Sony: Michael Jackson Abkassieren nach dem Tod

Vor einem Jahr hat Michael Jackson das Zeitliche gesegnet, doch der "Thriller" geht weiter. Mit einem Millionendeal bricht der Popstar alle Rekorde.

Der Tod kann den King of Pop nicht stoppen: Für Michael Jackson soll es auch nach seinem Ableben noch einen Rekord-Vertrag geben. Ein neuer Deal mit dem Unterhaltungskonzern Sony garantiere den Erben des Sängers Einnahmen von mindestens 200 Millionen Dollar, berichtete das Wall Street Journal. Im günstigsten Fall könnten bis zu 250 Millionen Dollar für die Familie herausspringen.

Innerhalb der nächsten sieben Jahren plant Sony, zehn Alben mit bislang unveröffentlichten Songs und Neuauflagen des alten Jackson-Repertoires auf den Markt zu bringen. Für die Familie des King of Pop kommt die Sony-Vereinbarung wie gerufen: Auf Jacksons Erben lasten mehrere hundert Millionen Dollar Schulden. Der Deal gebe der Familie "reichlich Raum zum Atmen", sagte Sony-Music-Chef Robert Stringer.

Aber auch für den Unterhaltungskonzern wird sich der Vetragsabschluss rechnen: Zwar wird Sony-Music nicht an den Merchandising-Einnahmen beteiligt werden, aber die Verkäufe über die klassischen Vertriebswege sowie das Lizenzgeschäft für Videospiele, Filme und Theateraufführungen werden das enorme Investitionsvolumen mehr als ausgleichen, gibt sich Stringer siegessicher.

Die Nachricht über Jacksons Ableben hatte im vergangenem Jahr für Furore gesorgt, die Online-Enzyklopädie Wikipedia und der Microblogging-Dienst Twitter brachen zeitweise unter dem Ansturm der User zusammen. Auf iTunes und anderen Musikplattformen hielt sich der sogenannte Backkatalog des Künstlers monatelang an der Spitze der beliebtesten Downloads.

Seit dem Tod des Popstars am 25. Juni 2009 wurden schätzungsweise 31 Millionen Alben verkauft. Mit Einnahmen von insgesamt 250 Millionen Dollar aus Musikverkäufen, Merchandising-Erträgen und dem Ticketabsatz für den Konzertfilm This is It schlug Jackson posthum sämtliche Rekorde. Jackson verkaufte mehr als jeder verblichene Stars vor ihm, Elvis Presley und John Lennon miteingerechnet.