Niemand soll günstiger sein: Mit allen Mitteln kämpft Aldi um die Preisführerschaft unter den Discountern. Leidtragende sind die Zulieferer.
Lange Zeit hat der Discounter Aldi tatenlos zugeschaut, wie der ehrgeizige Mitbewerber Lidl versuchte, mit kräftigen Preissenkungen mehr Kunden in seine Läden zu locken. Doch inzwischen weist der Marktführer den Herausforderer mit immer neuen Rabatten in die Schranken. Seit Jahresbeginn hat Aldi die Preise für mehr als 120 Produkte herabgesetzt. Und jetzt unterstreicht der Branchenprimus mit einer drastischen Verbilligung von Cola und anderen Limonaden erneut seinen Anspruch auf Preisführerschaft.
Aldi hat seit Jahresbeginn die Preise für mehr als 120 Produkte gesenkt. (© Foto: ddp)
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Die Verbraucher dürfen sich freuen. Denn der Vorstoß von Aldi wird die Wettbewerber zwingen nachzulegen. Dabei ist nicht nur Lidl unter Zugzwang. Die Preispolitik von Aldi hat Signalwirkung für den gesamten Lebensmittelhandel. Die Lieferanten betrachten diese Entwicklung mit Grauen. Denn sie wissen, dass sich der Einzelhandel einen Teil der Rabatte bei ihnen zurückholen wird - über niedrigere Einkaufspreise.
Buhlen um die Gunst der Kunden
In vollem Umfang wird das nicht gelingen. Die nach wie vor gut verdienende Aldi-Gruppe nimmt Margeneinbußen in Kauf, um im Markt ein deutliches Signal zu setzen. Das ist für sie wichtig, denn die Marktanteile im Discount werden derzeit neu verteilt. Die Edeka-Tochter Netto ist mit dem Kauf der Plus-Kette zur Nummer drei hinter Aldi und Lidl aufgestiegen und fühlt sich stark genug, die Mitbewerber zu attackieren. Noch ist davon wenig zu spüren, weil der neue Herausforderer noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist.
Das nutzen Aldi und Lidl zur Profilierung. Zumal im Hintergrund ein vierter Discounter verstärkt um die Kundengunst buhlt: Die Rewe-Tochter Penny. Sie hat bereits angekündigt, Getränke ab diesem Freitag ebenfalls preiswerter verkaufen.
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(SZ vom 24.04.2009/tob)
Putin und Hollande streiten um Intervention in Syrien
"Mit allen Mitteln kämpft Aldi um die Preisführerschaft unter den Discountern. Leidtragende sind die Zulieferer."
So die Ueberschrift.
Mit "allen Mitteln", also Erpressung, Bespitzelung was noch? - im Artikel selber steht dann nur was von Preissenkungen. Das sind also schon "alle Mittel". Der Discounter senkt Preise! Fuer Lebensmittel! Schreitet denn keiner ein!?! Denn:
"Leidtragende sind die Zulieferer."
Dass die Kunden, von denen es weitaus mehr gibt als Zulieferer, davon profitieren steht dann schon wieder nicht drin in dem Artikelchen. Aber das neue Hobby bei der SZ ist eh Preisadjustieren - wir entscheiden was billiger werden darf und was nicht. Lebensmittel schon mal nicht denn was wird aus den Zulieferern? Da koennten ja auch Bauern darunter sein! Milchbauern sogar - und die brauchen wie wir alle wissen einen "fairen Preis". Sonst kippen sie die Milch wieder weg.
es ist schon verwunderlich, dass ein gewisser Herr Hundt, oder Hüther bisher nicht lautstark protestiert haben, als die Bundesregierung die aktuelle Rentenerhöhung beschloss. Lediglich weitere Steuersenkung, hat Hundt gefordert. Getreu dem FDP-Grundsatz: die Regierung muss Ausgaben kürzen, Steuern senken und die Wirtschaft ankurbeln
Von den angeblichen Preissenkungen der letzten Monate habe ich gar nichts gemerkt. Eher gingen die Preise um 10% bei Lebensmitteln nach oben. Nur teilweise haben sie sich wieder wie bei Milch oder Nudeln gesenkt. Daß jetzt einige Lebensmittel punktuell mit Kampfpreisen beworben werden um die Kundschaft anzuziehen wird die Umsätze genausowenig pushen wie das aus dem Boden stampfen eines LIDL gleich neben einem ALDI-Markt am Ortsrand.
Noch besser: Am Ende darf man sich von den Marktradikalinskis wieder Versagen vorwerfen lassen, weil man die falschen Grenzen gezogen hätte...
hier hätte ich mich über einen positiven Kommentar von Beise gefreut.... und Ihn dann umgehend zum essen eingeladen. Und natürlich darauf geachtet, dass jeder Bissen auch verzehrt wird. It`s Marktwirtschaft, so what?
Nein, natürlich nicht. Wer einmal die Macht eines großkonzerns zu spüren bekommen hat, der weiss was das für ein Theater ist. Ganz egal ob Aldi oder Metro.
Paging