Möglicher Coach des VfL Bernd Schuster Trainerkandidat in Wolfsburg

Laut einem Medienbericht könnte der frühere Real-Trainer bald in Wolfsburg landen, Thomas Müller verlängert seinen Vertrag in München. Barça-Coach Vilanova kämpft wieder gegen Krebserkrankung, Mario Balotelli akzeptiert Rekordstrafe bei City, Michael Ballack kritisiert seine letzten Trainer. Michael Kraus fehlt im deutschen Kader für die Handball-WM.

Sportnachrichten in Kürze

Werder Bremen, Manager: Die Spekulationen um Bernd Schuster als womöglich neuen Trainer des VfL Wolfsburg nehmen zu. Nach Informationen der Bild soll es bereits ein erstes Treffen zwischen dem ehemaligen Nationalspieler und VfL-Manager Klaus Allofs gegeben haben. Von Vereinsseite wollte man sich dazu am Mittwoch wenige Stunden vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen auf SID-Anfrage nicht äußern. Schuster war in der Vergangenheit schon mehrmals in Wolfsburg als Trainerkandidat gehandelt worden, unter anderem als Nachfolger von Felix Magath im Meisterjahr 2009. Außerdem soll der "blonde Engel" mit Aufsichtsrats-Chef Garcia Sanz befreundet sein.

Auch mit Allofs verbindet Schuster eine gemeinsame Vergangenheit. Beide gewannen 1980 in Italien mit der deutschen Nationalmannschaft den EM-Titel. Als Trainer kann Schuster aber noch nicht die Erfolge aufweisen wie als Spieler. Einzig der Gewinn der Meisterschaft 2008 mit dem spanischen Spitzenklub Real Madrid ragt aus seiner Trainer-Vita heraus. Seit seinem Rücktritt beim türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul am 15. März 2011 ist der 52-Jährige auf Vereinssuche.

Mario Balotelli, Strafe: Der Italiener Mario Balotelli hat im Streit mit seinem Verein Manchester City um eine Geldstrafe eingelenkt. Wie der englische Meister am Mittwoch mitteilte, wird der 22-Jährige insgesamt zwei Wochenlöhne in Höhe von rund 340.000 britischen Pfund (422.400 Euro) an seinen Club zahlen. Balotelli hatte zuvor seinen Einspruch gegen die Geldbußen vor einem Gericht der Premier League in London zurückgezogen. Eine für diesen Mittwoch angesetzte Verhandlung wurde abgesagt. Manchester City hatte seinen Stürmer nach diversen Vorfällen auf und neben dem Platz mit der Geldstrafe belegt. Balotelli hatte in der vergangenen Saison allein elf Spiele wegen Sperren verpasst.

Michael, Ballack, Kritik: Der frühere DFB-Kapitän hat auch ein halbes Jahr nach seinem Karriereende seine letzten Trainer beim Bundesligisten Bayer Leverkusen kritisiert. "Das Verhältnis zu Jupp Heynckes war vom ersten Tag an distanziert. Mir kam es vor, als habe ihm irgendjemand zu spät Bescheid gesagt, dass Michael Ballack nach Leverkusen wechselt", sagte der 36-Jährige im Interview mit dem Fachmagazin 11Freunde. Ballack hatte zunächst von 1999 bis 2002 für die Werkself gespielt und war im Sommer 2010 noch einmal für zwei Spielzeiten nach Leverkusen zurückgekehrt. "Die eineinhalb Jahre waren nicht einfach. Ich kam voll motiviert dorthin zurück", sagte Ballack.

Dass der Wechsel zum derzeitigen Bundesligazweiten sogar ein Fehler war, wollte Ballack nur indirekt zugeben. Hinterher sei man immer schlauer, meinte er, aber auch wegen der Freundschaft zu Sportchef Rudi Völler und der Vertrautheit mit dem Umfeld habe sich Ballack für die Rückkehr entschieden. Gleichzeitig äußerte Ballack erneut seinen Unmut über die Zusammenarbeit mit Heynckes-Nachfolger Robin Dutt. "Er hatte offenbar von vornherein andere Vorstellungen, als mit mir zu arbeiten. Zumindest hat er das in Interviews zum Ausdruck gebracht", erläuterte der einstige Mittelfeldstar von Bayern München und dem FC Chelsea. In dieser Zeit habe er mit großen Trainern zusammengearbeitet. "Sie gaben mir das Gefühl, dass sie voll auf mich bauen", sagte Ballack. Auch deshalb sei er verwundert gewesen, dass dies in Leverkusen nicht der Fall gewesen sei.

