Slalom-Weltcup "Das wurde auch Zeit, oder?"

Siegerin beim Slalon in Santa Caterina: die Norwegerin Nina Løseth.

(Foto: dpa)

Die Norwegerin Nina Løseth freut sich nach dem Slalom in Santa Caterina über ihren ersten Weltcup-Sieg, Maren Wiesler wird Elfte. NBA-Legende Steve Nash kauft Real Mallorca. Franck Ribéry macht sich und Uli Hoeneß Hoffnung.

Slalom, Santa Caterina: Skirennfahrerin Maren Wiesler hat mit Rang elf beim Slalom in Santa Caterina das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere erreicht. Wie Christina Geiger auf Platz 16 sammelte Wiesler am Dienstag damit zudem wichtige Zähler, um nach der bislang durchwachsenen Saison in der Startliste nicht aus den Top 30 zu fallen. Der Sieg im Ersatzrennen für Zagreb ging an Nina Løseth. Die Norwegerin war bei ihrem Premierenerfolg 1,12 Sekunden schneller als Sarka Strachova aus Tschechien. "Das wurde auch langsam Zeit, oder?", fragte die glückliche Sportlerin. "Wir fahren heute noch sechseinhalb Stunden, aber vielleicht öffne ich im Auto eine Flasche Champagner." Dritte wurde Veronika Velez-Zuzolova aus der Slowakei. Lena Dürr, Elisabeth Willibald und Barbara Wirth hatten die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst.

Fußball, Spanien: Der ehemalige Basketballer Steve Nash, sechs Jahre lang Mannschaftskollege von Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks, hat zusammen mit einigen Geschäftspartnern die Aktienmehrheit beim spanischen Fußball-Zweitligisten Real Mallorca übernommen. Der deutsche Manager und bisherige Besitzer Utz Claasen wird einen Großteil seiner Aktien abgeben, jedoch weiter Präsident des akut abstiegsbedrohten Klubs bleiben. Nash und seine Partner, zu denen die Eigentümer des NBA-Klubs Phoenix Suns gehören, erwarben im Rahmen einer Kapitalerhöhung Anteile im Wert von knapp 21 Millionen Euro. Sie halten damit 80 Prozent der Aktien. Claasen gehören künftig noch 20 Prozent.

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Fußball, FC Bayern: Bayerns langzeitverletzter Flügelspieler Franck Ribéry hat sich für das Jahr 2016 nicht nur selbst viel vorgenommen, sondern erwartet auch, dass sein väterlicher Freund Uli Hoeneß für Furore sorgt. "2016 wird für ihn und mich ein wichtiges Jahr - wir wollen beide wieder angreifen!", sagte der Franzose der Sport Bild über den einstigen Patron des Fußball-Rekordmeisters. Ribéry (32) fügte hinzu, dass er viel Kontakt zu Hoeneß habe, der mittlerweile als Freigänger eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung verbüßt. "Wir sehen uns häufig. Er ist wieder voll aktiv, es freut mich zu sehen, wie gut es ihm geht", sagte Ribéry über den früheren Präsidenten, der am Dienstag seinen 64. Geburtstag feierte. Bereits in diesem Frühjahr könnte Hoeneß auf Bewährung aus dem Gefängnis kommen.

Basketball, NBA: Die Utah Jazz mit dem deutschen Nationalspieler Tibor Pleiß haben in der US-Profi-Liga NBA ihr Heimspiel gegen die Houston Rockets mit 91:93 verloren. In der engen Begegnung am Montag (Ortszeit) stand Pleiß 12:36 Minuten auf dem Feld, holte fünf Rebounds und erzielte zwei Punkte. Utah kassierte die 18. Saisonniederlage. Bester Werfer beim Gastgeber war Rodney Hood mit 23 Punkten, bei Houston kam James Harden auf 30 Zähler.

