auch andere zum fröhlichen Tabubruch ein. Mercedes E 63 AMG, Audi S4 oder Jaguar XF R hätte es ohne den M5 vielleicht nie gegeben.

Zeit für eine Fahrt mit der ersten Generation. Der knallrote Tabubrecher von 1985 steht erwartungsfroh an der Einfahrt zur Nordschleife auf der Döttinger Höhe. Als Motorbasis diente dem ersten M5 das potente Renntriebwerk aus dem BMW M1. Sechs Zylinder mit 3,5 Litern Hubraum, 286 PS und 340 Nm Drehmoment warten in der gerade einmal 1,4 Tonnen schweren Limousine auf ihren Einsatz.

Schon nach den ersten Kurven verliebt man sich in den Klang des drehfreudigen Reihensechsers, der selbst bei Vollgas nicht angestrengt, sondern nur angespornt wirkt. Die Fahrwerksabstimmung ist beeindruckend straff. An die ziemlich leichte Lenkung mit dem großen Dreispeichen-Volant muss man sich gewöhnen. In den kniffligen Passagen der Nordschleife ist man immer auf der Hut und bleibt gerade bei Lastwechseln stets ein wenig skeptisch, wie das Auto wohl reagieren wird.

25 Jahre BMW M5

Vier schwarze Schafe