Tarifkonflikt mit der Bahn Lokführer streiken von Dienstag an

So sah es 2011 aus, als die GDL die Bahn bestreikte. Am Dienstag legen die Lokführer erneut die Arbeit nieder.

(Foto: dpa)
  • Behinderungen sind zunächst im Güterverkehr zu erwarten. Ab Mittwoch 2.00 Uhr müssen sich Bahnreisende auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen.
  • Zuvor sind die Verhandlungen zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn gescheitert, weil die Lokrangierführer von der Bahn niedriger eingestuft werden sollten als ihre Kollegen auf der Strecke.

Deutsche Bahn hat bereits Vorbereitungen für Streiks getroffen

Die Lokführergewerkschaft GDL bestreikt erneut die Deutsche Bahn. Der 43-stündige Ausstand im Personenverkehr solle von Mittwoch 02.00 Uhr bis Donnerstag 21.00 Uhr dauern, so die Gewerkschaft. Zudem seien die Lokführer im Güterverkehr aufgerufen, von Dienstag 15.00 Uhr bis Freitag 09.00 Uhr die Arbeit niederzulegen.

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Die Deutsche Bahn hat bereits Vorbereitungen getroffen: In der Europa-Leitstelle in Frankfurt soll ein Krisenteam den Güterverkehr während des Ausstands steuern. Dabei hätten für die Versorgung wichtige Züge Vorrang, sagte ein Bahnsprecher. Auch für den Personenverkehr gibt es nach Bahn-Angaben Bereitschaftspläne der Betriebs- und Planungszentralen.

GDL hat bereits sechs Mal zum Streik aufgerufen

Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche. Am vergangenen Freitag sind die Verhandlungen in der mittlerweile 16. Runde gescheitert, weil die Lokrangierführer von der Bahn niedriger eingestuft werden sollten als ihre Kollegen auf der Strecke. Ein zweites Berufsbild als "billiger Jakob" sei mit der GDL nicht zu machen, hatte GDL-Chef Claus Weselsky erklärt. Bisher hat allein die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Tarifverträge für die Lokrangierführer abgeschlossen. Die GDL hat in dem seit zehn Monaten schwelenden Tarifstreit bereits sechs Mal zu einem Ausstand aufgerufen - zuletzt Anfang November.

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