Deutsche Biathleten enttäuschen zum Abschluss

Wintersport-Saisonfinale /
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Biathlet Birnbacher: Kein gutes Saisonfinale

(Foto: dpa)

Biathlon, Saisonabschluss: Die deutschen Biahtleten haben zum Saisonabschluss im russischen Chanty-Mansijsk enttäuscht und im Massenstart die Podestplätze klar verfehlt. Als bester DSV-Skijäger landete Arnd Peiffer nach vier Schießfehlern mit 1:35,3 Minuten Rückstand auf Platz 18. Den Sieg sicherte sich der französische Gesamtweltcup-Gewinner Martin Fourcade mit einem Schießfehler. Der 24-Jährige feierte seinen zehnten Saisonsieg und gewann als zweiter Biathlet auch in allen vier Weltcup-Disziplinwertungen. Das war zuvor nur seinem Landsmann Raphael Poiree gelungen. Zweitbester Deutscher wurde Florian Graf (4 Fehler) auf Rang 20. Andreas Birnbacher (6) enttäuschte am Schießstand und musste sich nach 15 km mit Platz 27 zufrieden geben. Direkt dahinter landete Erik Lesser (7).

Platz zwei sicherte sich der Österreicher Dominik Landertinger (+13,9 Sekunden Rückstand/1 Fehler) vor dem Norweger Emil Hegle Svendsen.(+17,3/1). Zuvor hatte die dreimalige Junioren-Weltmeisterin Laura Dahlmeier im letzten Frauenrennen des Winters als beste deutsche Starterin auf den siebten Platz belegt. Die 19-Jährige aus Partenkirchen leistete sich nur einen Schießfehler und hatte im Ziel 54,2 Sekunden Rückstand auf die fehlerfreie Tschechin Gabriela Soukalova, die in Sibirien ihren dritten Sieg in Serie feierte. Zweitbeste DSV-Skijägerin wurde Doppel-Olympiasiegerin Andrea Henkel (3) auf Rang neun. Miriam Gössner erlebte einen rabenschwarzen Tag. Die 22-Jährige aus Garmisch landete mit mehr als fünf Minuten Rückstand und acht Fehlern auf Platz 29.

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Tennis, Indian Wells: Maria Scharapowa hat zum zweiten Mal nach 2006 das mit fünf Millionen Dollar Preisgeld dotierte Tennis-Turnier in Indian Wells gewonnen. Die Russin setzte sich im Finale gegen die ehemalige Weltranglistenerste Caroline Wozniacki nach nur 1:21 Stunden 6:2, 6:2 durch und blieb damit ohne Satzverlust im Turnierverlauf. Die Dänin Wozniacki hatte zuvor Angelique Kerber im Halbfinale 2:6, 6:4, 7:5 ausgeschaltet. Scharapowa revanchierte sich damit für die Finalniederlage in der kalifornischen Wüste aus dem Jahr 2011. Für ihren 28. Sieg auf der WTA-Tour kassierte die 25-Jährige eine Million Dollar (760.000 Euro) Preisgeld und klettert im Ranking auf Platz zwei hinter Serena Williams (USA). Wozniacki, die in Indian Wells zum vierten Mal im Finale stand, tröstet sich mit 500.000 Dollar.

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(Video: Süddeutsche.de, Foto: Getty Images)

Fußball in England: ManUnited ist der 20. Meistertitel kaum noch zu nehmen. Der englische Rekordchampion baute seinen Vorsprung in der Premier League dank eines glanzlosen 1:0 (1:0)-Heimerfolgs gegen den FC Reading auf 15 Punkte aus. Das Siegtor in Old Trafford schoss am Samstagabend Wayne Rooney in der 21. Minute. Die Red Devils von Coach Alex Ferguson profitierten am 30. Spieltag von einem Patzer des Stadtrivalen Manchester City: Der Meister unterlag bei Angstgegner FC Everton trotz 30-minütiger Überzahl mit 0:2 (0:1). Der FC Arsenal wahrte mit einem 2:0 (0:0) bei Swansea City seine Chancen im Rennen um die Champions-League-Plätze. Lukas Podolski fehlte noch, meldete sich aber via Twitter fit. Arsenals erster Verfolger ist mit nun 48 Punkten der FC Everton als Sechster. Im Rennen um die Europapokal-Plätze profitierten die "Toffees", bei denen Thomas Hitzlsperger diesmal nicht zum Aufgebot gehörte, von einem Blamage des zuletzt formstarken Lokalrivalen FC Liverpool. Die "Reds" kassierten eine 1:3 (1:2)-Niederlage beim FC Southampton und fielen damit auf Rang sieben zurück (45).