FC Barcelona, Tito Vilanova: Schocknachricht für den spanischen Fußball-Renommierklub FC Barcelona: Wie verschiedene spanische Medien übereinstimmend berichten, sei die Krebserkrankung bei Barca-Trainer Vito Vilanova (43) wieder aufgebrochen. Vilanova hatte sich wegen eines Tumors in der Ohrspeicheldrüse bereits im vergangenen Jahr in ärztliche Behandlung begeben müssen. Genauere Informationen wollte der viermalige Champions-League-Gewinner bzw. Europapokalsieger der Landesmeister und 21-malige spanische Meister am Nachmittag bekannt geben. Der Verein hatte zuvor alle anstehenden Termine kurzfristig abgesagt, so auch das Weihnachtsessen mit Medienvertretern.

Der Flügelflitzer Immer dem Taxi nach

Er bewarf Jugendliche mit Dartpfeilen, bekam in einem Jahr 27 Strafzettel und gilt generell als Riesentyp: Mario Balotelli ist nicht nur ein besonderer Fußballer, er fährt auch gerne Auto. So gerne, dass er sich von Taxis zu Terminen leiten lässt. Damit folgt er einer Marotte einiger Kollegen.

(Video: Süddeutsche.de, Foto: dapd)

TSG Hoffenheim, neuer Trainer: Marco Kurz erhält als neuer Trainer der TSG 1899 Hoffenheim einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Der Kontrakt gelte auch für die 2. Liga, sagte Manager Andreas Müller bei der Vorstellung des 43-Jährigen am Mittwoch im Trainingszentrum in Zuzenhausen. "In erster Linie bin ich froh, hier arbeiten zu dürfen", sagte Kurz angesichts der prekären Situation beim Tabellen-16. der Fußball-Bundesliga. "Das ist für uns eine große Aufgabe, eine schwere Aufgabe. Aber wir haben die Überzeugung, dass wir es schaffen". Die Hoffenheimer haben am 2. Januar Trainingsauftakt, am 19. Januar geht es gegen Borussia Mönchengladbach in die Rückrunde.

FC Bayern, Thomas Müller: WM-Torschützenkönig Thomas Müller hat seinen Vertrag beim FC Bayern München vorzeitig verlängert. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Mittwoch mitteilte, wurde die bis zum 30. 2015 vereinbarte Zusammenarbeit um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2017 ausgedehnt. "Wir sind froh, dass wir den ohnehin bis 2015 laufenden Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis 2017 verlängern konnten. Das ist auch ein Beweis dafür, wie sehr Thomas Müller zum FC Bayern steht", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge einen Tag nach dem Viertelfinaleinzug der Münchner im DFB-Pokal.

Handball-WM, deutscher Kader: Bundestrainer Martin Heuberger hat seinen 17-köpfigen Kader für die WM im Januar in Spanien (11. bis 27. Januar 2013) bekannt gegeben. Nicht dabei ist Mittelmann Michael Kraus vom HSV Hamburg, der 2007 mit Deutschland den WM-Titel holte. Wie erwartet fehlen zudem die Leistungsträger Uwe Gensheimer (Riss der Achillessehne), Lars Kaufmann (Knieprobleme) und Holger Glandorf (Trainingsrückstand nach Fersenoperation). "Ich bin im Sommer 2011 angetreten, um einen Umbruch einzuleiten. Was ich da begonnen habe, führe ich nun systematisch fort", sagte Heuberger: "Aufgrund des Verzichts auf Stammkräfte wie Glandorf und Kaufmann hat dieser Prozess jedoch mehr Dynamik bekommen. Ich freue mich auf die sich daraus ergebenden Möglichkeiten."