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Cricket, Indien: Ein Schüler im indischen Mumbai hat wohl einen mehr als 100 Jahre alten Rekord im Kricket übertroffen. Der 15-jährige Pranav Dhanawade habe in einem zweitägigen Schulturnier 1009 Punkte (Runs) erzielt, sagte ein Sprecher der Kricket-Vereinigung Mumbais am Dienstag. Bisheriger Rekordhalter ist laut indischen Medien der Brite A.E.J. Collins, der im Jahr 1899 im Clifton College 628 Punkte holte. Der Sprecher der Kricket-Vereinigung sagte, es sei noch unklar, ob das Spielfeld den Regularien entsprochen habe und der Rekord anerkannt werde. Dhanawade ist laut der indischen Zeitung "dna" der Sohn eines Auto-Rikscha-Fahrers. "Nach seinem riesigen Innings (Spielphase, in der eine der beiden Mannschaften Punkte erzielt) hat er Krämpfe bekommen", sagte sein Vater der Zeitung. Dabei soll sein Kricket-Schläger sogar gebrochen gewesen sein, wie der Youngster der Zeitung "Mid-Day" berichtete: "Da das Ende meines Schlägers einen Riss hatte, habe ich versucht, den Ball in der Mitte zu nehmen und gegen die Spielfeldgrenze zu schlagen." Schließlich habe er seinen Schläger getauscht. Und seine Mitspieler hätten ihm auch Zuckerwasser gegeben, damit er die vielen Stunden durchhalten konnte.

Skispringen, Gregor Schlierenzauer: Für den formschwachen Skispringer Gregor Schlierenzauer ist die 64. Vierschanzentournee vorzeitig beendet. Österreichs Nationaltrainer Heinz Kuttin verzichtet beim Finale am Mittwoch in Bischofshofen kurzfristig auf den 25-Jährigen, der sowohl in Oberstdorf als auch Innsbruck den zweiten Durchgang verpasst hatte. Für Schlierenzauer wird der ebenfalls formschwache Thomas Diethart, Tournee-Sieger von 2013/2014, ins ÖSV-Team rücken. Diethart hat in dieser Saison noch kein Weltcup-Springen bestritten.

"Ich habe längst akzeptiert, dass ich hinterherspringe", schrieb Schlierenzauer auf seiner Homepage: "Sie nehmen mir damit eine Last von den Schultern, die zuletzt immer größer geworden ist. Ich wollte die Tournee unbedingt durchspringen, aber es passt so ganz und gar nichts zusammen, und mir fallen auch keine Antworten mehr ein." Ein Start bei der Skiflug-WM am Kulm (14. bis 17. Januar) ist für den Weltmeister von 2008 kaum denkbar. "Wie es weitergeht, wird man sehen", schrieb der Rekord-Weltcupsieger und zweimalige Tournee-Gewinner. Vor der Tournee hatte er bereits die Weltcups in Kuusamo/Finnland und Nischni Tagil/Russland ausgelassen.

Tennis, Auckland: Fed-Cup-Spielerin Julia Görges (Bad Oldesloe) ist beim WTA-Turnier im neuseeländischen Auckland mühelos ins Achtelfinale eingezogen. Die 27-Jährige gewann ihr Auftaktmatch gegen die Tschechin Lucie Hradecka in nur 58 Minuten mit 6:0, 6:3 und trifft in der nächsten Runde auf Hradeckas Landsfrau Barbora Strycova. Neben Görges steht auch Carina Witthöft bei dem mit 250.000 Dollar dotierten Hartplatzturnier in der Runde der letzten 16. Die Hamburgerin hatte bereits am Montag das deutsche Duell mit Tatjana Maria (Bad Saulgau) 6:2, 7:6 (7:3) für sich entschieden. Im Achtelfinale bekommt es Witthöft mit der Amerikanerin Sloane Stephens zu tun.

Volleyball, Olympia-Qualifikation: Deutschlands Volleyballerinnen haben gegen ihren inzwischen ungeliebten Erfolgstrainer Giovanni Guidetti einen ersten Schritt in Richtung Olympia 2016 gemacht. Zum Auftakt des Qualifikations-Turniers in Ankara gewann die DVV-Auswahl gegen den von Guidetti trainierten EM-Zweiten Niederlande nach großem Kampf mit 3:2 (26:28, 25:22, 25:22, 20:25, 15:11) und verbuchte die ersten beiden Punkte.

Nur der Sieger des Acht-Nationen-Turniers löst das Ticket für Rio. Der Zweit- und Drittplatzierte des Turniers erhält bei einem Achterturnier in Japan (Zeitraum 14. Mai bis 5. Juni) eine zweite Chance. Die Mannschaft von Guidettis Nach-Nachfolger Felix Koslowski trifft in ihrem nächsten Spiel am Dienstag (18.30 MEZ) auf Gastgeber Türkei, zum Abschluss dann am Mittwoch (15.30) auf Kroatien. Die ersten beiden jeder Gruppe erreichen die Finalrunde am 8. und 9. Januar.