In Deutschland hat die Atomindustrie keinen Platz mehr - spätestens um 2021 sollten die letzten Reaktoren vom Netz gehen. Doch jetzt findet die Branche einen mächtigen Fürsprecher: Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.
Austieg aus der Kernenergie? Nicht mit Hans-Werner Sinn. Der Chef des Münchner Forschungsinstituts lässt keine Provokation aus. Und wenn sie aus seiner Sicht auch noch ökonomisch vertretbar ist - umso besser. Darum drängt er nun mit frischem Schwung hin zur Atomkraft.
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Hans-Werner Sinn: "Es gibt kein einziges Land auf der ganzen Erde, das noch aus der Atomkraft aussteigt - Deutschland ist der Geisterfahrer auf der Autobahn." (© ag.ddp)
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Notwendig sei nicht nur eine Verlängerung der Laufzeiten vorhandener Kraftwerke, sagte Sinn in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp. Vielmehr brauche Deutschland auch neue Atomkraftwerke. Die Kernenergie sei "eine konkurrenzlos billige Form der Stromerzeugung".
Im Übrigen handele es sich dabei auch um eine "grüne Technologie", weil kein CO2-Ausstoß entstehe, behauptet Sinn. Der Ifo-Präsident riet der Bundesregierung, sich bei dieser Frage an anderen Ländern zu orientieren. Er betonte, nicht zum ersten Mal: "Es gibt kein einziges Land auf der ganzen Erde, das noch aus der Atomkraft aussteigt - Deutschland ist der Geisterfahrer auf der Autobahn."
Atmosphäre als Endlager
Es sei zwar "verständlich, wenn die Vertreter der erneuerbaren Energien den Atomstrom ablehnen und eine möglichst schnelle Abschaltung der Kraftwerke fordern". Aber deren Interessen seien "natürlich nicht identisch mit den Interessen der Verbraucher".
Sinn fügte hinzu: "Je weniger Atomstrom produziert wird, desto höher ist der Strompreis - und desto eher kommen erneuerbare Energien über die Wettbewerbsschwelle hinweg."
Zur Debatte über die Sicherheit von Kernenergie sagte Sinn: "Der fossile Strom ist ebenfalls sehr gefährlich, denn da haben wir den Treibhauseffekt." Der Ifo-Präsident betonte: "Wir benutzen die Atmosphäre als Endlager für das CO2 - und mir kann kein Mensch erzählen, dass das weniger gefährlich sei, als kleine Mengen von radioaktiven Abfallstoffen in irgendwelchen Salzstöcken endzulagern."
Klar sei zudem, dass man eine Industriegesellschaft nicht nur mit Sonnen- und Windstrom betreiben könne: "Das ist absolut illusionär."
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(sueddeutsche.de/ddp-bay/hgn/pak)
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Balldieb schreibt am 23.07.2010 um 14:13 Uhr :
"Allerdings sind Parabolrinnen KW in Nordafrika (desertec) und Off Shore Windanlagen in der Nordsee (Alpha Ventus) durchaus in der Lage, den Atomstrom zu ersetzen. Dazu wäre es allerdings nötig, für die Windräder ausreichende Speichkraftwerke (Pumpspeicher KW, Druckluftspeicher KW) zu installieren."
Das ist aber doch eindeutig falsch, denn im Dezember bietet die Sonneneintrahlung für die ja neuartige und unerprobte Andasol-Technik mit den Salzspeichern als Puffer für die Nacht nur noch ein Drittel und weniger an elektrischem Output, also rund 30% nur noch, gegenüber der möglichen Nennleistung im Juli wegen der fehlenden Wasserkühlung, die in Spanien aber angewandt wird. Und das große Manko kann der Wind im Winter doch nicht ausgleichen, zumal letzten Winter von den installierten rund 25 GW Windanlagenin Deutschland an mehreren Tagen ja nur weniger als 1 GW im Netz waren, also weniger als 4%.
Das heißt, damit sind die installierten 22,5 GW brutto in Deutschland mit seinen 17 AKWs nicht auszugleichen, denn die waren auch beim einmaligen Zusammentreffen von geplanten Revisionen und Pannen im Sommer 2009 bei insgesamt 7 AKWs ja mit noch 60% ihrer Nennleistung im Netz.
Da helfen auch keine Pumpspeicher KW, Druckluftspeicher KW sowieso nicht mit deren schlechterem Wirkungsgrad. Denn soviel können Sie garnicht bauen hier in Deutschland von der notwendigen Kapazität her, denn die Kohle wollen die Grünen ja auch nicht mehr haben.
Da brauchen Sie aber teure und neue Schattenkraftwerke, wie auch viele GUD-KW, die aber auch vorgehalten werden müssen. Das alles aber ist nicht da und braucht viel Zeit und selber neue Energie und viel Kapital und langwierige Genehmigungsverfahren und verschlechtert dann ganz eindeutig die CO2-Bilanz der BRD, denn da ist der Grundlaststrom der AKWs sehr günstig, auch wenn man die Emissionen bei der Urangewinnung und Verarbeitung mit einbezieht, denn da sind ja auch Wind und Sonnenstrom ebenso beteiligt bei deren Bau und bei deren Rohstoffen.
Das erhöht dann auch die Abhängigkeit vom Gas aus dem Osten.