Das deutsche Aufgebot für die WM-Vorbereitung: Tor: Martin Ziemer (TSV Hannover-Burgdorf, 10 Länderspiele/kein Tor), Silvio Heinevetter (Füchse Berlin, 81/-), Carsten Lichtlein (TBV Lemgo, 155/1), Rückraum Mitte: Michael Haaß (Frisch Auf Göppingen, 95/145), Martin Strobel (TBV Lemgo, 66/80), Rückraum links: Sven-Sören Christophersen (Füchse Berlin, 80/135), Stefan Kneer (SC Magdeburg, 25/39), Steffen Fäth (HSG Wetzlar, 2/2), Rückraum rechts: Steffen Weinhold (SG Flensburg-Handewitt, 31/53), Adrian Pfahl (VfL Gummersbach, 42/118), Linksaußen: Dominik Klein (THW Kiel, 153/289), Kevin Schmidt (HSG Wetzlar, -/-), Rechtsaußen: Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen, 38/80), Tobias Reichmann (HSG Wetzlar, 6/20) Kreis: Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen, 180/35), Patrick Wiencek (THW Kiel, 27/41), Christoph Theuerkauf (HBW Balingen-Weilstetten, 41/85)

Fifa, Weltrangliste: Die deutsche Nationalmannschaft belegt in der Weltrangliste des Fußball-Weltverbands Fifa weiterhin den zweiten Platz hinter Welt- und Europameister Spanien. Deutschland (1437 Punkte) liegt vor dem zweimaligen Weltmeister Argentinien (1290), Vize-Europameister Italien (1165), Kolumbien (1164) und England (1151). Die Spanier führen die Rangliste mit 1606 Punkten an. Portugal rutschte um drei Ränge auf Platz sieben (1144) ab. Vize-Weltmeister Niederlande (1124) verlor einen Platz und ist jetzt Achter. Rekord-Weltmeister und WM-Gastgeber Brasilien rutschte fünf weitere Ränge ab und belegt mit 946 Zählern nur den 18. Platz. Allerdings hat die Selecao den Nachteil, im Vorfeld der WM-Endrunde 2014 keine Qualifikationsspiele mehr zu bestreiten. Direkt hinter dem fünfmaligen WM-Champion Brasilien ist Algerien (887) auf Platz 19 platziert.

FC Bayern, Ribéry: Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wünscht sich nach der Roten Karte für Franck Ribéry keine Sperre für den französischen Fußball-Nationalspieler. "Das war keine Rote Karte. Und ich erwarte da auch, dass man beim DFB entsprechend - genauso wie es die Lex Dortmund gegeben hat - einsieht, dass es keine Rote Karte war", sagte Rummenigge nach dem Viertelfinal-Einzug des FC Bayern München durch ein 2:0 gegen den FC Augsburg. "Ich erwarte gleiches Recht für alle, wie es so schön heißt." Rummenigge spielte damit auf die Rote Karte von Dortmunds Marcel Schmelzer aus dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg an, als der BVB-Profi fälschlicherweise wegen eines Handspiels vom Platz gestellt worden war. Wie Rummenigge sah auch Sportvorstand Matthias Sammer den Platzverweis als nicht gerechtfertigt an.

"Ich hätte sie nicht gegeben. Wir haben von der ersten Sekunde an darauf hingewiesen, dass der Gegenspieler Franck permanent provoziert hat. Ich finde, so was muss man immer im Gesamtzusammenhang mit erkennen", befand Sammer. "Ich finde, es ist keine Rote Karte für Franck Ribéry - oder ein bisschen für beide. Das hat mich ein bisschen erzürnt." Trainer Jupp Heynckes bewertete den Platzverweis aus der 47. Minute als "vertretbar". "Er ist provoziert worden von Koo, das sieht man", sagte er. "Aber die Rote Karte ist vertretbar. Das muss man objektiv zugestehen, das darf so einem Klassespieler nicht passieren. Ich kritisiere die Entscheidung des Schiris in keinem Fall."

Basketball, NBA: Die Dallas Mavericks haben nach drei Auswärtsniederlagen in heimischer Halle wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Angeführt vom deutschen Nationalcenter Chris Kaman (20 Punkte, 7 Rebounds) und Neuzugang O.J. Mayo (26 Punkte, 8 Assists) setzten sich die Texaner, die weiter auf den verletzten Dirk Nowitzki verzichten müssen, gegen die Philadelphia 76ers mit 107:100 durch. Kaman und Mayo erzielten 17 der letzten 19 Punkte der "Mavs", die im Westen mit 12 Siegen und 13 Niederlagen die Nummer zehn sind. "Das ist die entscheidende Zeit in einem Spiel. Und es ist großartig, dass ich helfen konnte, dieses Spiel zu gewinnen", sagte Chris Kaman, der mit den Mavericks am Donnerstag die Startruppe der Miami Heat in der American Airlines Arena empfängt. Zum elften Saisonsieg im 25. Spiel kamen die Los Angeles Lakers. Das Team um Kobe Bryant mühte sich allerdings gegen die Charlotte Hornets zu einem 101:100-Erfolg. Meister Miami Heat festigte seinen zweiten Platz im Osten durch ein 103:92 gegen die Minnesota Timberwolves.

