Luftfahrt Niki Lauda verbrüdert sich mit Ryanair

Niki Lauda soll Chef der Airline bleiben. Die Mehrheit an Laudamotion soll allerdings an Ryanair gehen.

(Foto: dpa)
  • Überraschung in der Luftfahrtbranche: Die irische Billigfluglinie Ryanair will die Mehrheit an Laudamotion übernehmen.
  • Laudamotion ist die Nachfolge-Fluglinie der Air-Berlin-Tochter Niki, die nach der Insolvenz von Lauda übernommen wurde.

Der österreichische Airline-Chef und Ex-Rennfahrer Niki Lauda tut sich mit der Billigfluglinie Ryanair zusammen. Die Iren wollen zunächst 25 Prozent der Anteile an Laudas Fluglinie Laudamotion übernehmen, darüber hätte man sich bereits geeinigt, teilte die Fluglinie mit. Sollten die EU-Wettbewerbshüter zustimmen, will Ryanair den Anteil so schnell wie möglich auf 75 Prozent erhöhen.

Die Pläne klingen ambitioniert: Bis zum dritten Jahr der Geschäftstätigkeit solle die österreichische Fluggesellschaft Gewinne einfliegen, hieß es. Voraussetzung dafür sei, dass die Flotte auf mindestens 30 Airbus-Maschinen ausgebaut werden könne. Dafür will Ryanair - neben den Kosten für den 75-Prozent-Anteil von weniger als 50 Millionen Euro - weitere 50 Millionen Euro für die Gründungsphase im ersten Jahr und die Betriebskosten bereitstellen. Niki Lauda werde außerdem den Vorstand der Fluggesellschaft weiterhin leiten.

Der Einstieg von Ryanair kommt überraschend. Laudamotion ist die Nachfolgerin der einstigen Air-Berlin-Tochter Niki. Deren Gründer Niki Lauda hatte die Airline aus der insolventen Air Berlin zurückgekauft, nachdem eine Übernahme durch die Lufthansa am Widerstand der EU-Kommission gescheitert war. Ryanair dagegen hatte sich damals vorzeitig aus dem Bieterrennen verabschiedet. Nun steigen die Iren über einen Umweg doch ein.

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