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Christian Wulff hat das Amt als solches beschädigt - der Zeitpunkt seines Rücktritts ist gekommen. Die Systemfrage darf man deshalb aber nicht stellen. Deutschland braucht einen Bundespräsidenten. Von Marc Beise

Leserkommentare (11)
  • Deliverseiglfreid schreibt chrom44

    "Holt man diesen Imperativ aus dem Theoriehimmel herunter, dann verdorrt das herrliche Blümchen in Rekordzeit."
    Wenn das so wäre, müßte eigentlich Anarchie herrschen. Sie vergessen, daß es sowas wie "allgemeine Gesetzgebung" gibt, wir nennen es Grundgesetz und dieses Blümchen blüht eigentlich sehr schön, kein Wunder, da ja extra ein Gärtner sich darum kümmert.

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  • Anonymous_smallchrom44 schreibt Ganz schön kategorisch!@seigfried

    Ein hehrer Maßstab, den Sie da zitieren - nur sollte man den auch nicht für alles und jedes benutzen, zumal selbst bei Beachtung dieser Maxime immer noch genügend Konflikte entstehen. Schließlich möchte jeder, das etwas anderes "allgemeine Gesetzgebung" wird.
    Holt man diesen Imperativ aus dem Theoriehimmel herunter, dann verdorrt das herrliche Blümchen in Rekordzeit.

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  • Deliverseiglfreid schreibt @chrom44 schreibt Vorbild?

    "Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als allgemeine Gesetzgebung dienen könne", Immanuel Kant.

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  • Anonymous_smallchrom44 schreibt Vorbild?

    Im Grundgesetz steht etwas von einem Bundespräsidenten - von Vorbild ist da nichts zu lesen.
    Wer für den Einzelnen Vorbild ist oder nicht, möge jeder für sich selber entscheiden - da sollen sich nicht ausgerechnet Tageszeitungen zu Vorbildrichtern aufschwingen.
    Und schließlich die ausgelutschte Formel vom "beschädigten Amt" - kann mir mal jemand sagen, was da an sachlichem Gehalt eigentlich dahinter steht? Heiße Luft ist das, sonst nichts!

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  • Deliverbgresser schreibt Bekennen fordert Mut.

    Wenn ein BP Wulff in einem Land, wo der persönliche Reibach zum alles verdrängenden Götzen geworden ist, sein Vorteile nutzt, so bewegt er sich in dem sich vor sich hinwälzenden Strom der Mehrheit, bis er in einer exponierten Stelle, wie des Bundespräsidenten plötzlich mit den Anforderungen einer Vorbildrolle konfrontiert ist, der er jetzt nur mit erheblichen und schmerzhaften Zugeständnissen gerecht werden kann.
    In einem Schuldbekenntnis kann er jetzt die Größe zeigen, der er mit publizistisch flankierten Rechtfertigungen vergeblich nachläuft und am Ende mitten in der Schmach landet, vor der er verständlich flüchtet.
    So können die als unbeteilgte Zaungäste agierenden Kritiker von ihren eigenen Verfehlungen ablenken und ausgerechnet einne BILD, die mit ihren sensationslüsternen Elaboraten vielen Menschen schon geschadet hat, spielt sich hier als Repräsentant einer Gerechtigkeit und Ehrbarkeit auf, mit der sie ein ganz anderes Verhältnis "pflegt".
    Wulff soll seine Chance haben, seine Verfehlungen haben sie nnicht verdient und sein Amt hat eine Würde, die wir nur aus freien Stücken achten können oder auch nicht.

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