Deutsche Bahn Vertrag von Bahnchef Grube wird vorzeitig verlängert

Soll bis 2017 bei der Bahn arbeiten: Rüdiger Grube.

(Foto: dapd)

Vertrauensvorschuss von der Bundesregierung: Der Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, bleibt weitere fünf Jahre im Amt. Die Verlängerung kommt überraschend - eigentlich hätte der Aufsichtsrat erst Ende 2013 darüber entscheiden sollen.

Der Vertrag von Bahnchef Rüdiger Grube soll überraschend vorzeitig verlängert werden. Das erfuhr die Süddeutsche Zeitung am Mittwoch aus Aufsichtsratskreisen der Bahn.

Wie aus der Einladung für die nächste Sitzung des Gremiums am 12. Dezember hervorgeht, sieht der zweite Tagesordnungspunkt die "Vorzeitige Wiederbestellung von Herrn Dr. Grube" vor. Regierungskreise bestätigten der SZ, dass der 61-jährige Grube den Konzern weitere fünf Jahre bis Ende 2017 leiten solle.

Für die meisten Mitglieder des Aufsichtsrats dürfte die vorzeitige Verlängerung überraschend kommen. Grubes derzeitiger Vertrag wäre erst Ende 2014 ausgelaufen. Normalerweise wird etwa ein Jahr vorher über eine Verlängerung gesprochen.

Dass Grubes Vertrag nun vorzeitig verlängert werden soll, kann als Vertrauensbeweis insbesondere der Bundesregierung in den Bahnchef gewertet werden.

Der Konzern befindet sich nach wie vor zu 100 Prozent in Staatshand. Bei der Bahn lehnte man eine Stellungnahme ab und verwies auf die nächste Aufsichtsratssitzung. Grube ist seit Mai 2009 Vorstandschef der Deutschen Bahn.