Ski alpin, Slalom: Skirennfahrer Felix Neureuther hat beim Nacht-Slalom in Madonna di Campiglio mit Rang zwei und dem 16. Podestplatz seiner Karriere seine starke Form in der WM-Saison untermauert. Nach Rang zwei im ersten Lauf musste sich der 28-Jährige in Italien nur Marcel Hirscher aus Österreich geschlagen geben, der den 14. Weltcupsieg seiner Karriere feierte. Dritter wurde der Japaner Naoki Yuasa. Fritz Dopfer kam auf Rang 22. Stefan Luitz fädelte im zweiten Lauf ein und verpasste die ersten Weltcuppunkte in einem Weltcup-Slalom. Auch Dominik Stehle schied mit einem Fahrfehler aus.

Zweite Liga, Dynamo Dresden: Peter Pacult kehrt an die Elbe zurück. Der 53-jährige Österreicher erhält beim Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Der Kontrakt besitzt ausschließlich Gültigkeit für die Zweite Liga, teilte der Verein am Dienstag mit. "Nach Gesprächen mit mehreren Kandidaten mit teilweise auch anderem Profil hat sich Peter Pacult als unser Wunschkandidat herauskristallisiert", erklärte Dynamos Sportlicher Leiter Steffen Menze. Nachdem sich Menze mit Pacult bereits über die Zusammenarbeit geeinigt und dieser seinen noch laufenden Vertrag bei RB Leipzig aufgelöst hatte, stimmte am Dienstagmorgen auch der Aufsichtsrat der Dresdner der Verpflichtung des Wieners zu. Pacult arbeitete bereits vom 2005/2006 für die Schwarz-Gelben, stieg in dieser Saison aber mit Dynamo aus der Zweiten Liga ab. An diesem Mittwoch wird der neue Cheftrainer der Öffentlichkeit vorgestellt.

Eishockey, DEL: Die Adler Mannheim sind zurück an der Tabellenspitze der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Der deutsche Vizemeister bezwang am Dienstag die Augsburger Panther mit 3:2 (0:1, 1:0, 2:1) und überflügelte dank der mehr geschossenen Tore die punktgleichen Kölner Haie (54 Zähler). Allerdings haben die Adler derzeit drei Partien mehr auf dem Konto als die Rheinländer. Die Mannschaft der Stunde in der DEL bleiben allerdings die Krefeld Pinguine. Der Tabellendritte feierte durch einen 4:3 (1:1, 1:1, 1:1, 1:0)-Sieg nach Verlängerung gegen die Nürnberg Ice Tigers bereits seinen zehnten Erfolg in Serie und stellte den Klubrekord aus der Saison 2001/02 ein. 42 Sekunden vor dem Ende der Overtime sorgte Richard Pavlikovsky für die Entscheidung. Dagegen unterlagen die Hamburg Freezers dem ERC Ingolstadt mit 5:6 (2:2, 2:1, 1:2, 0:1) nach Verlängerung und verpassten den achten Heimsieg in Serie. Die Hannover Scorpions besiegten die Iserlohn Roosters 4:3 (2:0, 2:2, 0:1) und schossen sich nach zuletzt zwei Niederlagen aus der Minikrise.

