Transfer Chinesischer Verein kauft Brasilianer für 50 Millionen

Alex Teixeira wird in Zukunft nicht mehr für Donezk auflaufen - sondern für JS Suning.

(Foto: AFP)

Alex Teixeira wechselt für eine Rekordsumme von Donezk nach Fernost. Ein Amateurklub erstaunt im niederländischen Pokal. Borussia Dortmund bindet eine Identifikationsfigur.

Fußball, China: Der chinesische Erstligist JS Suning hat sich für 50 Millionen Euro die Dienste des brasilianischen Fußball-Profis Alex Teixeira gesichert. Das teilte sein bisheriger Verein Schachtjor Donezk am Freitagmorgen mit. Der Club aus der Ukraine veröffentlichte dabei auch die Transfersumme. Mit 50 Millionen ist der 26 Jahre alte Teixeira der bislang teuerste Einkauf in der chinesischen Liga. Jüngst war Jackson Martinez von Atlético Madrid für 42 Millionen Euro zu Guangzhou Evergrande gewechselt.

Teixeira spielte seit Dezember 2009 für Schachtjor. Er gewann mit dem Verein seitdem fünfmal die ukrainische Meisterschaft. In wettbewerbsübergreifend 223 Einsätzen kam der Südamerikaner auf 89 Tore. An Teixeira soll auch der FC Liverpool mit dem deutschen Trainer Jürgen Klopp Interesse gehabt haben. Für Suning ist Teixeira nicht der erste teure Einkauf in diesem Jahr. Der Verein aus Nanjing verpflichtete für 28 Millionen Euro bereits Teixeiras Landsmann Ramires vom englischen Meister FC Chelsea.

Fußball, Borussia Dortmund: Torhüter Roman Weidenfeller bleibt Borussia Dortmund trotz seiner Rolle als Ersatzmann treu. Der Weltmeister ohne Einsatz verlängerte seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim BVB am Freitag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2017. Seinen Stammplatz hat der 35-Jährige an Roman Bürki verloren. "Roman Weidenfeller war und ist mit seiner sportlichen und menschlichen Qualität ein wichtiger Bestandteil unseres Kaders und weist ein hohes Maß an Identifikation auf", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

"Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam weiter in die Zukunft gehen." Weidenfeller ist seit seinem Wechsel vom 1. FC Kaiserslautern nach Dortmund 2002 im Verein. Mit dem BVB wurde er zweimal Meister, einmal Pokalsieger und erreichte das Champions-League-Finale 2013 gegen Bayern München (1:2). "Ich fühle mich nach 14 Jahren heimisch in Dortmund", sagte er: "Ich bin glücklich und dankbar, auch weiterhin ein Teil der neuen, positiven Entwicklung des BVB zu sein."

Fußball, Niederlande: Erstmals seit 1975 steht in den Niederlanden wieder ein Amateurklub im Halbfinale des Fußball-Pokalwettbewerbs. Die Voetbal Vereniging Sint Balo (VVST) aus dem südholländischen Örtchen Noordwijkerhout siegte im Viertelfinale am Donnerstag sensationell beim Zweitligisten FC Den Bosch mit 3:2 (0:2). In der Startelf der VVST stand kein einziger Spieler mit Profi-Erfahrung. Im Halbfinale tritt der Klub aus der höchsten Amateurliga Topklasse am 2. März auswärts beim Erstligisten FC Utrecht an, der überraschend Meister und Tabellenführer PSV Eindhoven ausgeschaltet hatte. Im zweiten Halbfinalspiel treffen Feyenoord Rotterdam und der AZ Alkmaar aufeinander.

Basektball, Euroleague: Der deutsche Meister Brose Baskets Bamberg hat in der Euroleague wieder in die Erfolgsspur gefunden. Gegen den spanischen Spitzenklub FC Barcelona gewannen die Franken am sechsten Spieltag der Top-16-Runde 74:70 (35:32) und feierten ihren ersten Sieg nach zuletzt zwei Pleiten. Mit einer Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen hat das Team von Trainer Andrea Trinchieri weiter alle Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale.

"Wir haben gegen ein Final-Four-Team gewonnen. Daher habe ich meinen Spielern gesagt, dass sie der Stadt einen großen Sieg geschenkt haben", sagte Trinchieri, der von einer "beispielhaften Verteidigungsleistung des gesamten Teams" sprach: "Der Sieg bedeutet in der Gesamtheit nicht viel, aber er zeigt, dass wir wieder atmen."

