Radsport Jan Ullrichs neuer Chef verharmlost dessen Dopingvergehen

Jan Ullrich: Neuer Job im Radsport

(Foto: dpa)

Verglichen mit Vorgängen in Russland sei die Dopingpraxis von Jan Ullrich "harmlos" gewesen, sagt Rund-um-Köln-Organisator Tabat. Ullrich sei ein Opfer des Systems gewesen.

Rund-um-Köln-Organisator Artur Tabat hat die Verpflichtung von Jan Ullrich als Sportlicher Leiter des Radrennens verteidigt und die Dopingvergangenheit des früheren Toursiegers verharmlost. "Kritische Stimmen gibt es immer. Aber schauen Sie sich an, was in Russland mit Doping passiert. Da war das früher doch harmlos", sagte der 75-Jährige dem Sportinformationsdienst am Dienstag.

Für Tabat war Ullrich, der als Dopingsünder überführt und gesperrt wurde, ein Opfer des damaligen Systems. "Er war ein ganz ehrlicher junger Mann, ein fairer Sportsmann, der sauber Amateur-Weltmeister wurde. Dann fuhr er bei den Profis zwei Jahre hinterher. Wenn alle einen Porsche fahren, und du kommst mit einem Käfer daher, dann willst du auch mehr PS", sagte Tabat, "und dann kommt einer, der zeigt, wie es geht."

1993 hatte sich Ullrich in Oslo das WM-Trikot der Amateure gesichert, 1996 belegte er bei seiner ersten Tour de France Platz zwei hinter seinem Telekom-Kapitän Bjarne Riis. Der Däne gestand im Mai 2007, diesen Erfolg mit unerlaubten Mitteln errungen zu haben. 1997 gewann Ullrich selbst die Frankreich-Rundfahrt.

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