"Dann sollte es auch mal gut sein": Kardinal Joachim Meisner, der Erzbischof von Köln, will in den Ruhestand gehen - und zwar, wenn er am ersten Weihnachtstag 80 wird.
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Mehr als 100 Kardinäle sollen das neue Oberhaupt der katholischen Kirche bestimmen. Der Älteste und zwei der Jüngsten unter ihnen stammen aus Deutschland. Die sechs deutschen Kirchenmänner bei der Papstwahl im Porträt.
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Eine Entscheidung musste her: Bei ihrer Frühjahrsversammlung haben sich die deutschen Bischöfe mit der Frage befasst, ob katholische Krankenhäuser die "Pille danach" verschreiben dürfen. Ihre Antwort: Ja - aber nicht in jedem Fall.
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Der Termin für das Konklave steht fest: 115 Kardinäle wählen ab Dienstag einen neuen Papst. Mit offenem Ende. Bis sich eine Zweidrittelmehrheit für ein neues Oberhaupt der katholischen Kirche entschieden hat.
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Am Dienstag wird es keine Entscheidung für einen Papst-Nachfolger mehr geben. Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle steigt schwarzer Rauch. Die 115 Kardinäle haben sich im ersten Wahlgang nicht auf ein neues Kirchenoberhaupt verständigen können.
Der Newsblog zum Nachlesen. Von Felicitas Kock und Jana Stegemannmehr...
Glückwünsche - und auch Forderungen: Die Wahl des argentinischen Kardinals Bergoglio zum neuen Papst Franziskus ist als starkes Signal der katholischen Kirche begrüßt worden. Es soll ihr neue Perspektiven eröffnen, so die Hoffnung vieler Würdenträger und Politiker.
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Zwar nicht schon am ersten Tag seiner Amtszeit, aber in den kommenden Tagen will der neu gewählte Papst seinen Vorgänger treffen. Franziskus werde schon bald nach Castel Gandolfo reisen, teilte der Vatikan mit.
Die Entwicklungen zum Nachlesen. Von Jana Stegemannmehr...
Die Entrüstung war groß: Zwei katholische Krankenhäuser verwehrten einer vergewaltigten Frau in Köln die "Pille danach". In München soll das nicht passieren, es gilt die Weisung, die Pille zu verschreiben. Ganz ohne Risiken ist das Mittel jedoch nicht.
Von Jakob Wetzelmehr...
"Wie gnadenlos ist der Konzern Kirche?": Nach den jüngsten Debatten um die verweigerte Hilfe für eine mutmaßlich vergewaltigte Frau widmeten sich Günther Jauchs Gäste dem heiklen Thema von Anspruch und Wirklichkeit in katholischen Einrichtungen. Bischöfe waren nicht gekommen, so mussten andere ihre Sache vertreten.
Eine TV-Kritik von Matthias Drobinskimehr...
Vor Studenten eines römischen Priesterseminars beklagte der Papst die Ausgrenzung vieler Gläubiger auch in christlichen Ländern: "Als Christen sind wir überall verirrt und fremd". Auch in Deutschland sehen sich Vertreter der katholischen Kirche zunehmend ins gesellschaftliche Abseits gedrängt.
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Der Faschingsumzug in Dachau zieht 10 000 Besucher an. Trotz beißender Kälte und strenger Sicherheitsauflagen feiern die Narren ausgelassen. Und wie jedes Jahr gleicht die Altstadt am Ende einer Müllhalde, zahlreiche Betrunkene müssen ärztlich versorgt werden.
Von Andreas Baumermehr...
Die katholische Kirche hat es nicht leicht. Ein Sturm der Entrüstung ist über sie hereingebrochen nach den Vorfällen in zwei katholischen Kliniken und bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle. Kardinal Meisner beklagt in einem Brief Katholikenphobie.
Von Matthias Drobinskimehr...
Um ihre "ethischen Grundsätze" geht es den katholischen Krankenhäusern, wenn sie sich weigern, die "Pille danach" herauszugeben. Eine Praxis, die offenbar bis ins Absurde übersteigert wird, wie nun ein Fall aus Köln zeigt. Dort haben gleich zwei katholische Kliniken einer vergewaltigten Frau Hilfe verweigert.
Von Matthias Drobinskimehr...
