Rückspiel-Erfolg gegen Breslau Hannover stürmt in die Europa League

Nach dem VfB Stuttgart qualifiziert sich auch Hannover 96 für die Gruppenphase der Europa League - gegen Breslau heißt es am Ende 5:1. Lazio Rom und Inter Mailand sind ebenfalls weiter, der PSV Eindhoven schafft ein außergewöhnliches Ergebnis.

Hannover 96 hat zum zweiten Mal nacheinander die Gruppenphase der Europa League erreicht. Eine Woche nach dem 5:3 im Playoff-Hinspiel bei Slask Breslau kamen die Niedersachsen im zweiten Duell mit dem polnischen Meister zu einem klaren 5:1 (2:1) und sind damit mindestens bis zum Jahresende international vertreten. Die nächsten 96-Gegner werden bei der Auslosung am Freitag (13.00 Uhr) ermittelt.

Tor gegen Breslau: Hannovers Artur Sobiech (vorne).

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Vor 26.200 Zuschauern mussten die Platzherren allerdings zunächst einen Dämpfer verkraften. Przemyslaw Kazmierczak brachte die Polen in Führung (10. Minute), doch nach einer Roten Karte für Tomasz Jodlowiec und dem von Mohammed Abdellaoue anschließend souverän verwandelten Foulelfmeter (22.) drehte der Bundesligist das Spiel. Szabolcs Huszti (35., 87.) und Artur Sobiech (68., 84.) erzielten als jeweils zweifache Torschützen die weiteren Treffer für den Viertelfinalisten der vergangenen Saison.

"Die Stimmung ist sehr gut, vor allem wenn man jetzt zehn Tore in zwei Spielen macht", sagte Hannovers Steven Cherundolo. Trotzdem gehe man auch kritisch miteinander um, das Team wolle sich schließlich weiter verbessern, fügte der Amerikaner hinzu. "Ich finde es erst mal ganz fantastisch, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht aufgehört haben nach dem 2:1 und fünf Tore gemacht haben", lobte Trainer Mirko Slomka.

Slomka hatte von seiner Mannschaft trotz des komfortablen Polsters aus dem Hinspiel einen konzentrierten Beginn und ein frühes Tor gefordert. Die Profis schienen ihrem Coach Folge leisten zu wollen. Abdellaoue (1.) sowie zweimal Jan Schlaudraff (4. und 5.) kamen früh zu ersten guten Chancen. Nach einer Ecke wuchtete dann aber Slasks Kazmierczak den Ball ins 96-Tor.

Die mitgereisten Anhänger aus Breslau feierten den Treffer mit dem Zünden von Pyrotechnik und Böllern. Bereits vor dem Spiel hatte die Polizei rund 70 offenbar gewaltbereite Fans aus Polen in Gewahrsam genommen.

Hannover zeigte sich von all dem unbeeindruckt und wurde belohnt. Jodlowiec rammte den einschussbereiten Jan Schlaudraff kurz vor dem Tor um und Schiedsrichter Sergej Karasew entschied auf Strafstoß sowie Platzverweis für den polnischen Innenverteidiger. Abdellaoue ließ ich die Möglichkeit zum Ausgleich nicht entgehen.

In der Folgezeit nutze Slomkas Mannschaft die numerische Überlegenheit gekonnt aus. Huszti traf mit einem feinen Lupfer, weitere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt. Auch nach der Pause dominierte Hannover den dezimierten Gegner nach Belieben. Allerdings agierten die Niedersachsen phasenweise nicht mehr ganz so zwingend. Doch dann traf Sobiech nach Hereingabe von Konstantin Rausch. In der Schlussphase erhöhten Sobiech und Huzsti.