Führende Energiewissenschaftler appellieren in einem Brandbrief mit dramatischen Worten an den Bundestag. Sie pochen auf eine schnelle Reform der Ökostromförderung - um Verbraucher sowie das Fördersystem zu schützen.
Führende Energiewissenschaftler warnen vor dem Kollaps der Ökostromförderung in Deutschland. In einem dramatischen Appell an Abgeordnete des Deutschen Bundestages, sagen die Forscher einen rasanten Anstieg der Ökostromumlage voraus, die alle Stromkunden über ihre Rechnung zahlen. In ihrem Schreiben, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, rufen sie die Bundesregierung zu einer schnellen und umfangreichen Reform der Energiepolitik auf, um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu retten. Dazu zählen eine rasche Kürzung der Fördersätze für Solarstrom und das Aus für Ökostromprivilegien. Andernfalls drohe die Akzeptanz für den Ausbau grüner Energien zu schwinden und das Fördersystem für erneuerbare Energien zu scheitern.
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Energiewissenschaftler entfachen eine neue Debatte um Energiepolitik in Deutschland. (© dpa)
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Der Vorgang ist ohne Beispiel. Mit ihrem Schreiben an mehr als 70 Mitglieder der Ausschüsse für Umwelt sowie Wirtschaft und Technologie entfachen die Autoren eine neue Debatte um die Energiepolitik in Deutschland. Zu den Unterzeichnern gehören der Forschungskoordinator des Ökoinstituts, Felix Mattes, der Vizechef des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Manfred Fischedick, und die Professoren Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Eberhard Jochem von der ETH Zürich sowie der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik, Jürgen Schmid, der als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für globale Umweltveränderung zu den führenden Beratern der Bundesregierung zählt.
Die Autoren, selbst Verfechter des Ausbaus erneuerbarer Energien, sehen Fortschritte bei der Energiewende ausgerechnet durch die üppige Förderung in akuter Gefahr. Eine "Überinvestitionswelle" im Bereich der Photovoltaik zusammen mit Mitnahmeeffekten durch das Grünstromprivileg führe kommendes Jahr zu so hohen Mehrkosten für Wirtschaft und Haushalte, dass die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien insgesamt in Frage gestellt werde.
Bislang gilt das Erneuerbare-Energien-Gesetz als ausgesprochen erfolgreich. Der Ökostromanteil war in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren von fünf auf 16 Prozent gestiegen. Die deutschen Fördermechanismen werden heute in 40 Ländern kopiert. Doch die Kosten drohen künftig aus dem Ruder zu laufen. Die Ökostromförderung löste in diesem Jahr im vergleichsweise sonnenarmen Deutschland einen Solarboom aus. Mit 9,5 Gigawatt kamen mehr als 50 Prozent der weltweit installierten Photovoltaikanlagen auf deutsche Dächer. Damit übertreffen auch die Kosten alle Prognosen: Die Ökostromumlage steigt zum Jahreswechsel von acht auf 13 Milliarden Euro pro Jahr. Ein Durchschnittshaushalt zahlt künftig mit der Stromrechnung zwölf statt sieben Euro pro Monat für Öko-Energien. Ein Ende ist nicht in Sicht. Der Boom werde sich in den kommenden beiden Jahren fortsetzen, sagt Mario Ragwitz, Leiter des Geschäftsfeldes erneuerbare Energien vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung voraus. Die Kosten für Verbraucher könnten 2012 erneut um 30 Prozent steigen, so die Forscher.
Mit ihrem Appell wollen sie diese Entwicklung bremsen. Ein zu schneller Zubau der teuren Photovoltaik berge die Gefahr, dass die Ökostromumlage zu schnell steige. Dann könnte Ökostrom insgesamt zur Disposition gestellt werden, heißt es in dem Brief. "Es käme zu einem gewaltigen Rückgang der Investitionen, zu beträchtlichen Produktionsüberkapazitäten und zu einem technologischen Fadenriss in einem Technologiebereich, wo die deutsche Industrie heute Vorreiter ist."
Dumm und destruktiv
Die Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Deutschland steht damit am Scheideweg. Die Politik müsse den Ausbau der Photovoltaik mit viel niedrigeren Fördersätzen bremsen, oder sie stehe "2012/2013 vor einem Scherbenhaufen des ... Ausbaus der Erneuerbaren Energien insgesamt". Der Bau neuer Photovoltaik-Anlagen müsse Anfang 2011 auf 3,5 Gigawatt pro Jahr begrenzt, der Fördersatz drastischer als bislang vorgesehen gekürzt und das so genannte Grünstromprivileg abgeschafft werden. Es befreit Stromversorger, die einen Großteil ihrer Energie direkt von Öko-Strom-Anlagen kaufen, von der Öko-Strom-Umlage und verteilt die Last auf wenige Schultern.
