Gütesiegel des Vegetarierbundes Aldi Süd will fleischlose Produkte besser kennzeichnen

Neu im Sortiment bei Aldi: das V-Label der Vegetarier-Union.

(Foto: DAH)

Vegetarisches und Veganes hat Aldi schon länger im Angebot - doch Hersteller solcher Produkte geraten wegen Intransparenz in die Kritik. Jetzt will der Discounter ein Gütesiegel des Vegetarierbundes nutzen.

Der Discounter Aldi Süd führt das V-Label für fleischlose Produkte ein. Die Kennzeichnung wird von der Europäischen Vegetarier Union (EVU) vergeben. Die Kennzeichnung solle Vegetariern und Veganern den Einkauf erleichtern, hieß es. Die Produkte würden dabei entsprechend ihrer Zutaten in vier Gruppen eingeteilt: vegetarisch, ohne Milch, ohne Ei und vegan.

Der Hersteller dürfe das V-Label nur nutzen, wenn er dem Vegetarierbund Zusammensetzung, verwendete Zutaten sowie Hilfsstoffe bei der Verarbeitung offen gelegt habe, teilte Aldi mit. Jede Änderung der Rezeptur oder einzelner Zutaten mache eine neue Prüfung notwendig.

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In der Schweiz und in den Niederlanden hat das V-Label bereits Bekanntheit erreicht, ansonsten ist dessen Verbreitung in Europa sehr unterschiedlich. Die Europäische Vegetarier-Union hat eine Liste von Produzenten zusammengestellt, die das Gütesiegel verwenden.

Verbraucherschützer und der Vegetarierbund hatten erst kürzlich eine bessere Kennzeichnung vegetarischer und veganer Lebensmittel gefordert und falsche Angaben kritisiert. So sollen die Gemüsefrikadellen mancher Hersteller aus einer nicht unerheblichen Menge Geflügelfleisch bestehen und einige Kartoffelchips tierische Fette enthalten.

Aldi ist nicht der einzige Discounter, der die Vegetarier als Kundengruppe entdeckt, auch der Konkurrent Penny zum Beispiel testet seit Mitte April erstmals spezielle Produkte für Vegetarier. Einer Allensbach-Umfrage zufolge sind etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland Vegetarier. 800.000 Menschen leben demnach vegan.