Das alles war auch schon x-mal hier durchgehechelt worden, das hindert aber einige user nicht, weiter ihre Märchengeschichten zu verbreiten, wider besseres Wissen also bei user Balldieb inzwischen.
Anderen usern aber fehlen eben einfach die Kenntnisse dazu, die sie sich bisher aber nicht angeeiget haben, denn die wollen ja ungestört weiter ihre eigene Propaganda und Panikmache mit falschen Zahlen und Fakten weiter verbreiten können.
Das hat ja in Deutschland Tradition, seitdem hier die Müsliesser und faktenresistente Illusionisten und Homöopathen und Bachblütengläubige auch noch über Physik und Technik befinden wollen.
Deren eigene Alternativen zum Atomstrom aber sind ja nicht greifbarn nicht gleichwertig, und deshalb stehen sie auch real mit leeren Händen da, nur geduldiges Papier und wolkige, unschlüssige und nicht durchkalkulierte und unrealistische Projekte haben sie anzubieten, eines davon heißt Desertec.
Das sind die Fakten.
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selbstaendig
Die Transmutation von radioaktivem Abfall wollen Forscher aber in industriellem Maßstab realisieren. Im Prinzip könnten sie ihn dazu als Brennstoff in einen Reaktor des Typs „Schneller Brüter“ stecken, denn in ihm entstehen die benötigten schnellen Neutronen.Trotzdem bleibt bei vielen Menschen ein ungutes Gefühl, weil niemand eine hundertprozentige Sicherheit von geologischen Lagerstätten über Zeiträume von Hunderttausenden von Jahren hinweg garantieren kann. Und so erscheint es verlockend, die langlebigen Strahler anderweitig loszuwerden. Die Idee dazu klingt einfach: Man müßte das eine Prozent Plutonium und Co. aus den alten Brennstäben herausholen, in konzentrierter Form zu neuen verarbeiten und dann mit schnellen Neutronen beschießen. Das sind jene Teilchen, die zusammen mit Protonen den Atomkern der Elemente bilden.
Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace, würde aus Sicherheitsgründen eine ordentliche Endlagerung bevorzugen, zumal auch nach der Transmutation noch Atommüll übrig sei. Allerdings müsse man die Suche nach einem Endlager in Deutschland noch einmal ganz neu beginnen, mit einem Verfahren, das unter der rot-grünen Regierung entwickelt wurde. Vor allem befürchtet Breuer einen wachsenden Bedarf an Kapazitäten zur Wiederaufbereitung und damit eine steigende atomare Belastung: „Hier beseitigt man nicht nur Probleme, sondern schafft sich gleichzeitig neue.“
Die Geister die ich rief...
Nach Schätzungen französicher Forscherwürde sich Atomstrom um rund zwanzig Prozent verteuern,wenn die Müllentsorgung durch Transmutation in den regulären Kraftwerksbetrieb integriert würde!
Von 1985 bis 1989 verzeichnete der THTR-300 nur 16.410 Betriebsstunden mit einer abgegebenen elektrischen Energie von 2.891.000 MWh, dies entspricht einer Volllastbetriebsdauer von 423 Tagen (16.410 Stunden = 393,84 Tage).
Probleme und Stilllegung
Der THTR-300 galt aufgrund des Funktionsprinzips, bei dem keine Kernschmelze auftreten kann, als wesentlich sicherer als andere Reaktortypen. Doch es gab technische Probleme, z. B. war der Kugelbruch aufgrund der von oben in den Kugelhaufen eingeführten Absorberstäbe wesentlich höher als vorausberechnet und die Herstellung sowie Wiederaufbereitung der Thorium-Kugelbrennelemente war nicht garantiert. (Daher werden die geplanten zukünftigen Hochtemperaturreaktoren in Südafrika ohne Wiederaufarbeitung geplant. Dieser Nachteil soll durch einen wesentlichen höheren Abbrand, d. h. eine bessere Ausnutzung des vorhandenen Kernbrennstoffs im Vergleich zu den üblichen Abbränden in wassermoderierten Reaktoren, kompensiert werden.)
Neben den genannten Problemen führten ein Störfall mit Austritt von Radioaktivität am 4. Mai 1986[2] sowie sicherheitsrelevante und wirtschaftliche Überlegungen dazu, dass am 1. September 1989 die Stilllegung des THTR-300 beschlossen wurde. Am 10. September 1991 wurde der 180 Meter hohe Trockenkühlturm, der damals höchste Kühlturm der Welt, gesprengt und vom 22. Oktober 1993 bis April 1995 wurden die Brennelemente in Castor-Behältern in das Transportbehälterlager Ahaus transportiert. Überlegungen, den Kühlturm als technisches Denkmal zu erhalten, scheiterten aus Kostengründen.
Der Reaktor selbst wurde bis 1997 in den so genannten „sicheren Einschluss“ überführt und verursacht weiter Kosten in Höhe von 6,5 Mio € jährlich. Er enthält noch ca. 390 Tonnen radioaktive Anlagenbauteile. Frühestens 2027, nach Unterschreiten der relevanten Grenzwerte, kann er endgültig abgerissen werden.
Von 1985 bis 1989 verzeichnete der THTR-300 nur 16.410 Betriebsstunden mit einer abgegebenen elektrischen Energie von 2.891.000 MWh, dies entspricht einer Volllastbetriebsdauer von 423 Tagen (16.410 Stunden = 393,84 Tage).
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