Wintersport Biathlon-WM: Fourcade besiegt einen 42-Jährigen - Schempp stolpert

Gewinnt überlegen: Martin Fourcade

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa)
  • Im Sprint der Männer gewinnt der Franzose Martin Fourcade mit null Fehlern überlegen vor dem Rest des Feldes.
  • Der Norweger Ole Einar Björndalen wird mit 42 Jahren Vize-Weltmeister.
  • Die deutschen Athleten verpassen die Medaillen klar.

Die deutschen Biathleten sind beim WM-Sprint in Oslo am Podest vorbeigelaufen. Beim überlegenen Sieg des Franzosen Martin Fourcade vor dem 42 Jahre alten Ole Einar Bjørndalen und Sergej Semenow aus der Ukraine war Arnd Peiffer als Siebter nach fehlerfreiem Schießen bester deutscher Athlet. Der als Mitfavorit gehandelte Simon Schempp beendete das Zehn-Kilometer-Rennen nach einer Strafrunde auf Platz acht. Dazu stolperte Schempp auf der Zielgerade und legte sich zehn Meter vor der Ziellinie noch in den Schnee.

"Ein Fehler kann in einem Sprint mal passieren. Es war aber klar, dass die Medaillenränge mit null Fehlern vergeben werden", sagte Schempp, dessen läuferische Verfassung eigenen Angaben zufolge "Auftrieb" gab. Im Verfolgungsrennen am Sonntag muss Peiffer 42 Sekunden aufholen, Schempp hat 43 Sekunden Rückstand.

"Ich habe nicht den allerbesten Tag gehabt, aber immerhin noch das Optimum herausgeholt", sagte Peiffer: "In der letzten Runde habe ich mich sehr schwergetan." Vize-Weltmeister Björndalen war entsprechend glücklicher: "Das ist unglaublich. Ein optimaler Start", sagte Björndalen. "Fourcade ist der beste Athlet im Moment. Läuferisch ist er super."

Verfolgungs-Weltmeister Erik Lesser leistete sich zwei Schießfehler. Der Thüringer wurde 19. und startet am Sonntag 1:18 Minuten hinter Fourcade. Benedikt Doll musste dreimal in die Strafrunde, schaffte es nicht in die Top 30 und muss 1:40 Minuten aufholen. Das Duo hat damit nur noch geringe Chancen im Verfolgungsrennen am Sonntag.