Einst galt Sachsen-Anhalt als Sinnbild für Misswirtschaft. Heute hat das Land den industriellen Zusammenbruch überwunden: Im Wahlkampf streiten CDU und SPD, wer für den Erfolg verantwortlich ist.
Von Christiane Kohlmehr...
Die Zahl der Arbeitslosen hat Höchststand erreicht, sogar in Stadelheim. Maximal 2,12 Euro verdienen die Häftlinge pro Stunde - zu viel für Unternehmen, die mit der JVA zusammenarbeiten. Immer mehr Firmen verlagern ihre Aufträge ins billigere Osteuropa.
Von Von Christoph Hennmehr...
Die Arbeitskosten in Deutschland steigen stärker als im EU-Durchschnitt. Das bedeutet nichts Gutes für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und für die Beschäftigten. Denn der Trend gefährdet Deutschlands Stellung als Exportnation, von der bislang alle profitiert haben.
Ein Kommentar von Sibylle Haasmehr...
Apple-Zulieferer Foxconn in der Bredouille: Zehn junge Mitarbeiter haben sich auf dem Fabrikgelände das Leben genommen. Jetzt zieht das Unternehmen die Notbremse - und schraubt die Löhne nach oben.
Von Marcel Grzannamehr...
Nach Siemens, Rodenstock und vielen weiteren deutschen Unternehmen hat nun auch der Elektronikkonzern Epcos die weitere Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer angekündigt. "Das ist eine Frage unseres Überlebens", sagte Vorstandschef Gerhard Pegam.
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Mit zwölf Jahren ist die Kindheit in vielen Billiglohnländern Asiens vorbei. Unter unmenschlichen Qualen müssen Kinder dort nicht nur Billigtextilien herstellen, sondern auch Luxuswaren. Von den Millionenwerten, die durch ihre Hand geschaffen werden, bleibt den Kindern selbst nichts. Nur neue Gesetze könne dies ändern.
Von Sibylle Haasmehr...
Meinung
Zurück zu den Wurzeln: Apple-Chef Tim Cook will Mac-Computer wieder in den USA produzieren lassen. So sollen auch amerikanische Arbeitnehmer vom Erfolg des Computergiganten profitieren. Eine Trendwende ist das aber nicht. Die Industrieproduktion ist globalisiert und wird es auch bleiben. Niemand von ökonomischem Verstand würde auch nur versuchen, daran etwas zu ändern.
Ein Kommentar von Nikolaus Piper, New Yorkmehr...
Die Frauen nähen wie Getriebene, sie werden beleidigt, sexuell belästigt, geschlagen. Die Textilproduktion für westliche Konzerne in Billiglohnländern fußt auf der Ausbeutung von Frauen. Wenn Menschen bei der Herstellung von Billigtextilien sterben wie jetzt in Bangladesch, ist der Aufschrei jedes Mal groß. Doch an der Situation ändert sich nichts.
Von Karin Steinberger und Stefan Webermehr...
Sie sollen Arbeitern verboten haben, vor dem Feuer zu fliehen, Türen waren angeblich mit Vorhängeschlössern verriegelt. Nach dem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch mit mehr als 100 Toten sind drei Manager festgenommen worden.
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Unter unwürdigen Bedingungen stellen Arbeiter in Entwicklungsländern Waren für den europäischen Markt her. Norbert Blüm kämpft seit Jahren dagegen, er hat nicht nur Bangladesch selbst besucht. Der Ex-Arbeitsminister spricht im Interview über den Wahnsinn ständiger Kostensenkungen, die Verantwortung der Konsumenten - und bizarre Erfahrungen mit Kontrolleuren.
Von Oliver Das Guptamehr...
Kleider, die mit ausbeuterischen Löhnen und vielen Schadstoffen hergestellt werden, gibt es zuhauf in deutschen Geschäften. Beim Spontankauf sieht man allerdings nicht, ob Kinderhände die Jeans gebleicht haben und der Lohn der Näherin zum Leben reicht. Sozial und ökologisch produzierte Mode ist schwer zu finden. Ein kleiner Einkaufsführer
Von Catherine Hoffmannmehr...
