Busunternehmen Wlan hilft gegen Vandalismus

Eine badische Busfirma findet eine überraschende Lösung gegen mutwillige Zerstörung.

Von Tieren im Zoo ist bekannt: Langeweile führt zu Verhaltensstörungen. Bei gelangweilten Menschen ist es ähnlich, nur dass die Konsequenzen der Langeweile meist zerstörerischer sind. Daraus folgt: Beschäftige die Menschen - und schon bleiben Dinge heile.

Dass das wirklich so ist, erfuhr nun ein Busunternehmer im Badischen. Seit die Firma Tuniberg Express im Linienverkehr kostenloses Wlan anböte, gebe es praktisch keine Schäden mehr, sagt Betriebsleiter Jochen Maier.

In Zahlen: Bislang hatte Tuniberg Express pro Jahr Schäden von mehreren Tausend Euro - jetzt sind es keine Hundert Euro mehr. Die Sitze werden nicht mehr aufgeschlitzt, die Scheiben nicht mehr geritzt und vollgeschmiert. Und: "Die Fahrten verlaufen allgemein etwas angenehmer."

Für das Unternehmen, das auf seiner Webseite mit einem Schulbus amerikanischen Zuschnitts wirbt, war das eine Überraschung. An sich war das Wlan nur eingeführt worden, weil die Fahrten durch den Kreis Breisgau-Hochschwarzwald schon mal etwas länger werden können. Man habe den Gästen einen zusätzlichen Service bieten wollen, sagt Maier.

Zunächst seien zwei Busse entsprechend ausgestattet worden. Schon da habe sich ein drastischer Rückgang des Vandalismus gezeigt. Mittlerweile verfügten 15 der insgesamt 20 Busse umfassenden Flotte über mobiles Internet.