Für die Bundesregierung ist die Forderung brisant. Der wachsende Druck, zusätzliche Kürzungen durchzupauken, bringt vor allem Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) in eine prekäre Lage. Gibt er nach, stürzen die ohnehin angeschlagenen deutschen Solarfirmen tiefer in die Krise. Sie sind von den Solar-Subventionen abhängig. Das könnte den Aufstieg ihrer asiatischen Konkurrenten weiter beflügeln und für ein Abwandern der Branche sorgen. So warnte Frank Asbeck, der Chef des Branchenriesen Solarworld, die Politik bereits eindringlich vor den Folgen neuer Kürzungen: Das sei dumm und destruktiv.
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(SZ vom 15.12.2010/kst/mel)
Streit um Parteispitze bei der Linken
Als dumm und destruktiv bezeichnet Frank Asbeck, der schillernde Chef von Solarworld - der schon die marode GM-Tochter Opel zwecks Solar-Auto-Herstellung kaufen wollte - die mögliche Subventionskürzung beim sogenannten Ökostrom. So, so! Dann kann natürlich weniger Anlagen verkaufen.
Nachdem das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in diesem Jahr im vergleichsweise sonnenarmen Deutschland, wie der Beitrag in der SZ einräumt, einen Investitionsansturm zur Folge hatte, stiegen die Stromkosten nicht nur für die energie-intensiven Branchen ins Astronomische sondern alle Verbraucher zahlen die Zeche. Denn mittlerweile haben Greti und Pleti eine Solaranlage auf dem Dach und einen Blanko-Scheck vom Staat, der die einträgliche Energie-Einspeisevergütung bis zum Ende aller Tage zusagt.
Das Zupflastern aller verfügbaren Dachflächen sichert nicht die Stromversorgung. Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis zur Ausbeute in 24 Stunden an 365 Tagen. Nicht nur Deutschland ist vergleichsweise sonnenarm, sondern in allen Ländern scheint nachts keine Sonne - Ausnahme in den Polregionen im Sommer. Man muss fragen, was an den massenhaft installierten Solaranlagen "öko" sein soll - eher wirken sie dumm und destruktiv, aus volkswirtschaftlicher Sicht.
Als dumm und destruktiv bezeichnet Frank Asbeck, der schillernde Chef von Solarworld - der schon die marode GM-Tochter Opel zwecks Solar-Auto-Herstellung kaufen wollte - die mögliche Subventionskürzung beim sogenannten Ökostrom. So, so! Dann kann natürlich weniger Anlagen verkaufen.
Nachdem das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in diesem Jahr im vergleichsweise sonnenarmen Deutschland, wie der Beitrag in der SZ einräumt, einen Investitionsansturm zur Folge hatte, stiegen die Stromkosten nicht nur für die energie-intensiven Branchen ins Astronomische sondern alle Verbraucher zahlen die Zeche. Denn mittlerweile haben Greti und Pleti eine Solaranlage auf dem Dach und einen Blanko-Scheck vom Staat, der die einträgliche Energie-Einspeisevergütung bis zum Ende aller Tage zusagt.
Das Zupflastern aller verfügbaren Dachflächen sichert nicht die Stromversorgung. Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis zur Ausbeute in 24 Stunden an 365 Tagen. Nicht nur Deutschland ist vergleichsweise sonnenarm, sondern in allen Ländern scheint nachts keine Sonne - Ausnahme in den Polregionen im Sommer. Man muss fragen, was an den massenhaft installierten Solaranlagen "öko" sein soll - eher wirken sie dumm und destruktiv, aus volkswirtschaftlicher Sicht.
Wir hätten nur weniger Strom exportiert so wie die zwanzig Jahre zuvor auch.BDEW__________________
Indizien für eine Stromlücke, die von der Atomlobby für den Fall des Ausstiegs immer wieder angeführt wird, gibt es folglich derzeit nicht. Der Exportüberschuss im ersten Quartal ergibt sich aus einem Export von 18 Milliarden Kilowattstunden und einem Import von knapp neun Milliarden. Denn im europäischen Netz finden ständig Lastflüsse über die Grenzen statt. Haupt-Exportländer waren Österreich und die Schweiz.Badische Zeitung______________________________(AnmerkungUnd in der Vergangenheit auch schon)______________
27.06.2005 Deutschland ist führend beim Stromaustausch
Die Bundesrepublik Deutschland ist Spitzenreiter beim Export von Strom. Kein anderes Land hat im letzten Jahr soviel Strom getauscht wie Deutschland. Insgesamt wurden 44,2 Milliarden Kilowattstunden importiert und 51,5 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) exportiert. Dies berichtet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) in seinem Faltblatt „Stromzahlen 2005“.
