Fußball-Transfermarkt Dortmund an Torres interessiert

Oliver Torres (rechts) könnte bald für Dortmund spielen.

(Foto: AFP)

Der spanische U21-Nationalspieler soll die Dortmunder Offensive verstärken. Dem FC Chelsea droht eine Transfersperre. Wolfsburg kriegt Breel Embolo nicht. Ralf Rangnick kann sich Leroy Sané in Leipzig vorstellen.

Transfer-Meldungen des Tages

Borussia Dortmund: Nach der gescheiterten Verpflichtung des Mainzers Yunus Malli verstärkt Fußball-Bundesligist Borussia Dortumd offenbar seine Bemühungen um Oliver Torres von Atlético Madrid. Das berichteten mehrere Zeitungen am Mittwoch. Der spanische U21-Nationalspieler hat in Madrid noch einen Vertrag bis 2018, kam in dieser Saison bei Atlético aber nur sporadisch zum Einsatz. In der vorigen Spielzeit war Torres an den FC Porto verliehen, wo er zum Stammspieler wurde. Der torgefährliche offensive Mittelfeldspieler kann sowohl zentral als auch auf beiden Außenpositionen spielen und würde gut in das Anforderungsprofil von Trainer Thomas Tuchel passen. Nach den Abgängen von Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) und Leihspieler Adnan Januzaj (zurück zu Manchester United) will der Bundesliga-Tabellenzweite bis zum Ende der Transferfrist am Montag noch einen Offensivspieler verpflichten.

Ein anderer Transfer ist dagegen schon abgeschlossen. Der spanische U19-Europameister Mikel Merino wechselt offenbar von CA Osasuna aus Pamplona zum Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Dies berichten übereinstimmend AS und Marca. Der 19-jährige, der als gorßes Mittelfeldtalent gilt, soll zwischen vier und fünf Millionen Euro Ablöse kosten.

Derweil hat Dortmund den Vertrag mit Verteidiger Lukas Pisczekt vorzeitig verlängert. Das berichtet der kicker.

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Hamburger SV: Offensivspieler Ivo Ilicevic wird den Hamburger SV am Saisonende verlassen. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstag mit. "Die Entscheidung ist mir natürlich nicht leichtgefallen", sagte der 29 Jahre alte Kroate. Der Vertrag des Linksaußens läuft nach dieser Spielzeit aus. Er soll mehrere Angebote aus der Bundesliga haben. Ilicevic ist seit 2011 beim HSV. In dieser Saison hat er bislang alle Spiele bestritten. "Ich bin nur im Hier und Jetzt, alles andere interessiert mich derzeit nicht, denn wir wollen unsere Entwicklung fortführen und eine gute Rückrunde spielen. Dazu will ich meinen Teil beitragen", sagte Ilicevic.

Eintracht Frankfurt: Die Frankfurter geben den Junioren-Nationalspieler David Kinsombi an den Kalrsruher SC ab. Der 20 Jahre alte Verteidiger unterschieb einen Vertrag über zweeinhalb Jahre. Allerdings verlieh ihn der KSC gleich weiter an den Drittligisten 1. FC Magdeburg. Er soll dort Spielpraxis sammeln, wie die Clubs aus Kalrsruhe und Frankfurt am Mittwoch mitteilten. Für die Eintracht bestritt Kinsombi seit 2014 vier Bundesliga-Spiele.

FC Chelsea: Auch dem englischen Fußball-Meister FC Chelsea droht offenbar ein Transferverbot. Wie die englische Zeitung Daily Mail berichtet, hat die Disziplinarkommission des Weltverbandes Fifa Ermittlungen wegen des Wechsels von Bertrand Traore zu den Blues eingeleitet. Der Mittelfeldspieler aus Burkina Faso, an dem zuletzt der Hamburger SV Interesse gezeigt hatte, war offiziell im Januar 2014 kurz nach seinem 18. Geburtstag zu Chelsea gewechselt. Traore hatte aber bereits im Oktober 2011 - damals als 16-Jähriger - ein U18-Spiel für den Club gegen den FC Arsenal bestritten.

