Conti-Chef Elmar Degenhart "Wir werden unseren Autos Namen geben"

Elmar Degenhart beim "Süddeutsche Zeitung Wirtschaftsgipfel" im November in Berlin.

(Foto: Stephan Rumpf)

Conti-Chef Degenhart ist überzeugt: Dank moderner Technik werden uns unsere Fahrzeuge bald verstehen. Unfälle werden Vergangenheit sein.

Von Caspar Busse, Thomas Fromm und Angelika Slavik

Es sind spannende Zeiten in der Automobilindustrie, in dieser Woche trifft sich die Branche in Detroit zur Motor Show und diskutiert, wie es weitergeht. Konzerne wie Apple oder Google experimentieren bereits mit selbstfahrenden Autos und sind daher gefürchtet. Die traditionellen Hersteller sind schwer unter Druck, und deren Zulieferer natürlich auch - so wie Continental, hinter Bosch die Nummer zwei der Branche.

Konzernchef Elmar Degenhart, 56, macht sich dazu viele Gedanken - und er glaubt fest an selbständig fahrende Fahrzeuge. Seine Vision: "Wir werden uns auf jeden Fall mit unseren Autos unterhalten. Wir werden unseren Autos sogar Namen geben, und sie können auf Wunsch automatisch fahren, dies zuerst auf Autobahnen. Sie werden miteinander sowie mit der Infrastruktur kommunizieren. Das wird anders sein als heute", sagt der Conti-Chef im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

"Unfälle gehören ins Museum"

Konkret soll das dann so aussehen: In drei Jahren werde das Auto selbständig einparken können. Und Degenhart fügt an: "Wir haben im Jahr noch mehr als 1,2 Millionen Verkehrstote weltweit. Aber wir haben heute schon die Technik, einen Großteil dieser Unfälle zu verhindern - wir müssen sie nur ins Auto bringen." Degenharts Fazit: "Unfälle gehören ins Museum."

Womit die eine Frage aber offen bleibt: wer diese Autos künftig bauen wird - Google und Apple oder Audi, Daimler und BMW? In jedem Fall will Conti im großen Geschäft dabei sein. "Wenn Apple ein Auto bauen würde, hätten wir selbstverständlich Interesse daran, mit ihnen zu arbeiten", sagt Degenhart.

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"Unfälle gehören ins Museum"

Continental-Chef Elmar Degenhart über die Zukunft des autonomen Autofahrens und die Rolle seines Konzerns. Interview von Caspar Busse, Thomas Fromm und Angelika Slavik mehr ...