Der meiste exportierte Strom aus Deutschland ging mit 17,4 Mrd. kWh in die Niederlande. Danach folgen die Schweiz (11,8 Mrd. kWh) und Österreich (8,9 Mrd. kWh). Frankreich und Tschechien führten dagegen mit 15,5 Mrd. kWh bzw. 13,1 Mrd. kWh den meisten Strom nach Deutschland ein.
Frankreich ist auch der größte Exporteur innerhalb der Europäischen Union. Die Franzosen führten im letzten Jahr 7 Mrd. kWh ein und exportierten mehr als 73 Mrd. kWh. Der größte Strom-Importeur in der Europäischen Gemeinschaft ist Italien mit 46,4 Mrd. kWh.
Im Balkendiagramm(anmerkung kann ich ihnen hier nicht posten) ist gut zu erkennen, daß sich von 1991 bis 2003 zwischen Im- und Export sich kaum Unterschiede ergeben haben. Es ist klar, daß mit Strom über die Landesgrenzen gehandelt werden muß. Immer dann wenn wir zuviel oder zuwenig Strom haben können wir uns mit unseren Nachbarn austauschen. Seit 2004 aber steigt der Stromexport an. Inzwischen exportieren wir mehr als 20 Terawatt Stunden Strom zu unseren Nachbarn.
In dieser Zeit haben die erneuerbaren Energien ihre Stromproduktion von 49 TWh(2003) auf 87 TWh(2007) gesteigert. Also 38 TWh Strom mehr aus sauberen nachhaltigen Quellen.
Eigentlich haben die großen Stromkonzerne ja unterschrieben alte Atomkraftwerke abzuschalten. Im Schnitt haben die 17 Atomkraftwerke je ca. 9 TWh in 2007 produziert. Wir hätten also ohne Not zwei Atomkraftwerke abschalten können und in Deutschland wäre es zu keinerlei Problemen gekommen. Wir hätten nur weniger Str
Wenn man keinen Dunst hat sollte man den Mund halten!_____Deutschland: Stromexport-Weltmeister
[ www.klimaretter.info ] Nie wurde so viel Strom in der Geschichte der Bundesrepublik exportiert, wie 2010: Im ersten Quartal waren 6,7 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht. Übersetzt bedeutet das: Deutschland könnte mühelos acht Atomkraftwerke abschalten. EnBW droht indessen mit Investitionsstopp. Aus Freiburg Bernward Janzing Der Exportweltmeister Deutschland macht auch beim Strom seinem Ruf alle Ehre: Im ersten Quartal 2010 erzielte die Bundesrepublik mit gut 9 Milliarden Kilowattstunden den höchsten Exportüberschuss ihrer Geschichte. Das belegen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Damit wurde im ersten Quartal in Deutschland 6,7 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht - obwohl die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel nicht eine einzige Kilowattstunde produzierten. In dieser Woche jährte sich der Trafo-Brand im Vattenfall-AKW Krümmel zum dritten Mal. Das Kraftwerk ist weiterhin vom Netz - wird ja aber auch gar nicht gebraucht. Der Exportüberschuss entsprac[...] ________________
Ganz vorne beim Export Dienstag, 10. August 2010
Deutschland führt so viel Strom aus wie noch nie / Keine Versorgungslücke in Sicht.
FREIBURG. Deutschland exportiert Strom wie nie zuvor. Der zeitweilige Exportweltmeister Deutschland macht auch auf diesem Sektor seinem Ruf alle Ehre: Im ersten Quartal 2010 erzielte die Bundesrepublik mit gut neun Milliarden Kilowattstunden den höchsten Exportüberschuss ihrer Geschichte. Das belegen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen.
Damit wurde in den ersten drei Monaten des Jahres in Deutschland 6,7 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht – obwohl die Atommeiler Krümmel und Brunsbüttel nicht eine einzige Kilowattstunde produzierten. Der Exportüberschuss entsprach ziemlich exakt jener Menge, die in der gleichen Zeit in den alten Reaktoren Biblis A und B, Neckarwestheim 1, Isar , Philippsburg 1 und Grafenrheinfeld erzeugt wurde. Zusammen mit den beiden ohnehin still stehenden Reaktoren hätte Deutschland also auf acht Atomkraftwerke verzichten können, und hätte selbst dann noch eine ausgeglichene Bilanz von Export und Import erreicht.
Indizien für eine Stromlücke, die von der Atomlobby für den Fall des Ausstiegs immer wieder angeführt wird, gibt es folglich derzeit nicht. Der Exportüberschuss im ersten Quartal ergibt sich aus einem Export von 18 Milliarden Kilowattstunden und ein
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