Handball, Bundesliga: Der Absturz des Traditionsvereins VfL Gummersbach in der Handball-Bundesliga geht ungebremst weiter. Nach der 26:29 (13:12)-Niederlage beim Tabellennachbarn TV Neuhausen rutschte der frühere Rekordmeister zum Ende der Hinrunde auf die Abstiegsplätze. Gummersbach kassierte bereits die neunte Pleite in Folge. Dabei hatte der VfL einen Traumstart erwischt und war 5:1 in Führung gegangen. Acht Tore von Nationalspieler Adrian Pfahl reichten Gummersbach jedoch nicht, um die katastrophale Serie zu stoppen. Neuhausen arbeitete sich heran und ging nach 34 Minuten erstmals selbst in Führung (15:14). Marcel Schiller war mit neun Treffern der herausragende Torschütze beim vierten Saisonsieg des Aufsteigers. Am anderen Ende der Tabelle hatte die SG Flensburg-Handewitt wenig Probleme mit dem TuS N-Lübbecke. Der Champions-League-Teilnehmer setzte sich auswärts 33:24 (17:12) durch und bleibt erster Verfolger des Top-Duos Rhein-Neckar Löwen und THW Kiel. Rückraumspieler Holger Glandorf hielt sich nach seiner WM-Absage zurück und erzielte diesmal "nur" fünf Tore. Bester Torschütze war Thomas Mogensen mit acht Treffern, gefolgt von Anders Eggert (6). Für N-Lübbecke erzielte Jens Schöngarth ebenfalls sechs Tore.

Basketball, BBL: Die EWE Baskets Oldenburg haben sich in der Basketball-Bundesliga auf den zweiten Platz vorgeschoben. Der frühere deutsche Meister gewann in einer vorgezogenen Begegnung vom 14. Spieltag mühelos 83:62 (37:23) gegen Aufsteiger Mitteldeutscher BC und zog mit 20:10 Punkten an Alba Berlin (18:4) und ratiopharm Ulm (18:8) vorbei. Oldenburg hat zwei Spiele mehr als Ulm und vier Spiele mehr als Berlin absolviert. Bester Werfer der Oldenburger war Neuzugang Julius Jenkins mit 22 Punkten. Die Niedersachsen setzten sich schon im ersten Viertel mit einem 9:0-Lauf ab und gewannen am Ende deutlich gegen die Gäste aus Weißenfels.

Frankreich, Fußballer des Jahres: Karim Benzema ist vor Bayerns Franck Ribéry zum zweiten Mal nacheinander zu Frankreichs Fußballer des Jahres gewählt worden. Der Stürmer von Real Madrid erhielt die meisten Stimmen in der vom Magazin France Football durchgeführten Kür. Die französische Legende Zinedine Zidane überreichte Benzema die Trophäe in Madrid. "Es ist eine Ehre, diese von Zidane zu erhalten, weil er für mich der beste französische Fußballer der Geschichte ist", sagte der 24-Jährige am Dienstag laut Reals Internetseite. Der frühere Angreifer von Olympique Lyon hatte mit den Madrilenen in der vergangenen Saison den Ligatitel gewonnen. Hinter Benzema und Ribéry kam Torhüter Hugo Lloris von den Tottenham Hotspur auf Rang drei. Wahlberechtigt waren ehemalige Preisträger.

Lucio, Wechsel: Der Ex-Bundesliga-Profi Lúcio kehrt in seine Heimat Brasilien zurück. Der 34 Jahre alte Abwehr-Routinier unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Erstliga-Club FC São Paulo, teilte der Verein am Dienstag mit. Lúcios bisheriger Club Juventus Turin hatte erst am Montag verkündet, dass der Vertrag des Spielers nach nur sechs Monaten aufgelöst worden sei. "Lúcio ist schon lange ein Traum von São Paulo. Im Juli waren wir sehr nahe dran, ihn unter Vertrag zu nehmen, aber es war nicht möglich. Glücklicherweise ging diesmal alles gut", sagte São Paulos Fußballdirektor Adalberto Baptista. Lúcio, Weltmeister von 2002, war vor der Saison ablösefrei von Inter Mailand nach Turin gewechselt. Der Abwehrspieler, der in der Bundesliga für Bayer Leverkusen und Bayern München (2004-2009) gespielt hatte, verletzte sich im August und bestritt nur vier Spiele für Juventus. Lucimar da Silva Ferreira (Lúcio) war fünf Jahre Mannschaftskapitän der Seleção, für die er insgesamt 105 Spiele absolvierte. Den Weltmeistertitel gewann er unter dem Trainer "Felipão" Scolari, der seit kurzem erneut Brasiliens Nationalcoach ist.