Der Fall der unbarmherzigen Mediziner an zwei katholischen Kliniken in Köln löste bundesweit Empörung aus: Einem Vergewaltigungsopfer war dort eine gynäkologische Untersuchung verwehrt worden. Teil des dogmatischen Dilemmas sind auch militante Abtreibungsgegner, die auf die Moral kirchlicher Krankenhäuser pochen.
Von Matthias Drobinskimehr...
Vor wenigen Wochen wiesen zwei katholische Krankenhäuser eine vergewaltigte Frau noch ab, nun hat Kölns Erzbischof Meisner reagiert. Die Gabe der "Pille danach" an Vergewaltigungsopfer sei aus seiner Sicht "vertretbar". Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.
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Radikalen Abtreibungsgegnern wankt der Boden unter den Füßen: Kardinal Meisner erlaubt die "Pille danach" - unter bestimmten Umständen. Doch die Prinzipien der Kirche bleiben eisern: Verhütende Paare leben noch immer im Dunstkreis der Sünde. Dies zeugt von Angst vor den Grauzonen des Lebens.
Ein Kommentar von Matthias Drobinskimehr...
Seit fast zehn Jahren ist Gerhard Ludwig Müller Bischof in Regensburg - nun beruft der Papst den 64-Jährigen in das dritthöchste Amt der römischen Kurie, dem Think Tank der katholischen Kirche. Müller, der immer wieder Kritik auf sich zieht, wird dem bisherigen Amtsinhaber, dem US-Amerikaner William Levada, nachfolgen.
Von Andrea Bachstein, Matthias Drobinski und Wolfgang Wittlmehr...
Öffentlich hat Rainer Maria Woelki über die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften nachgedacht. Als Erzbischof von Berlin ist das bemerkenswert, sogar so sehr, dass der Kardinal nun den "Respektpreis" bekommen soll. Doch der Geehrte wehrt sich: Aus Furcht vor der eigenen Courage - und seiner Kirche?
Von Constanze von Bullionmehr...
Die katholische Kirche ist "keine Moralanstalt": Rainer Maria Woelki, der neue Erzbischof von Berlin, ist ein Mann mit Ecken und Kanten. Zum Amtsantritt überraschte der konservative Kölner Katholik mit der Ankündigung, auch mit Lesben, Homosexuellen und Moslems ins Gespräch kommen zu wollen.
Von Constanze von Bullionmehr...
Zwei Tage nach dem Tod des Berliner Erzbischofs Georg Sterzinsky hat Papst Benedikt XVI. einen Nachfolger ernannt. Der Kölner Weihbischof Rainer Maria Woelki wird Oberhirte für rund 400.000 Katholiken im Raum Berlin.
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Benedikt XVI. befördert den Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki und den Theologen Karl Josef Becker. Woelki ist erst seit einem halben Jahr Erzbischof in Berlin, er gilt als äußerst konservativ und wird der weltweit jüngste Kardinal.
Von Matthias Drobinskimehr...
Christian Wulff versucht die Flucht nach vorne: Der Anwalt des Bundespräsidenten räumt ein, dass der Unternehmer Egon Geerkens mit Wulff über das umstrittene Darlehen über 500.000 Euro verhandelte. In der Buch-Affäre, die den Präsidenten zusätzlich unter Druck setzt, sorgt ein Bericht über geänderte Rechnungen für Wirbel. Und nun mischt sich auch noch ein Kardinal aus Köln ein.
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Die Opposition spricht von destruktiver Haltung, die schwarz-gelbe Regierung vom Missbrauch einer Institution: Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff sind auch nach einer Sondersitzung des Ältestenrats des niedersächsischen Landtags nicht geklärt - jetzt soll öffentlich über das Thema beraten werden. Unterdessen prüft die Staatsanwaltschaft Anzeigen gegen Wulff und der Kölner Kardinal Meisner nahm zum Thema Stellung.
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Zusammen sind sie Deutschlands zweitgrößter Arbeitgeber: die evangelische und die katholische Kirche. Unternehmen mit Milliardenumsätzen befinden sich in frommen Händen. Dazu zählen die Verlagsgruppe Weltbild, die nun verkauft werden soll, Lebensmittelhersteller, Filmproduzenten oder Finanzinstitute.
Von Caspar Busse, Sophie Crocoll und Stefan Mayrmehr...
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