Die Unionsfraktion will Zahl der ausländischen Fachkräfte jährlich festlegen, um die Zuwanderung steuerbar zu machen. Der Industrie geht das alles aber nicht schnell genug.
In der Union ist eine Debatte über die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland entbrannt. Während der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer, ein jährliches Kontingent für hoch qualifizierte Zuzügler forderte, bleibt Kanzlerin Angela Merkel hart: Sie will den Zuzug von Fachkräften nicht weiter erleichtern - und stellt sich damit auch gegen ihren Wirtschaftsminister.
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Die Hürden für ausländische Fachkräfte sind in Deutschland hoch, auch, weil die Hochschulabschlüsse oft nicht anerkannt werden. (© AP)
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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hatte am Freitag eine Initiative für den leichteren Zuzug von Fachkräften angekündigt und dafür niedrigere Verdienstgrenzen ins Spiel gebracht. Unionsfraktionssprecher Pfeiffer gab dem Minister nun Rückendeckung: Der Süddeutschen Zeitung sagte er, es sollte jährlich ein Kontingent bestimmt werden, wie viele Fachkräfte aus dem Ausland außerhalb der Europäischen Union nach Deutschland kommen dürften.
"Man sollte das jedes Jahr festlegen, etwa für Facharbeiter, Wissenschaftler und andere Akademiker, je nach Bedarf", sagte er. Dieses Modell erlaube, die Zuwanderung wenn nötig "sofort wieder abzustellen". Der CDU-Politiker betonte, es müsse an erster Stelle darum gehen, die Erwerbslosen in Arbeit zu bringen. Hierzu müssten etwa Familie und Beruf noch besser vereinbar sein als bisher und mehr ältere Menschen in den Unternehmen verbleiben können. "Nur auf die eigenen Arbeitslosen zu setzen reicht aber nicht."
"Viel bürokratischer Aufwand"
Pfeiffer widersprach damit CSU-Chef Horst Seehofer und dem Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank Jürgen Weise. Dieser hatte gesagt, die Betriebe sollten lieber attraktive Angebote entwickeln, als auf schnelle Zuwanderung zu setzen. Auch Seehofer wies auf die mehr als drei Millionen Arbeitslosen hin. Mit diesen müsse zuerst Fachkräftemangel behoben werden.
In der deutschen Wirtschaft könnte man die Erleichterungen derzeit gut gebrauchen. Zum Beispiel beim Autobauer BMW. Dort begrüßt man eine gesetzliche Erleichterung der Zuwanderung ausländischer Fachkräfte grundsätzlich. "Da ist noch zu viel bürokratischer Aufwand, es würde uns helfen, wenn die Dinge hier vereinfacht würden", sagte ein Konzern-Sprecher. Erst jüngst kündigte BMW-Personalchef Harald Krüger an, dass langfristig verstärkt ausländische Fachkräfte für deutsche Standorte angeworben werden sollen, um den Bedarf an hoch qualifizierten Mitarbeitern zu decken. Aber, so der Sprecher: "Wir kriegen die Leute, die wir wollen, trotzdem."
Ähnlich geht es dem Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Hier fehlen in Europa pro Jahr rund 3000 spezialisierte Ingenieure. Diese Lücke müsse aber geschlossen werden. Das Thema Fachkräftemangel und Zuwanderung eigne sich allerdings nicht für eine parteipolitische Debatte, heißt es dort. Es müsse mehr dafür getan werden, den Nachwuchs in Deutschland zu fördern, aber es gehe auch nicht "ohne Know-how aus dem Ausland".
Die Hürden für ausländische Fachkräfte seien in Deutschland zum Teil immer noch zu hoch. Das liege vor allem daran, dass oft Hochschulabschlüsse nicht anerkannt würden, obwohl die Bewerber fachlich voll für eine bestimmte Arbeit qualifiziert seien. Dadurch sei Deutschland für ausländische Experten oft weniger attraktiv als andere Länder. Der Bedarf an Ingenieuren steigt in der Branche voraussichtlich weiter, weil zahlreiche Flugzeugprogramme wie der neue Langstreckenjet Airbus A350 anstehen. Allein Airbus will in diesem Jahr 1500 zusätzliche Ingenieure anstellen.
Der FDP-Innenexperte Hartfrid Wolff kritisierte daher, CDU und CSU müssten sich "mal genau ansehen, was im Koalitionsvertrag drinsteht". Dort hatten die Koalitionspartner auch auf Betreiben der FDP festgeschrieben, dass "die Attraktivität Deutschlands für Hochqualifizierte" gesteigert werden soll. Eine leichtere Fachkräftezuwanderung sei dringend geboten, Deutschland befinde sich längst im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe. "Die jetzigen Einkommensgrenzen für Einwanderer müssen sinken, die Entscheidungen der Behörden schneller und einfacher werden", sagte Wolff der SZ. Auch die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für die osteuropäischen EU-Bürger im Mai 2011 werde keine Abhilfe schaffen. "Deren Fachkräfte sind längst in Großbritannien, Frankreich und anderswo."
