Berliner Flughafen BER Mehdorn wirft den TÜV raus

Terminal des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld.

(Foto: dpa)

Wer soll jetzt all die Pannen finden? Flughafenchef Hartmut Mehdorn beendet Medienberichten zufolge die Zusammenarbeit mit den Prüfern des TÜV. Es gab wohl Streit um ein Notstromaggregat.

  • Der Berliner Flughafen BER hat Medienberichten zufolge die Zusammenarbeit mit den Prüfern des TÜV Rheinland beendet.
  • Grund soll unter anderem der Streit um ein falsches Notstromaggregat sein.
  • Mehdorn plant, den Flughafen 2016 zu eröffnen.

Flughafen ohne TÜV

Hartmut Mehdorn, Chef des von Pannen geplagten Berliner Flughafens BER, beendet die Zusammenarbeit mit den Prüfern des TÜV Rheinland. Das berichtet das Berliner Blatt B.Z. Der Auftrag für den "übergeordneten Sachverständigen" sei europaweit neu ausgeschrieben worden. In anderen Fällen sollen Verträge einfach verlängert worden sein. Die Flughafengesellschaft verwies auf "vergaberechtliche Gründe".

Falsches Notstromaggregat eingebaut

Die Planer des BER sollen seit mehreren Monaten unzufrieden mit dem TÜV sein. Der soll sich geweigert haben, den sogenannten Nordpier abzusegnen. Begründung: Das eingebaute Diesel-Notstormaggregat sei zu schwach gewesen, zudem hätten Teile der Blitzableiter gefehlt.

Mehdorn will 2016 eröffnen

Der Berliner Flughafen ist eines der problematischsten Bauprojekte Deutschlands. Er sollte ursprünglich 2012 eröffnet werden, inzwischen plant Mehdorn laut Tagesspiegel mit dem Jahr 2016. Die Planungen für den Umzug haben mittlerweile begonnen, Ausschreibungen für Verpflegung und Umzugslogistik für die Riesenaktion laufen. Die Kosten sind mittlerweile auf mehr als 5,4 Milliarden Euro gestiegen - mehrere Milliarden Euro höher als geplant.