Meinung
Als Nichtsnutze und Sozialschnorrer hat Mitt Romney fast die Hälfte seiner Landsleute bezeichnet. Damit präsentiert sich der Republikaner als der kalte Profit-Maximierer, als den ihn die Demokraten seit Monaten hinstellen. Jetzt kann er sich nur noch selbst helfen.
Ein Kommentar von Christian Wernickemehr...
Griechenland hat bei vielen Investoren ein schlechtes Image. Das will die Regierung nun ändern - mit der Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen. Dafür bräuchte Athen jedoch die Erlaubnis der Brüsseler Wettbewerbshüter. Ob sich ausländische Investoren überhaupt für solche Zonen interessieren, ist bislang ungewiss.
Von Christiane Schlötzer, Istanbulmehr...
Er hält Sachsen-Anhalt für ein Billiglohnland und hat schon erfolgreich mit der SPD zusammengearbeitet: Wulf Gallert will erster Ministerpräsident der Linken werden. Vor der Wahl spricht er über arme Kinder und das dünne Eis der Demokratie.
Interview: Lena Jakat und Christiane Kohlmehr...
Das postkommunistische Billiglohnland erwacht: Die rumänische Gewerkschaft fordert "Sonne für alle!" und kämpft für 13.000 Beschäftigte der Renault-Tochter Dacia um höhere Löhne.
Von Kathrin Lauermehr...
Chinas Premierminister Wen Jiabao will das staatliche Bankenmonopol zerschlagen. Es soll mehr Kapital fließen. Die Wirtschaft des Landes muss sich dringend wandeln - doch in Peking tobt ein Machtkampf zwischen Reformern und Bewahrern.
Von Christoph Giesenmehr...
Die Nachfrage in Europa und den USA geht zurück, darunter leidet auch die Wirtschaft in China. Für 2012 rechnet die Regierung "nur noch" mit einem Wachstum von 7,5 Prozent. Das ist noch immer viel, aber auch die Volksrepublik benötigt dringend Reformen.
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In den vergangenen 30 Jahren ging es für den Rust Belt nur in eine Richtung: abwärts. Doch jetzt kehren die Jobs in Amerikas alte Industrieregion zurück - sogar aus Asien. Präsident Obama muss hoffen, dass der zarte Aufschwung anhält. Zumindest bis zu den Wahlen im November.
Von Christian Wernicke, North Canton, Ohiomehr...
Vor 20 Jahren brach der Politrentner Deng Xiaoping zu einer Fahrt in den Süden Chinas auf. Mit dieser Tour zwang er die Regierung, die Wirtschaft zu liberalisieren. Die Reise ist der zweite Gründungsmythos der Kommunistischen Partei.
Von Christoph Giesenmehr...
Die türkische Wirtschaft boomt ohne Ende. Davon versuchen auch deutsche Mittelständler zu profitieren. Doch der Markt hat seine Tücken.
Von Björn Finke, Istanbulmehr...
Die Wirtschaft wächst Jahr für Jahr um zehn Prozent. Aber wie lange noch? Ökonomen der Weltbank haben erstmals der chinesischen Regierung eine umfassende Bestandsaufnahme der heimischen Wirtschaft vorgelegt. Das Ergebnis ist zwar in schöne Worte gekleidet, aber eindeutig: Ohne tiefgreifende Reformen drohen der Volksrepublik große Probleme.
Von Christoph Giesenmehr...
Angst um den Arbeitsplatz:Viele Menschen befürchten, dass die Automatisierung der Arbeitswelt sie überflüssig macht. Bislang war diese Sorge unbegründet - aber künftig könnte sie berechtigt sein. Lediglich manche Berufe bleiben davon unberührt.
Von Nikolaus Pipermehr...
"Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verwischt": Sozialwissenschaftler Hilmar Schneider erklärt, warum Beschäftigte in Zukunft deutlich mehr unternehmerische Risiken tragen. Und welche Auswirkungen dieser Trend auf den Alltag hat.
Interview: Charlotte Theilemehr...
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