Die Politik müsse die Rahmenbedingungen schaffen und keine bürokratischen Hürden aufbauen, die den Zuzug von Fachkräften erschwerten, heißt es beim größten deutschen Industriekonzern Siemens. Ansonsten sei es aber "insbesondere Sache der Unternehmen", sich für Arbeitskräfte attraktiv zu positionieren. Bei Siemens sind derzeit 2000 offene Stellen zu besetzen. Von einem Fachkräftemangel will man dort dennoch nicht sprechen. "Wenn es Engpässe in speziellen Bereichen gibt, können wir bei der Rekrutierung und Beschäftigung notfalls ins Ausland ausweichen", so ein Sprecher.
In der IT-Industrie kennt man diese Probleme kaum. Bei IBM ist von einem Fachkräftemangel nichts zu spüren. "Unsere Mitarbeiter sitzen auf der ganzen Welt. Wenn nötig, schalten sich unsere IT-Spezialisten aus Brasilien, Indien und Deutschland per Internet zusammen", heißt es dort. Das mache das Unternehmen flexibel, und die Frage, ausländische Spezialisten nach Deutschland zu holen, erübrige sich. Allerdings: Der Mittelstand tue sich besonders schwer, neue Softwareentwickler zu finden. "Dabei prägt er den Markt und ist im Aufschwung darauf angewiesen, gute Leute zu bekommen", erklärte Maurice Shahd vom Branchenverband Bitkom.
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(SZ vom 03.08.2010/hgn)
Linke-Parteitag in Göttingen
...das großzügigste Zuwanderungsrecht für akademisch Gebildete überhaupt.
§ 27 BeschV erlaubt die Zuwandertung und Beschäftigung von Absolventen ausländischer Hochschulen zu einem Orts- und Branchenüblichen Gehalt soweit eine vorherige Vorrangprüfung ergeben hat, dass kein gleichrmaßen geeigneter Bewerber für die Stelle im Inland gefunden werden konnte.
Im Klartext: Ingenieure können schon jetzt beliebig im Ausland angeworben und innerhalb von 4-6 Wochen in Deutschland eingesetzt werden. Allerdings nicht zu Dumpinglöhnen.
Internationale Großkonzerne wissen das auch und beschäftigen indische Informatiker, chinesische Mathematiker und für das Back-office gerne BWL'er von den Philippinen. Nur dem deutschen Mittelstand ist das nicht bekannt, denn die Politik (und die Presse) redet ausschließlich davon, dass die Zuwanderung so "schwierig" sei und man dem "Hochqualifizierten" mindestens 64.000 EUR zahlen muss. Nicht das deutsche Zuwanderungsrecht ist schlecht, sondern sein "Marketing" durch Politik und Presse.
In dem Zusammenhang muss man sich dann auch fragen, warum gerade im Mittelstand viele indische Informatiker für kurzfirstige Projekte illegal und zu Dumpinglöhnen auf der Basis eines Schengenvisums arbeiten, ohne dass der Zoll oder die Politik / Presse sich darum kümmert. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass Deutschland im Jahre 2008 die stolze Anzahl von 95.859 Besuchsvisa an Inder vergeben hat? Nur zum Vergleich - die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Indonesien machen ca. 1/3 dessen aus, was zwischen Deutschland und Indien an Umsatz läuft, aber es wurden 6x mehr Besuchsvisa ausgestellt. Dafür interessiert sich jedoch die Presse nicht – nur für ukrainische Damen.
also die Tel-Nr austauschen halte ich für ziemlich zwecklos, den so ein "Spezialist" weist sich ja durch seine eingeschränkten hochspezialsierten Fahigkeiten aus, dazu zählen die Bedienung eines Fernsprechapparates aller Erfahrung eindeutig nicht!!!!!!
Hallo ihr 2 Beiden:
Ausser Pöbeleien und Hybris hab ich noch nix gelesen von Euch... tauscht doch mal Eure Tel.#n aus!
Dann bleibt uns hoffentlich weiterer Unsinn erspart.
Danke.
Danke an Euch 2 Beiden:
Ausser Pöbeleien und Hybris hab ich noch nix gelesen von Euch... tauscht doch mal Eure Tel.#n aus, ihr passt zusammen!
Dann bleibt uns hoffentlich weiterer Unsinn erspart.
Danke.
Also ich hätte es in ein bisschen Watte gepakt (die Wahrheit), schließlich handelt es sich bei "oneflewoverthecuckoosnest" um einen selbsternannten hochqualifizierten Wissensträger.
So einen muss man häppchenweise die Wahrheit beibringen.
Ansonsten haben sie absolut Recht!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Paging