Neuer Partner in Russland: Siemens verspricht sich viel von der Kernkraft - vielleicht zu viel. Denn eine echte Renaissance der Atomenergie ist nicht in Sicht.
Die Nachrichten aus dem weiten Reich der Kernkraft sind eine einzige Verheißung. Großbritannien, Schweden, Italien, sie alle liebäugeln mit neuen Reaktoren. In den Neunzigern schien die große Atom-Euphorie abzuklingen, jetzt erlebt sie einen ungeahnten Aufschwung. Neue Reaktortypen sind entwickelt, der Kampf gegen den Klimawandel begünstigt ihre Kohlendioxid-arme Stromerzeugung. Alles scheint wie gemacht zu sein für die Renaissance der Kernkraft.
Viele Länder liebäugeln mit neuen Atom-Projekten - doch ob sie realisiert werden ist fraglich. (© Foto: ddp)
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Auch Siemens hat die Botschaft vernommen, der Konzern will mit dem neuen Partner Rosatom zurückkehren ins operative Atom-Geschäft. Nur versprechen sich die Münchner womöglich zu viel davon. Denn wie viele Kernkraftwerke tatsächlich neu errichtet werden, steht derzeit in den Sternen.
Schwierige Finanzierung
In London und Stockholm verbanden die Regierungen ihre Rückkehr zur Kernkraft mit einer klaren Aussage: Subventionen, auch verdeckte, soll es nicht mehr geben. In Berlusconis Italien mag es den Willen geben zum Neubau, Standorte dagegen gibt es nicht - und die werden sich angesichts öffentlicher Widerstände auch nicht so rasch finden. Ganz abgesehen davon ist die Finanzierung der milliardenschweren Projekte schwieriger denn je.
Die Wahrheit ist: In den nächsten Jahren werden mehr alte Reaktoren abgeschaltet, als neue gebaut werden. Der Anteil der Kernkraft an der weltweiten Energieerzeugung wird sinken, nicht steigen.
Das heißt nicht, dass Siemens kein Geschäft machen wird. Die Versorgung mit Brennstoff, die Entsorgung atomarer Abfälle, die Digitalisierung der herkömmlichen Leittechnik, all das verspricht in den nächsten Jahren gute Aufträge. Aber eine große, echte Renaissance der Kernkraft, die ist nicht in Sicht.
- Siemens: Partner aus Russland Neue Atom-Allianz 03.03.2009
- Siemens: Atom-Pläne Moskauer Allianz 04.02.2009
- Siemens Risiko im Atom-Sektor 27.01.2009
- Atomenergie Spaltung im Kern 26.01.2009
(SZ vom 04.03.2009/tob)
Streit um Parteispitze bei der Linken
macht auch Sorgen und kann große und weite Landstriche der Erde unbewohnbar machen.
Sollte das Klima kippen wegen des fossilen "Mülls" mit einem Abschmelzen der Polkappen, könnten der Meeresspigel über 60 m ansteigen, große Dürren und gewaltige Stürme könnten unermeßliche Schäden anrichten und ganze Völkerwanderungen hervorrufen.
Das ist die Alternative zum Atomstrom, und was kostet uns dann der Strom mit seinem fossilen "Müll", den die Grünen mit der Genehmigung von Hamburg-Moorburg uns allen aufbürden, statt den Ausstieg aus der Kernkraft wie die Schweden zu stornieren?
Auch Italien will wieder 4 AKWs mit französischer Unterstützung bauen und der Mit-Begründer von Greenpeace, Patrick Moore, hat diesen Irrweg des jetzigen Ausstiegs ebenfalls bereits eingesehen.
Wenn eine Energie-Ressource wie das Uran nämlich wegfällt, dann werden die anderen eben stärker beansprucht werden und wer Uran hat oder es beziehen kann, der wird es auch nützen und wird nicht Energie (Strom)-Mangel leiden wollen, nur weil die Grünen in Deutschland das noch, weil einmal so beschlossen nach den Störfällen damals in Harrisburg und Tschernobyl, es auch weiter so wollen aus reiner "grüner" Rechthaberei.
aelbstaendig
Da könnt ihr löschen wie ihr wollt, das ändert nichts an der Situation die ich beschrieben haben.
A bon entendeur
A.Q
"Müssen wir spätestens in 10 Jahren z.B. aus der Slowakei, Tschechien oder Frankreich importieren, um unsere wirtschaftliche ....."
Nein müsst ihr nicht , denn die fernunft wird siegen und der ROTFL!!!!!! wird in die Röhre gucken
Schade mit der sache Areva / Siemens , Siemens sollte es sich nochmal überlegen und die Franzosen etwas nachgeben, schade
A.Q
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Müssen wir spätestens in 10 Jahren z.B. aus der Slowakei, Tschechien oder Frankreich importieren, um unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufrechterhalten zu wollen.
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