Pachauri hingegen betonte in einer ersten Reaktion, dass er bis 2013 als Vorsitzender des IPCC gewählt sei, seine Aufgabe nicht im Stich lassen werde und dass die Empfehlungen der IAC-Prüfer in die Zukunft gerichtet seien. "Aber natürlich werde ich mich an alles halten, was die kommende IPCC-Versammlung in Busan in Südkorea im Oktober beschließt."
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Bisher hatte er einen Rücktritt stets ausgeschlossen. Der IPCC-Vorsitzende begrüßte ausdrücklich die sonstigen Empfehlungen des Prüfberichts. Er selbst habe die Untersuchung initiiert und viele Hinweise des Shapiro-Komitees zielten in die gleiche Richtung wie Reformen, die er bereits eingeleitet habe.
Die IAC-Prüfer hatten auch den Umgang des Weltklimarates mit Fehlern gerügt. Die Reaktion auf die Anfang des Jahres entdeckten Fehler sei "langsam und ungenügend" gewesen. Um in Zukunft weitere Fehler zu vermeiden, sollten die zuständigen Experten ihre Autorität vollständig ausreizen. Sie sollten sich zudem auf die kritischen inhaltlichen Punkte konzentrieren können, die Experten bei der Durchsicht von Vorversionen von Berichtskapiteln aufgefallen waren, anstatt auch jeden sprachlichen Änderungswunsch schriftlich beantworten zu müssen.
"Der Bericht des Interacademy Council spricht aus, was lange klar war - die Berichte des IPCC waren weitgehend in Ordnung, aber bei den Prozeduren und der Kommunikation hat es gehapert", sagt der Klimaforscher Hans von Storch vom GKSS-Forschungszentrum.
"In Zukunft wird man auch mehr Wert legen müssen auf abweichende Meinungen." Das Shapiro-Komitee hatte die Autoren von IPCC-Berichten ermahnt, das gesamte Spektrum der veröffentlichten Literatur zu erwähnen, sie dann aber ermuntert, ein begründetes Urteil zu fällen.
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(SZ vom 31.08.2010/mcs)
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Bank so leichtfertig mit den Geldern ihrer Anleger umgehen, wie dies im Punkto Klima mit Steuergeldern passiert, würde man sie mit Fug und Recht an "die Wand nageln"
Wenn man bedenkt, dass große Teile der Umweltpolitik vieler Länder vor allem auf den Verlautbarungen des IPCC basieren, dann ist der Bericht der IAC-Prüfer eine schallende Ohrfeige für die Klimaforscher, die eng mit dem IPCC kooperieren oder ihre Aussagen sogar formulieren.
Wenn man lesen kann, “ Die IAC-Prüfer hatten auch den Umgang des Weltklimarates mit Fehlern gerügt. Die Reaktion auf die Anfang des Jahres entdeckten Fehler sei "langsam und ungenügend" gewesen.
Und der letztendlich Verantwortliche denkt gar nicht dran, zurückzutreten.
Oder
“Die Aufgabe des Gremiums war allerdings nicht, die wissenschaftlichen Aussagen des Weltklimarates zu überprüfen.”
Dann fragt man sich doch, für was ein solches Gremium in seinem Urteil denn nützlich ist.
Die Aussage über den Himalaya-Gletscher hätte wohl jedem Schüler eine Sechs im Zeugnis eingebracht. Der wissenschaftliche Berater Merkels, Schellnhuber, betonte kurz vor der Kopenhagen Konferenz noch die kurze Zeitspanne bis zum endgültigen Schmelzen der Himalaya-Gletzscher.
Es gibt bereits seit dem IPCC Bericht 1995 immer wieder Klagen über die Art und Weise, wie endgültige Berichte des IPCC zustande kommen. Namhafte Forscher, die aufgefordert wurden, Berichte abzugeben, beklagten sich darüber, dass sie die endgültige Formulierung ihres Beitrages nicht wiedererkannten.
Die Arbeit vieler Forscher, z.B. Reiter, wurde nicht berücksichtigt, oder wurden beim IPCC nicht zugelassen.
Die Verbindung zwischen Klimaforschung und Politik ist zu eng. Immerhin wird die Klimaforschung zu über 90 % von politischen Gremien finanziert.
Ob sich etwas ändert, kann man nicht sagen. Große Skepsis ist angesagt.
Na, das ist ja dann schon ein guter Schritt zur Wissenschaft. Vielleicht ist ja auch das eine oder andere auf Sarrazin übertragbar.