Wintersport 45-jährige Claudia Pechstein gewinnt Weltcup-Rennen

Ivanie Blondin (links, 27 Jahre) und Martina Sablikova (rechts, 30 Jahre) belegen die Plätze hinter Claudia Pechstein (45 Jahre).

(Foto: REUTERS)
  • Claudia Pechstein gewinnt den Eisschnelllauf-Weltcup in Stavanger.
  • Mit 45 Jahren ist sie die älteste Weltcupsiegerin der Geschichte - einen Startplatz bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hat sie mit diesem Ergebnis fast sicher.

Ein Sponsor und guter Freund von Claudia Pechstein hat sich am Sonntag nach dem sensationellen Weltcup-Erfolg der 45-jährigen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin etwas Besonders ausgedacht. Er spendierte der Berlinerin den Rückflug von Stavanger nach Berlin in einem privaten Learjet.

Pechstein hatte am Sonntag als älteste Weltcupsiegerin der Eisschnelllauf-Geschichte einen Überraschungserfolg auf ihrer Spezialdistanz über 5000 Meter verbucht und in 6:56,60 Minuten ihren 33. Weltcupsieg unter Dach und Fach gebracht. Sie schlug die Kaandierin Ivanie Blondin (Kanada/6:57,34 Minuten/27 Jahre alt) und Weltmeisterin Martina Sablikova (Tschechien/6:59,95/30 Jahre)

"Das was heute passiert ist, kann man nicht beschreiben. Unglaublich, unfassbar", sagte Pechstein. "Ich habe hier Eisschnelllauf-Geschichte geschrieben. In diesem Alter wird wohl nie wieder einer Athletin ein Weltcupsieg gelingen. Aber für Pyeongchang hat das keine Aussagekraft. Außer, dass ich jetzt aufgrund der guten Zeit auch einen guten Startplatz bei Olympia erhalten werden", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Pechstein, die bereits 1992 bei den Spielen in Albertville auf dem Eis gestanden und seinerzeit Bronze gewonnen hatte, hatte zuletzt im November 2014 in Seoul einen Weltcup gewonnen. Die Winterspiele in Südkorea finden zwischen dem 9. und 25. Februar statt, am Rande der Wettkämpfe würde Pechstein ihren 46. Geburtstag (22. Februar) feiern.

Die Erfüllung der nationalen Norm ist ein entscheidendes Kriterium für das Startrecht bei Olympischen Spielen, gleichbedeutend mit der Qualifikation ist sie aber nicht. Die Startplätze - über 5000 m der Frauen sind zwölf zu vergeben - werden vom Weltverband ISU über ein Punkte- und Zeitranking an die nationalen Verbände verteilt, das erst nach dem vierten Weltcup in Salt Lake City/USA (8. bis 10. Dezember) final feststeht.

Ein Startplatz über das Zeitranking ist der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) dank Pechstein nun aber sicher, da die 5000 Meter nur in Stavanger auf dem Programm standen. Ins Punkteranking fließen auch die Ergebnisse aus den 3000-m-Läufen ein.

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