Abfälle in 2012 Deutsche produzieren mehr Müll als EU-Durchschnitt

611 Kilo Müll machen die Deutschen pro Kopf und Jahr - und damit doppelt so viel wie beispielsweise die Letten. Noch mehr Abfall als in Deutschland wird nur in drei europäischen Ländern verursacht.

Trotz aller Bemühungen um Recycling und Vermeidung: In Deutschland verursachen die Menschen mehr Müll als im EU-Durchschnitt. 2012 seien in Deutschland je Einwohner 611 Kilo Siedlungsabfall angefallen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Das entspricht 1,7 Kilo pro Tag.

Damit liegen die Deutschen deutlich über dem EU-Schnitt von etwa 492 Kilo je Einwohner. Noch mehr Müll gab es nur in Luxemburg (662 Kilo je Einwohner), Zypern (663) und Dänemark (668). Vor allem in den östlichen EU-Ländern war das Abfallaufkommen deutlich geringer. So entstanden in Estland 279 Kilo Müll je Einwohner und in Lettland 301 Kilo.

Insgesamt wurden 42 Prozent der Abfälle recycelt oder kompostiert. Dabei ist Deutschland unter den EU-Ländern führend: 65 Prozent der deutschen Abfälle werden recycelt oder kompostiert, 35 Prozent verbrannt. In Rumänien wandert immer noch fast aller Müll auf die Deponie (99 Prozent), 1 Prozent wird recycelt.

Für die Statistik wurden Abfälle erfasst, die von den Kommunen eingesammelt werden: Haushaltsmüll, vergleichbare Abfälle aus Gewerbe und Industrie sowie Verpackungsabfälle.