Bundesliga, Felix Magath: Felix Magath kann sich eine schnelle Rückkehr in die Fußball-Bundesliga vorstellen. "Ich werde mich Anfang des Jahres entscheiden, wohin die Reise geht. Es gab schon die eine oder andere Anfrage, aus der Bundesliga, dem Ausland, von Nationalverbänden", sagte der 59-Jährige der Bild-Zeitung. Magath hatte Ende Oktober seinen Platz als Cheftrainer, Manager und Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg räumen müssen. Er genieße zwar die Auszeit, sagte er, will aber nicht lange pausieren. "Ich gehe davon aus, dass ich spätestens im Sommer 2013 wieder arbeiten werde", versicherte Magath. Der frühere Nationalspieler ist weiterhin überzeugt von seinen umstrittenen Methoden. "Ich habe gezeigt, dass ich mit meinen Werten und meiner Arbeitsweise überall in der Bundesliga zu Hause und sehr erfolgreich bin", sagte Magath. Als Trainer hatte er zweimal das Double mit dem FC Bayern München gewonnen und auch Wolfsburg überraschend zur Meisterschaft geführt. Immer wieder hatte es jedoch Kritik an Magaths Härte und seinen Einkaufstouren auf dem Spielermarkt gegeben. Dennoch behauptet er: "Meine Philosophie ist zeitlos. Ich stehe für ehrliche Arbeit, Leistung und Erfolg."

FC Barcelona, Lionel Messi: Der FC Barcelona hat den Vertrag mit Weltfußballer Lionel Messi (25) vorzeitig um zwei Jahre bis 2018 verlängert. Das gab der Spitzenreiter der spanischen Primera Division bekannt. Auch die Verträge mit den Welt- und Europameistern Xavi und Carles Puyol wurden bis jeweils 2016 verlängert.

Paris St. Germain, Cristiano Ronaldo: Der Großinvestor des französischen Fußball-Spitzenklubs Paris St. Germain plant scheinbar einen weiteren großen Coup. Real-Superstar Cristiano Ronaldo und Madrids Trainer Jose Mourinho sollen im Paket verpflichtet werden, berichtete Scheich Saoud Bin Abdulrahman von Qatar Sports Investment in einem Interview in Frankreichs Abo-Sender Canal plus. "Im Sport muss man investieren, wenn man etwas erreichen will", bekräftigte der Scheich. Schon vor Wochen kursierten Meldungen, der PSG-Hauptanteilseigner wolle den ehemaligen Coach des FC Barcelona, Pep Guardiola, an die Seine holen. Zudem hatte die italienische Sportzeitung Gazzetta dello Sport von einem 100-Millionen-Euro-Angebot für Cristiano Ronaldo berichtet. Der Portugiese Ronaldo war 2009 für die Rekord-Ablöse von 94 Millionen Euro von Manchester United zu den Königlichen gewechselt. Paris hatte auf dem Transfermarkt vor Saisonbeginn durch die Doppelverpflichtung des schwedischen Stürmerstars Zlatan Ibrahimovic und von Abwehr-Ass Thiago Silva vom AC Mailand für rund 65 Millionen Euro für Aufsehen gesorgt.

Formel 1, Marussa: Der neue Teamkollege von Formel-1-Pilot Timo Glock steht fest. Das Marussia-Team gab am Dienstag die Beförderung des Briten Max Chilton zum Stammpiloten bekannt. Der 21-Jährige war bislang Reservefahrer des Rennstalls und wird in der kommenden Saison den zum Rivalen Caterham gewechselten Franzosen Charles Pic ersetzen. "Er hat gezeigt, dass er extrem stark im Auto ist", begründete Teamchef John Booth die Wahl. Chilton ist 2013 neben Jenson Button bei McLaren, Lewis Hamilton im Mercedes und Paul di Resta bei Force India der vierte Brite im Grand-Prix-Zirkus. "Es ist schwer in Worte zu fassen, wie ich mich fühle. Ich bin sehr glücklich, meine Formel-1-Karriere in diesem Team zu beginnen", wurde Chilton in einer Team-Mitteilung zitiert. Der Youngster gehörte zum Marussia-Nachwuchsprogramm. Stallrivale Glock fährt seit drei Jahren für Marussia und dessen Vorgänger Virgin. Der Rennstall hat seit seinem Debüt in der Formel 1 in der Saison 2010 noch keinen WM-Punkt ergattern können.