Tipps für Verbraucher Uran im Gartendünger

Viele Kleingärtner und Hausbesitzer streuen mineralische Düngemittel auf Rasen und Beete, um den Boden mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen. Was die meisten nicht wissen: Die sogenannten Volldünger können hohe Werte an Uran enthalten, ein toxisches Schwermetall, das die Nieren schädigen und Krebs auslösen kann. Da es aber als Inhaltsstoff nicht gekennzeichnet sein muss, können Verbraucher den Uranwert nicht erkennen. Die Bundesregierung sieht für Verbraucher "kein nennenswertes gesundheitliches Risiko" und es gibt keinen gesetzlich festgelegten Grenzwert.

In einer Stichprobe wurde in allen fünf überprüften Mineraldüngern aus dem Baumarkt Uran nachgewiesen. Drei Proben waren besonders stark belastet. Experten sehen deswegen dringenden Handlungsbedarf. "Uran im Boden stellt eine große Gefahr für das Grundwasser dar", sagt Düngemittel-Experte Professor Ewald Schnug von der Technischen Universität Braunschweig. Je mehr in einem Garten mineralisch gedüngt werde, umso höher sei die Wahrscheinlichkeit für erhöhte Uran-Werte. Die gesundheitlichen Folgen einer starken Uran-Belastung können dramatisch sein - von Nierenschäden bis Krebs. Experten wie Professor Schnug raten deshalb, auf organische Dünger auszuweichen.