Fakten-Check Beschneidung Richtet sich die Kritik an der Beschneidung gegen Juden und Muslime?

Die große Empörung unter Muslimen und Juden - das müssen Gegner der religiösen Beschneidung zur Kenntnis nehmen - spiegelt das Ausmaß ihrer Betroffenheit wider. Das Kölner Urteil muss aus ihrer Perspektive zuerst einmal falsch sein. Und natürlich ist die Diskussion heikel, weil es die Phänomene des Antisemitismus und der Fremdenfeindlichkeit gibt und Deutschland hier in einer besonderen Verantwortung steht.

Die Argumente der Kritiker richten sich jedoch nicht gezielt gegen bestimmte Gruppen, sondern gegen einen bestimmten Eingriff in die körperliche Unversehrtheit des Kindes. Es ist allerdings so, dass Muslime, Juden und bestimmte christliche Gruppen von dem Urteil betroffen sind und sich von der darin enthaltenen Kritik diskriminiert fühlen.