Online-Händler Amazon liefert bald auch Fleisch, Obst und Gemüse

Frische Lebensmittel online bestellen - in den USA geht das bereits mit dem Dienst "Fresh" von Amazon.

(Foto: AFP)
  • Erstmals will der Online-Händler auch in Europa frische Lebensmittel ausliefern.
  • In Großbritannien kooperiert Amazon deshalb mit der Supermarktkette Morrison's.
  • Auch für Deutschland gibt es offenbar entsprechende Pläne.

Der Online-Händler Amazon drängt in den Markt für die Lieferung frischer Lebensmittel zu den Kunden nach Hause. In Großbritannien verkündete der Konzern, künftig mit der Supermarktkette Morrison's kooperieren zu wollen. Im Rahmen der Vereinbarung liefert Morrisons den Angaben zufolge die frischen Lebensmittel, die Amazon-Kunden online bestellen.

Schon jetzt können sich Amazon-Kunden etwa in den USA, Großbritannien oder Deutschland Lebensmittel liefern lassen. Die neue Kooperation ermöglicht es den britischen Kunden des Online-Händlers künftig, auch frisches Obst, Gemüse, Fleisch oder tiefgekühlte Produkte auf Amazon zu bestellen.

Amazon liefert alles, nur keinen Tarif

Seit drei Jahren müht sich die Gewerkschaft Verdi, einen bindenden Vertrag durchzusetzen - vergeblich. Warum verweigert sich der Konzern den Regeln? Von Max Hägler mehr ...

Deutschland gilt als interessanter Markt

In den USA gehören die "Amazon Fresh"-Lieferwagen in vielen Städten schon heute zum Stadtbild. Vielleicht rollen die grünen Laster bald auch durch deutsche Innenstädte: Der deutsche Markt gilt bei Amazon als zukunftsträchtig.

Das Fachblatt Lebensmittel-Zeitung deutete zuletzt an, dass Amazon den Raum München als Testfeld für die Lieferung frischer Lebensmittel im Auge habe. Beobachter erwarteten den Beginn eines entsprechenden Angebots demnach schon für 2016.

Schon heute sind in vielen deutschen Städten Lieferdienste unterwegs. Noch verdienen Unternehmen wie Rewe, Edeka oder Lidl aber kein Geld damit, ihre Produkte zu den Kunden nach Hause zu liefern. Auch sie dürften Amazons Vorstoß in Großbritannien und die Pläne für Deutschland aufmerksam beobachten.

Ein Paketbote in Amazon-Kluft bedeutet nichts Gutes

Der Konzern will jetzt auch noch zum Zusteller werden. Eine gewagte Idee - gegen die sich andere Logistiker rüsten müssen. Kommentar von Caspar Busse mehr ...