Der FC Chelsea hat derweil Tottenham Hotspur wieder vom dritten Platz verdrängt. Im Kampf um die Champions-League-Plätze feierten die West-Londoner einen souveränen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen West Ham United. Frank Lampard per Kopfball mit seinem 200. Pflichtspieltor für die Blues (19. Minute) und der Belgier Eden Hazard (50.) waren am Sonntag für Chelsea erfolgreich. Ex-Nationalspieler Marko Marin stand nicht im Kader der Blues beim kleinen Londoner Derby. Das Team von Interimscoach Rafael Benítez hat nun 55 Zähler auf dem Konto und verdrängte Tottenham (54) auf den vierten Platz. Die Spurs, die bereits ein Spiel mehr absolviert haben, kassierten ohne Reservist Lewis Holtby eine 0:1-Heimpleite gegen den FC Fulham.

Nationalelf, Kader: Lukas Podolski meldete sich wieder fit, Toni Kroos gab trotz Verletzungspause Entwarnung, doch am Sonntag sagte Lars Bender ab: Bundestrainer Joachim Löw hat vor den beiden WM-Qualifikationsspielen am Freitag in Kasachstan und vier Tage später gegen die Kasachen in Nürnberg nur geringe Verletzungssorgen zu beklagen. Nach vier beziehungsweise fünf Absagen vor den letzten beiden Länderspielen musste diesmal nur der Leverkusener Lars Bender wegen einer Schleimbeutelentzündung in der linken Ferse absagen. Schon bei der Nominierung nicht berücksichtigt wurden die verletzten Miroslav Klose, Holger Badstuber und Mats Hummels. Von den 23 für die Kasachstan-Spielen nominierten Profis war am Sonntag nur noch der als dritter Torwart berufene Hannoveraner Ron-Robert Zieler im Einsatz. Positivste Nachricht für Löw war jedoch das Okay von Podolski. Der frühere Kölner, der dem FC Arsenal im Champions-League-Spiel bei seinem Ex-Klub Bayern München wegen einer Sprunggelenk-Verletzung gefehlt hatte, wird am Montagabend wie geplant nach Frankfurt/Main reisen. "Ich werde bei der Nationalmannschaft sein und bin glücklich, dass ich zurück bin", twitterte der 27-Jährige. Kroos fehlte den Bayern am Samstag kurzfristig beim 2:1-Sieg bei Bayer Leverkusen wegen einer Schleimbeutel-Entzündung im linken Knie, sein Einsatz für das DFB-Team ist aber nicht gefährdet.

Niederlande, Gewalt: In den Niederlanden ist es knapp dreieinhalb Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Linienrichter erneut zu einem Gewaltakt gegen einen Unparteiischen gekommen. Ein 20-Jähriger aus Leiderdorp wurde am vergangenen Freitag nach einem Freundschaftsspiel in einer Turnhalle von zwei Spielern angegriffen und krankenhausreif geprügelt. Der Schiedsrichter erlitt bei der Attacke in Leiden einen doppelten Kiefer- sowie einen Nasenbeinbruch. Dies berichtet die niederländische Zeitung Telegraaf. Die beiden Angreifer, zwei Brüder im Alter von 15 und 20 Jahren, hatten sich während des von einer Jugendorganisation veranstalteten Spiels ein Wortgefecht mit dem Schiedsrichter geliefert. Als sich die Lage scheinbar wieder beruhigt hatte, schlugen sie auf den Referee - ein Praktikant des Veranstalters - ein. Wenig später wurden die Angreifer von der Polizei zu Hause festgenommen, am Montag geht es vor den Haftrichter. Anfang Dezember war Linienrichter Richard Nieuwenhuizen im Alter von 41 Jahren nach einem Spiel in Almere zusammengeschlagen worden und einen Tag später verstorben.

