Wirtschaftskrise Griechenland verspricht für 2014 wieder Wachstum

Im kommenden Jahr soll es endlich wieder bergauf gehen: Die Regierung in Athen plant mit Wachstum und einem milliardenschweren Primärüberschuss. Sogar die Arbeitslosigkeit soll sinken, verspricht das Finanzministerium.

Vize-Finanzminister Christos Staikouras ist zuversichtlich. Am Montag stellte er den Haushaltsentwurf Griechenlands für 2014 vor. Demnach soll die Wirtschaft das erste Mal seit Langem wieder wachsen und zwar um 0,6 Prozent, vor allem aufgrund einer Erholung bei den Exporten und Investitionen. Außerdem will das seit Anfang 2010 vom freien Kapitalmarkt abgeschnittene Land wieder Staatsanleihen ausgeben.

Seit 2007 ist das griechische Bruttoinlandsprodukt um rund ein Viertel geschrumpft. Auch in diesem Jahr dürfte es um vier Prozent sinken. Danach soll es aus Sicht der Regierung ein wenig bergauf gehen: Die Zahl der Arbeitslosen soll 2014 auf 26 Prozent von 27 Prozent in diesem Jahr fallen.

Schon für dieses Jahr verspricht Staikouras einen Primärüberschuss, das heißt einen Haushaltsüberschuss ohne Berücksichtigung der Zinszahlungen, die vor allem an internationale Kreditgeber fließen. Ende 2013 soll hier ein kleines Plus von 340 Millionen Euro stehen. Im August gab es bereits entsprechende Signale, das Ministerium hatte damals einen Primärüberschuss für die ersten sieben Monate dieses Jahres verzeichnet.

Für 2014 rechnet das Finanzministerium aber mit einem deutlichen Primärüberschuss von 2,8 Milliarden Euro. "Dieser Haushaltsentwurf ist das erste Anzeichen, dass Griechenland sich auf dem Weg aus der Krise befindet", sagte Staikouras. Der Primärüberschuss ist wichtig für die langfristige Schuldentragfähigkeit des Landes. Er könnte der Regierung als Argument dienen, um etwa eine Laufzeitverlängerung herauszuhandeln. Die Rede ist in Griechenland von Krediten, die erst in 50 Jahren zurückgezahlt werden.