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Laut den Fifa-Transferbestimmungen dürfen Spieler über 16 Jahre nur innerhalb der Europäischen Union wechseln, für internationale Wechsel wie beispielsweise von Afrika nach Europa müssen die Akteure mindestens 18 Jahre alt sein. Dabei gibt es Ausnahmen, wenn beispielsweise die Eltern des Spielers aus nicht-fußballspezifischen Gründen das Land verlassen, was im Fall Traore nicht zutreffen soll. Bereits im August 2010, also einen Monat vor dessen 15. Geburtstag, hatte Burkino Fasos Sportminister angekündigt, dass der hochbegabte Spieler zum FC Chelsea wechseln würde. Erst jüngst waren die beiden Madrider Clubs Real und Atlético zu einem Transferverbot für die Wechselperioden im Sommer 2016 und im Winter 2016/17 verurteilt worden.

VfL Wolfsburg: Die Niedersachsen haben sich im Poker um Breel Embolo trotz enormer Anstrengungen einen Korb eingehandelt. Manager Klaus Allofs soll dem FC Basel 27 Millionen Euro geboten haben, doch der 18-malige Schweizer Meister lehnte ab. Das berichten kicker und Sky. Der Tabellenführer der Schweizer Super League will den begehrten Stürmer im Winter offenbar noch nicht abgeben. Doch vielleicht geht der Poker weiter. Erst am Montag (1. Februar) schließt das Transferfenster. Der FC Basel ist finanziell gut aufgestellt und will womöglich nach der EM für sein Top-Talent im Sommer noch mehr Geld 'rausschlagen.

Wolfsburg benötigt nach dem langfristigen Ausfall von Stürmer Bas Dost (Mittelfußbruch) unbedingt Ersatz. Nicklas Bendter drängt auf einen Wechsel in die Premier League. Interessiert ist der DFB-Pokalsieger offenbar auch an Alexandre Lacazette (24) von Olympique Lyon, der aber ebenfalls rund 30 Millionen Euro kosten soll. Embolo ist in Kamerun geboren, spielt aber nach seiner Einbürgerung für die Schweizer Nationalmannschaft. Seit 2011 trägt Embolo das Trikot des FC Basel. In der laufenden Saison erzielte der Offensivspieler fünf Tore.

RB Leipzig: Der Zweitligist hat knapp zwei Wochen vor dem Start der Rückrunde seine hohen Ambitionen unterstrichen und macht sich Gedanken über eine Verpflichtung von Schalkes Top-Talent Leroy Sané. "Ich könnte mir vorstellen, dass die aktuelle Vertragssituation von Leroy Sané ein Interesse von uns zulassen würde", sagte Ralf Rangnick, Trainer und Sportdirektor des Zweitliga-Spitzenreiters, der Sport Bild. Gleichzeitig räumte Rangnick ein, dass ein Transfers trotz aller Finanzkraft von RB kaum zu stemmen sein werde. "Wenn es stimmt, welche Vereine sich für ihn interessieren, dann wird das Gehalt ein Totschlag-Argument, bei dem wir sagen, das geht nicht. Zudem kursieren ganz andere Ablösesummen als die, die wir überhaupt bereit sind auszugeben", sagte der 57-Jährige. Sané, 19 Jahre alter Sohn des ehemaligen senegalesischen Nationalspielers Souleyman Sané, gilt als die große Entdeckung der bisherigen Bundesliga-Saison.

Laut Bild-Zeitung soll Manchester City ein 55-Millionen-Euro-Angebot für den Offensivspieler vorbereiten. Spitzenreiter RB Leipzig steuert dem Aufstieg entgegen und hat in der 2. Liga nach 19 Spielen acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Klub des Getränke-Milliardärs Dietrich Mateschitz startet am 7. Februar mit dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig in die Rest-Saison.

