Verein trennt sich von Nerlinger Sammer wird Sportdirektor bei Bayern München

Überraschung in München: Die Karriere von Christian Nerlinger als Manager beim FC Bayern München ist wohl vorbei. Nach zwei titellosen Spielzeiten wird Matthias Sammer den DFB verlassen. Er soll den Münchnern wieder den erhofften Erfolg bringen.

Die Europameisterschaft ist gerade erst vorbei, da macht der FC Bayern München schon wieder Schlagzeilen in der Bundesliga. Matthias Sammer löst beim deutschen Rekordmeister den bisherigen Sportdirektor Christian Nerlinger ab. Sammer werde mit sofortiger Wirkung als Sport-Vorstand fungieren, bestätigte der Verein.

Sammer kommt zum FC Bayern "Ein Mann für 100 Prozent"

Matthias Sammer gibt seinen Posten als Sportdirektor beim DFB auf und heuert bei Bayern München an. Dort wird er den Posten des Sportvorstands innehaben. Mit Sammer könnte auch ein neues System bei den Münchner einkehren, das vor allem auf den Nachwuchs ausgerichtet ist.

(Video: SID, Foto: Reuters, Foto: REUTERS)

Der 44-jährige ehemalige Nationalspieler und Europameister von 1996 wird Nerlinger, 39, ablösen. Die Freigabe für Sammer durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) liegt angeblich schon vor. Eine Bestätigung durch den DFB gibt es noch nicht.

Sammer ist seit 1. April 2006 als Sportdirektor beim DFB tätig. Zuvor gewann er als Trainer bei Borussia Dortmund 2002 die Deutsche Meisterschaft. Unter Manager Nerlinger sollte für den FC Bayern 2009 eine neue Ära beginnen. Nachdem Uli Hoeneß das Amt jahrzehntelang ausgefüllt hatte, plante der Klub einen Umbruch, bei dem der frühere Bayern-Spieler Nerlinger eigentlich die sportlich-organisatorische Hauptrolle spielen sollte.

Doch Nerlinger hatte so seine Probleme mit der neuen Herausforderung: In der Öffentlichkeit wirkte er oft dünnhäutig und blass, dazu fehlte ihm offenbar auch intern die nötige Autorität. Schon beim Rauswurf von Louis van Gaal hatte das Standing Nerlingers im Verein deutlich Schaden genommen, weil er als einer der wenigen Verantwortlichen dem Holländer lange Zeit vertraute. Erst als Hoeneß sich einschaltete, trennte sich der Klub letztlich von dem umstrittenen Coach.

Nicht richtig lag Nerlinger mit seinen Transfer-Entscheidungen. Spieler wie Rafinha, Takashi Usami oder Nils Petersen erwiesen sich als wenig hilfreich. Ein richtig großer Einkauf ist - abgesehen von den bereits verpflichteten Pizarro, Mandzukic und Shaqiri - derzeit auch nicht in Sicht.

Der FC Bayern geht in seine zweite und zugleich letzte Saison unter Trainer Jupp Heynckes. Als möglicher Nachfolger im Sommer 2013 wird unter anderem Pep Guardiola gehandelt, jahrelang erfolgreicher Coach des FC Barcelona.

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