Glühbirnen Billig-Lampen sind ziemlich teuer

LED-Lampen sind teuer in der Anschaffung, lohnen sich jedoch bereits nach kurzer Zeit.

(Foto: obs)
  • Ein Test der Stiftung Warentest zeigt, dass sich der Kauf von teuren LED-Lampen schon nach einem Jahr rentiert.
  • Der Grund: Billige Halogenlampen verbrauchen im Vergleich dazu viel mehr Strom.
  • Die Kosten einer Halogenlampe liegen nach zwölf Jahren vier Mal höher als jene einer LED-Leuchte.

Im Lampenregal ist mittlerweile nicht mehr nur das Angebot gewaltig, fast noch größer sind die Preisunterschiede. Eine Halogenlampe gibt es für wenige Euro. Direkt daneben im Regal stehen die LED-Lampen, die schnell weit über zehn Euro kosten.

Sparen dank LED-Technik

Ein Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 03/2015) zeigt nun, dass sich die vergleichsweise sehr teuren LED-Lampen schon nach kurzer Zeit lohnen. Weil sie so wenig Strom verbrauchen, sparten Käufer mit der LED-Technik schon nach einem Jahr Geld gegenüber einer Halogenlampe, heißt es. Ähnliches gilt für Kompaktleuchstofflampen. Sie sind etwas günstiger als LED-Lampen und verbrauchen in etwa so wenig Strom.

In einer auf zwölf Jahre angelegten Simulation sind Halogenlampen mit Abstand das teuerste Leuchtmittel. 200 Euro werden für Kauf und Betrieb insgesamt fällig, während eine Kompaktleuchstofflampe (KLL) in zwölf Jahren insgesamt 87 Euro kostet. Am wenigsten zahlt der Käufer einer LED-Lampe. Hier werden insgesamt 59 Euro fällig. Rechengrundlage ist in allen Fällen der Ersatz einer 75-Watt-Birne, die bei Stromkosten von 28 Cent/kWh täglich etwa drei Stunden in Betrieb ist. Auch die Lebensdauer variiert stark: Für LED-Leuchten werden zwölf Jahre, bei KLL-Lampen sechs Jahre und bei Halogen-Produkten drei Jahre veranschlagt.

Schlechte Umweltbilanz

Auch bei der Umweltverträglichkeit gibt es der Stiftung Warentest zufolge große Unterschiede. Bei der Produktion belasten Halogenlampen die Umwelt am wenigsten. Sie brauchen keinerlei Elektronik - anders als LED und KKL. Hier müssen elektronische Bauteile und Platinen verbaut werden, in denen - zumindest bei KKL - unter anderem giftiges Quecksilber steckt.

Die Stromkosten machen die Halogenlampe beim Faktor Umweltverträglichkeit jedoch wieder zum Verlierer. Der Stromverbrauch ist bis zu fünf Mal höher als bei LED-Lampen. Der deutsche Strom stammt zu 40 Prozent aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Auch diese stoßen Quecksilber aus.