Fußball-Historie: Kapitäne des DFBVon Regenmacher bis Leitwolf

Philipp Lahm will Kapitän der DFB-Elf bleiben, auch nach Michael Ballacks Rückkehr aus der Verletzungspause. Mit seinen Vorgängern steht Lahm in einer ruhmreichen Tradition.

Als Ersatzmann für den verletzten Michael Ballack reiste Philipp Lahm als jüngster Kapitän der DFB-Geschichte zur WM nach Südafrika. "Ich gehe davon aus, dass Michael nach der WM wieder unser Kapitän sein wird", sagte der Außenverteidiger vom FC Bayern damals noch. Davon ist inzwischen keine Rede mehr. Der basisdemokratische Spielführer steht wie das leichtfüßige Spiel von Löws "Rasselbande" für den neuen deutschen Fußball. Er hat die Mannschaft ins Halbfinale geführt - auf seine Art.

Freiwillig werde er die Kapitänsbinde ganz sicher nicht abgeben, sagte Lahm jetzt in einem Zeitungsinterview, ungewohnt harsche Töne. Der Altvordere Ballack ist indessen überraschend wieder aus Südafrika abgereist; die Stimmung zwischen ihm und dem Team sei angespannt, heißt es. Offen bleibt, ob und wann er Lahm die Kapitänsbinde wieder streitig machen will - und damit das ranghöchste Amt, das ein Feldspieler im deutschen Fußball erreichen kann. Lahm ist der 14. deutsche Fußballer, der in diesem Amt Geschichte schreiben will. Die DFB-Kapitäne seit dem Zweiten Weltkrieg im Überblick.

Bild: ddp 29. Mai 2010, 10:002010-05-29 10:00:00 © sueddeutsche.de/mb/mikö