Australia Formula One Grand Prix
Von Elmar Brümmer, Melbourne

Tagessieger Kimi Räikkönen nuckelt einsam an der Champagner-Pulle - darf aber auf den neuen Papst hoffen. Die superweichen Reifen von Sebastian Vettel fressen sich selbst auf, Mercedes hat noch ganz andere Sorgen. Die Höhepunkte des Formel-1-Wochenendes in der Kolumne Zehn Zylinder.

Von Elmar Brümmer, Melbourne

Kimi Räikkonen: Wenn er schon was sagt, ohne nur mit seinem rechten Fuß seiner Meinung gehörig Ausdruck zu verleihen, dann findet das größere Beachtung als die mundgerechten Endlos-Reden seiner Kollegen. Der erste Sieger der Saison, wie gehabt unheimlich schnell und leise an die Spitze beim Großen Preis von Australien geschossen, spricht nach dem Aufreger im Albert Park davon, dass es sich um einen seiner leichtesten Siege gehandelt hat. Es ist der zwanzigste seiner Karriere, der zweite seit seinem Comeback vor einem Jahr. Der Renner an den Verkaufsständen rund um die Strecke war Räikkönen schon vor dem Start. Dort gab es den Funkspruch an die Box von seinem ersten Sieg mit Lotus in Abu Dhabi als T-Shirt-Aufdruck: "Lasst mich in Ruhe, ich weiß schon, was ich tue." Hat er mit dem Reifenschongang in Melbourne bewiesen.

Bild: dpa

18. März 2013, 10:06 2013-03-18 10:06:00  © Süddeutsche.de/ebc/bavo

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