Atomkraftwerk RheinsbergWie man ein AKW zerlegt

Mit dem schwarz-gelben Atomausstieg ist das Ende der Kernkraft in Deutschland beschlossene Sache. Doch was passiert danach mit den Atomkraftwerken? Wahrscheinlich müssen die Betreiber sie zurückbauen - so wie den Meiler Rheinsberg in Brandenburg. Den nehmen Techniker schon seit 16 Jahren auseinander. Der Rückbau in Bildern.

Mit dem schwarz-gelben Atomausstieg ist das Ende der Kernkraft in Deutschland beschlossene Sache. Doch was passiert jetzt mit den Atomkraftwerken? Ihnen droht das Schicksal des Meilers Rheinsberg in Brandenburg: der Rückbau. Seit 16 Jahren nehmen Techniker ihn auseinander.

Ein Atomkraftwerk in Betrieb zu nehmen, geht wesentlich schneller als es wieder loszuwerden. Das zeigt das Beispiel des Kraftwerkes Rheinsberg im Norden Brandenburgs: Innrhalb von sechs Jahren wurde es zu DDR-Zeiten aufgebaut - der Rückbau dauert nun schon 16 Jahre.

Rheinsberg war einst das erste Kernkraftwerk, das in der DDR in Betrieb genommen wurde. Hier wurde seit 1966 Energie erzeugt, geforscht und Nuklearpersonal ausgebildet. Kurz vor der Wiedervereinigung wurde es abgeschaltet - Zweifel an der Sicherheit waren aufgekommen. Seit 1995 läuft der Rückbau, 2014 soll er beendet sein. Der Kontrollraum ist heute verwaist. Die meisten Instrumente werden nicht mehr gebraucht, sie sind mit weißem Papier abgedeckt.

Bild: Getty Images 8. Juni 2011, 11:162011-06-08 11:16:20 © sueddeutsche.de/dpa/aum