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Bamberg lief zunächst einem Rückstand hinterher, übernahm aber dann im zweiten Viertel Schritt für Schritt das Kommando. Angeführt von den starken Janis Strelnieks (16 Punkte) und Darius Miller (15), die aus einer ausgeglichenen Bamberger Mannschaft herausragten, erkämpften sich die Franken ein Polster, das sie letztlich über die Zeit brachten. Bei den Gästen war Justin Doellman mit 19 Punkten am treffsichersten. Die ersten Vier der beiden Achtergruppe erreichen nach 14 Spieltagen das Viertelfinale. Der zweite deutsche Teilnehmer Bayern München war in der Hauptrunde ausgeschieden.

Basketball, NBA: Die Los Angeles Lakers haben angeführt von Kobe Bryant nach der Niederlagenserie den zweiten Sieg nacheinander in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA erzielt. Der einstige Erfolgsclub bezwang am Donnerstag auswärts die New Orleans Pelicans mit 99:96. Die Vorentscheidung fiel im zweiten Viertel, das die Lakers mit 13 Punkten Vorsprung (33:20) zu ihren Gunsten entschieden und dadurch mit elf Zählern mehr als die Pelicans (59:48) in die Halbzeit gingen.

Der 37 Jahre alte Bryant, der seine Karriere nach dieser Saison beenden will, kam in der Partie auf 27 Zähler und holte zwölf Rebounds. Den Gastgebern nützten auch 39 Punkte von Anthony Davis nichts. Für die Lakers war es dennoch erst der elfte Saisonsieg bei 41 Niederlagen. Das Team hatte zuletzt zehn Pleiten nacheinander kassiert und ist nach wie vor die zweitschlechteste Mannschaft in der NBA. Die Pelicans stehen mit einer Bilanz von 18 Siegen und 31 Niederlagen auch nicht viel besser da.

Biathlon, Weltcup: Simon Schempp ist zum Auftakt des Biathlon-Weltcups im kanadischen Canmore im Sprint auf Rang drei gelaufen. Der 27-Jährige blieb am Donnerstag über 10 Kilometer ohne Strafrunde und musste sich nur den ebenfalls fehlerfreien Martin Fourcade aus Frankreich und Anton Schipulin aus Russland geschlagen geben. Schempp lieferte vor der Kulisse der Rocky Mountains die drittbeste Laufzeit ab und hatte am Ende 18,7 Sekunden Rückstand auf Fourcade, der seinen 43. Weltcupsieg holte. Zu Rang zwei fehlten dem viermaligen Saisonsieger nur drei Sekunden. Für Schempp war es der achte Podestplatz in diesem Winter. Arnd Peiffer und Erik Lesser verpassten die Top Ten knapp.

Fußball, HSV: Im Training des Hamburger SV hat Ivo Ilicevic seinem Mitspieler Michael Gregoritsch einen Kopfstoß verpasst. Trainer Bruno Labbadia schloss Sanktionen nicht aus. "Es war ein emotionales Training, bei dem aber über das Ziel hinausgeschossen wurde. Ich werde am Freitag mit beiden Spielern noch einmal reden", sagte der 49-Jährige. Nach einer harten Attacke seines Teamkollegen hatte Ilicevic dem Österreicher einen Kopfstoß versetzt. Beim Zweikampf zwischen den beiden Profis verletzte sich Gregoritsch am Schienbein und am Knöchel. Anschließend entschuldigte sich der Kroate per Handschlag für seine Tätlichkeit. Labbadia: "Das war wichtig."

Am Sonntag spielt der HSV um 15.30 Uhr gegen den 1. FC Köln. Nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen würden sich die Norddeutschen mit einer weiteren Heimniederlage wieder im letzten Tabellendrittel festsetzen. "Aber ich baue natürlich auf die Unterstützung unserer Zuschauer", sagte der Coach. Auch finanziell steht der HSV nach wie vor nicht sonderlich gut da. Sportlich wie finanziell sei der Klub ein Sanierungsfall, hatte Finanzvorstand Frank Wettstein in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Finance erklärt. Die aktuellen Verbindlichkeiten des Traditionsvereins bezifferte der 42-Jährige auf 90 Millionen Euro.