Eine US-Firma will Asphalt durch befahrbare Solarzellen ersetzen. Die Energie aus der Straße soll den gesamten Stromverbrauch der USA gleich dreimal decken können.
Eine kleine Firma im US-Staat Idaho will sämtliche Straßen mit befahrbaren Solarzellen pflastern. Das Unternehmen Solarroadways hat soeben 100.000 Dollar Förderung vom amerikanischen Verkehrsministerium bekommen, um einen Prototyp zu entwickeln.
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Sonne statt Asphalt: Ein US-Unternehmen will Straßen mit befahrbaren Solarzellen pflastern. (© Foto: ap)
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Glasschicht trägt Lastwagen
Die Firmeninhaber stellen sich vor, Asphalt durch Segmente von drei mal drei Metern zu ersetzen. Oben ist eine Glasschicht, die sowohl die schwersten Lastwagen trägt als auch bei Regen genügend Griff bietet. Die Elektronik darunter verwandelt Sonnenlicht in Strom und speichert ihn in speziellen Kondensatoren, sogenannten Supercaps. Leuchtdioden zeigen die Straßenmarkierung und variable Warnhinweise an. Eine Bodenschicht schließlich soll die Segmente so vernetzen, dass der Strom entlang der Straße in alle Häuser fließen kann.
US-Energieverbrauch dreimal gedeckt
Modellrechnungen der Inhaber zufolge könne das Straßennetz dann mehr als dreimal so viel Strom erzeugen, wie die USA verbrauchen. Die Straßen mit den Solarzellen zu pflastern sei daher eine wirtschaftliche Lösung des Klimaproblems, wenn die Segmente knapp 10.000 Dollar kosten.
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(SZ vom 09.09.2009/jug)
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Stromerzeugung aus Sonnenenergie. z.B.
@Bacardi87
Die CO2 Frage ist in den USA umstritten. Da es eigentlich kein Umweltgift ist, sondern auch natürlich vorkommt. Was anderen Umweltgifte anbelangt, gibt es in den USA strenge Vorschriften.
Die strengeren Auflagen im Straßenverkehr sind auch nicht zuletzt deshalb bitter nötig, da die einzige echte Alternative im Personenverkehr der USA noch das Flugzeug ist. Die Bahn, wie wir sie hier kennen, gibt es dort kaum.
Auf welchem Sektor, werter Tinus77, werden Ihrer Meinung nach die USA an uns hier vorbeiziehen?
Ist das tatsächlich der Fall - wenn ja, dann Hut ab und ich muss meine Meinung revidieren. In mir wohnt noch die Vorstellung des mangelnden Umweltbewusstseins in den USA (um beim Auto zu bleiben: siehe Verbrauch amerikanischer Automobile vs. europäische)...
Aber von ungefähr wird meine Meinung doch auch nicht kommen - bin ich etwa schon medial überbeeinflusst?
Viele Grüße
P.S.: Dieser Kommentar soll nicht ironisch klingen - wenn ich mich irre, dann irre ich mich. Irre. :-)
Da irren sie sich. In den USA wird viel mehr in Richtung Umweltschutz gemacht, als man allgemein denkt. Im Straßenverkehr gibt es zum Teil sogar strengere Grenzwerte als in Deutschland. Und was die Erforschung umweltfreundlicher Technologie angeht, werden die USA wohl an Deutschland vorbeiziehen.
Oft genug wird über die klimazerstörenden Amis geschimpft: Jetzt wollen sie mal eine clevere und innovative Idee umsetzen, und nicht einmal Lob entspringt den Mündern / Fingern des Autors oder manch "Kommentatoren".
Ungeachtet der Tatsache, dass das mit großen technischen Schwierigkeiten verbunden ist und die reelle Gefahr besteht, zu scheitern: TOLL, endlich wird von AMERIKANERN umweltbewusst gedacht, geforscht und entwickelt. Im Vergleich zum Rest der USA nur ein Pünktchen, aber damit fängt es an. Auch Kleinvieh macht Mist.
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