Fußball, Italien: Juventus Turin strebt mit großen Schritten dem 29. Titel in der italienischen Serie A entgegen. Bayern Münchens Gegner im Viertelfinale der Champions League gewann am Samstag beim FC Bologna mit 2:0 (0:0). Für den Titelverteidiger trafen Mirko Vucinic (62.) und Claudio Marchisio (73.). "Dieser Sieg war mehr wert als drei Punkte. Wir haben wichtige Signale gesendet. Es gibt immer weniger Spieler für die Konkurrenz, uns noch einzuholen", kommentierte Torwart und Juve-Kapitän Gianluigi Buffon. Über den Königsklassen-Gegner FC Bayern sagte der Keeper: "Wir wollen unsere Serie gegen die Deutschen fortsetzen. Allerdings wissen wir, dass wir gegen eine große Mannschaft spielen. Es wäre keine Schande, gegen eine Mannschaft wie den FC Bayern zu verlieren. Das Viertelfinale zu erreichen und gegen die Bayern spielen zu dürfen, ist ein großartiges Resultat." Zuvor hatte Catania Calcio durch ein 3:1 (0:0) gegen Udinese Calcio seine Chancen auf eine Europa-League-Teilnahme gewahrt. Doppelter Torschütze war der Argentinier Alejandro Gomez (49. und 67.), zudem war Francesco Lodi (71.) erfolgreich. Für die Gäste, die in der 57. Minute Alessandro Potenza mit einer Roten Karte verloren, verkürzte Luis Muriel in der 81. Minute zum Endstand.

Handball, Europapokal: Die Füchse aus Berlin haben sich für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen. Der letztjährige Halbfinalist kam am Sonntag beim spanischen Spitzenteam Atletico Madrid zu einem 29:29 (10:13) und hat nun gute Chancen, im zweiten Duell am kommenden Sonntag (18.00 Uhr) den Einzug ins Viertelfinale perfekt zu machen. Die Füchse mussten in der ehemaligen Stierkampf-Arena von Madrid ohne Spielmacher Bartlomiej Jaszka auskommen. Dessen Rolle übernahm Iker Romero, der mit sieben Toren bester Füchse-Werfer war. Die Anfangsphase war geprägt von vielen Berliner Fehlern, die Atletico zu schnellen Gegenstößen einluden. Außerdem brachte Torwart Magnus Dahl die Füchsespieler mit guten Paraden immer wieder zu Verzweiflung. Im ersten Durchgang vergaben die Berliner hochkarätige Chancen im halben Dutzend (zwei Siebenmeter), so dass die Gastgeber nach 17. Minuten mit 8:4 führten. Zur Halbzeit lagen die Füchse mit 10:13 hinten. Im zweiten Abschnitt kamen die Berliner aber immer besser ins Spiel. Johannes Sellin erzielte in der 42. Minute das 20:19 - die erstmalige Führung. Doch es kam noch besser: Der Vorsprung wuchs zeitweise auf drei Treffer an. Im Schlussspurt drehte Atletico angefeuert von seinen lautstarken Fans aber auf und verhinderte zumindest eine Niederlage.

DEL, Play-offs: Die Grizzly Adams Wolfsburg haben sich zum fünften Mal nacheinander für das Viertelfinale in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) qualifiziert. Der Vizemeister von 2011 gewann am Sonntag das entscheidende dritte Match bei den Nürnberg Ice Tigers mit 5:3 und setzte sich in der Pre-Play-off-Serie "Best of Three" mit 2:1 durch. Im Viertelfinale bekommen es die Grizzlys ab Mittwoch mit dem Hauptrunden-Sieger Adler Mannheim zu tun. Die Straubing Tigers, die zuvor Augsburg ausgeschaltet hatten, treten bei den Kölner Haien an. Die Gastgeber dominierten deutlich das erste Drittel. Die Wolfsburger hatten große Probleme ins Spiel zu finden und waren mit dem 0:1 durch das Tor von Steven Reinprecht noch gut bedient. Im zweiten Drittel traten die Wolfsburger viel bissiger auf. Der Lohn: Ein Doppelschlag durch Norman Milley (24./30.) zum 2:1. Die Nürnberger antworteten mit wütenden Angriffen. Doch Wolfsburgs Top-Torjäger Matthew Dzieduszycki erhöhte in Überzahl mit einem straffen Schlagschuss (98 km/h) auf 3:1. Tyler Haskins legte zum 4:1 nach, Yan Stastny verkürzte auf 2:4. Die Entscheidung fiel durch Justin Mercier, James Pollock schaffte nur noch das 3:5.