VfL Wolfsburg: Die Niedersachsen haben offensichtlich Interesse an einer Verpflichtung von Breel Embolo vom FC Basel. Der 18 Jahre alte Angreifer wird nach Medienberichten in Deutschland und der Schweiz als möglicher Zugang beim Fußball-Bundesligisten gehandelt. VfL-Manager Klaus Allofs hatte bereits im Vorjahr wegen Embolo beim FC Basel angefragt. Der Schweizer Meister fordert allerdings für den siebenmaligen Nationalspieler eine hohe Ablösesumme. Im Gespräch ist ein Betrag von rund 20 Millionen Euro.

Mainz 05: Der türkische Nationalspieler Yunus Malli bleibt mindestens bis Saisonende beim FSV. "Ich habe Borussia Dortmund am Montagabend darüber informiert. Bei dieser Entscheidung ging es nicht um wirtschaftliche Dinge - das Gesamtpaket hat für uns einfach nicht gepasst. Wirtschaftlich waren wir uns mit dem BVB einig, aber der Zeitpunkt für einen Wechsel ist für uns einfach nicht optimal", sagte FSV-Manager Christian Heidel. Malli (23), mit acht Ligatreffern erfolgreichster Mainzer, sei "nicht nur unser Top-Torschütze, sondern auch ein wichtiger Teil im Mannschaftsgefüge", sagte Heidel: "Und wir wollten das Team, so wie es ist, nicht auseinanderreißen." Malli sei am Montagabend in einem Gespräch mit der sportlichen Leitung über die Entscheidung informiert worden. "Ich werde natürlich weiterhin Vollgas geben für Mainz 05", sagte der Mittelfeldspieler.

Werder Bremen: Der Wechsel des Fußball-Profis Assani Lukimya von Werder Bremen nach China ist endgültig perfekt. Werder und auch der Verein Liaoning Whowin FC bestätigten am Dienstag den Transfer des Abwehrspielers. Für den 29 Jahre alten Kongolesen sollen die Bremer eine Ablösesumme von rund zwei Millionen Euro erhalten. Als Ersatz für Lukimya hatte der Bundesligaclub bereits in der Vorwoche den Senegalesen Papy Djilobodji vom FC Chelsea ausgeliehen.

Hamburger SV: Der Wechsel des portugiesischen U21-Nationalspielers Carlos Mané zum Fußball-Bundesligisten Hamburger SV nimmt konkrete Formen an. "Wir sind dran, aber es geht noch immer um Details", sagte Peter Knäbel dem "Hamburger Abendblatt" über die laufenden Gespräche mit Manés Club Sporting Lissabon. Der HSV-Fußballdirektor verhandelte parallel in London mit dem FC Chelsea über eine Verpflichtung von Stürmer Bertrand Traoré. Beide Akteure sollen ausgeliehen werden. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll der Vertrag mit Flügelflitzer Mané bis Sommer 2017 laufen. Dann hat der HSV die Möglichkeit, den talentierten Offensiv-Akteur für 9,5 Millionen Euro fest zu verpflichten. Diese Ablöse soll dem finanziell angeschlagenen Nordclub aber noch zu hoch sein. Der 21-Jährige steht beim portugiesischen Spitzenreiter Sporting noch bis 2020 unter Vertrag.

An der Verpflichtung Traorés war Knäbel bereits im vergangenen Sommer interessiert. Damals erhielt der 20 Jahre alte Profi aus Burkina Faso aber keine Freigabe für den Bundesliga-Dino. Nun lotet Knäbel aus, ob sich der klamme HSV neben Mané auch Traoré leisten kann. Der war von Anfang 2014 bis Sommer 2015 für 18 Monate an Vitesse Arnheim ausgeliehen und erzielte in 42 Spielen 16 Tore für die Niederländer.

VfB Stuttgart: Carlos Gruezo wechselt für 1,3 Millionen Euro zum FC Dallas. Das berichtet der kicker. Der 20 Jahre alte Ecudorianer löst damit seinen bis 2018 laufenden Vertrag beim VfB Stuttgart auf und wird fortan in der Major League Soccer spielen.