Remis gegen Spanien Rugby-Spieler feiern Klassenerhalt

Jubel in der Kabine: die deutsche Rugby-Nationalmannschaft.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Zuerst vergibt die deutsche Nationalmannschaft den Sieg, verhindert aber den Abstieg. Sophie Scheder gewinnt als erste deutsche Turnerin im Weltcup. Neureuther und Dopfer fahren im Riesenslalom hinterher.

Rugby: Die deutsche Nationalmannschaft hat im letzten EM-Gruppenspiel durch ein 17:17 gegen Spanien den Klassenverbleib in der Division 1A perfekt gemacht. Das Team von Nationaltrainer Kobus Potgieter zeigte am Samstag in Köln eine starke Leistung und hatte die favorisierten Spanier am Rande einer Niederlage. Dank des Unentschiedens beendete die DRV-Auswahl die EM-Gruppe mit acht Punkten auf Rang fünf vor Absteiger Portugal (sechs). Die Portugiesen verloren ihr letztes Match mit 21:53 gegen Russland. Sieger des zweijährigen Wettbewerbs wurde WM-Teilnehmer Georgien mit 41 Punkten.

Turnen: Sophie Scheder hat für den ersten Sieg einer deutschen Turnerin in der 2011 etablierten Weltcupserie gesorgt. Die 19 Jahre alte Chemnitzerin gewann am Samstag in Stuttgart den Mehrkampf mit 57,032 Punkten und sicherte sich die 16 000 Schweizer Franken (14 600 Euro) Preisgeld. Glanzstück ihres Vierkampfes vor 4500 begeisterten Zuschauern war die Übung am Stufenbarren, für die sie mit 15,033 Punkten die Tageshöchstnote erhielt.

Für das bislang beste Ergebnis in der Geschichte des Mehrkampf-Weltcups in Stuttgart hatten die Lokalmatadorinnen Kim Bui und Elisabeth Seitz in den Jahren 2011 und 2012 mit jeweils zweiten Rängen gesorgt. Die WM-Dritte Pauline Schäfer präsentierte erstmals nach fast einem Jahr wieder den von ihr kreierten "Schäfer-Salto" am Schwebebalken. Sie patzte jedoch wenig später bei einem gymnastischen Sprung an ihrem Lieblingsgerät. Damit reichte es im Vierkampf für die Saarländerin nur zum fünften Platz (54,698).

Bayerischer Scheiterhaufen

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Platz zwei ging an die Kanadierin Isabela Onyshko (56,665) vor der US-Amerikanerin Amelia Hundley (56,499).

Handball: Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt und der Rhein-Neckar Löwen haben die erste Aufgabe im Achtelfinale der Champions League erfolgreich gelöst. Die Flensburger setzten sich am Samstag im Hinspiel beim französischen Vertreter Montpellier AHB mit 28:27 (15:13) durch, die Mannheimer siegten beim kroatischen Rekordmeister Croatia Zagreb mit 24:23 (10:12).

Johan Jakobsson sicherte mit einem Treffer in letzter Sekunde den Sieg der Flensburger. Teamkollege Holger Glandorf gab sich vor dem Rückspiel am Ostersonntag (17.00 Uhr) in eigener Halle optimistisch: "Mit den Fans im Rücken werden wir das schaukeln", sagte der Linkshänder im TV-Sender Sky. Bester Werfer der Löwen, die ebenfalls am Ostersonntag (19.30 Uhr) vor heimischem Publikum das zweite Spiel bestreiten, war Uwe Gensheimer (7/2).

Im EHF-Pokal hat der SC Magdeburg den vorentscheidenden Schritt in Richtung Viertelfinale verpasst. Beim bislang sieglosen dänischen Club Aalborg HSH unterlagen die Bördestädter in der Gruppe A mit 25:26 (11:15). Gut vier Minuten vor dem Ende hatte der SCM noch mit 25:24 geführt, doch in der Schlussphase gelang der Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert, der eine Sekunde vor Ende der Partie die Rote Karte sah, kein Tor mehr.

Frisch Auf Göppingen wahrte in Gruppe B mit dem 36:23 (16:12) gegen das Team Tvis Holstebro aus Dänemark seine Chancen auf das Erreichen des Viertelfinales. Die Schwaben, die in Adrian Pfahl (8) ihren besten Schützen hatten, drehten nach einem 8:10-Rückstand (18.) auf und ließen den Gästen in der Folgezeit keine Chance mehr.

Skifliegen: Ein sehr guter Richard Freitag war im Team der deutschen Skiflieger zu wenig. Mit einem enttäuschenden fünften Rang haben die Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster am Samstag im slowenischen Planica den letzten Mannschafts-Wettbewerb der Skisprung-Saison beendet. Stephan Leyhe, Severin Freund, Markus Eisenbichler und Freitag sammelten 1473,3 Punkte. Sieger wurde das Weltmeister-Team aus Norwegen mit Daniel Andre Tande, Anders Fannemel, Kenneth Gangnes und Daniel Andre Forfang. Das Quartett erreichte 1627,4 Zähler und verwies Slowenien mit 1569,0 Punkten auf Rang zwei. Dritter wurde mit nur einem Zehntel Rückstand Österreich. "Wir haben für diese Anlage zu wenig Substanz in der Mannschaft", meinte Schuster im ZDF schonungslos. Andere Nationen wie Norwegen, Slowenien und auch Österreich hätten mindestens drei Athleten, die die 230 Meter jederzeit drauf hätten. "Wir haben zwei gute", betonte Schuster.

Ski alpin: Felix Neureuther und Fritz Dopfer haben beim letzten Riesenslalom der Saison in St. Moritz enttäuscht. Am vorletzten Tag des Weltcup-Finals wurde Neureuther nur 18. und lag 2,52 Sekunden hinter Sieger Thomas Fanara aus Frankreich. Dopfer war als 17. (+2,39) nur unwesentlich besser. Fanara führte bei seinem ersten Weltcup-Erfolg einen französischen Dreifachsieg an, den Alexis Pinturault (+0,02) und Mathieu Faivre (+0,14) komplettierten. Der Österreicher Marcel Hirscher, der bereits als Sieger im Gesamt- und Riesenslalom-Weltcup feststand, wurde Fünfter (+0,92). Stefan Luitz schied aus, für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.