Fußball Holstein Kiel darf bei Aufstieg nun doch im eigenen Stadion bleiben

Das Holstein-Stadion in Kiel soll auf 18 400 Plätze erweitert werden.

(Foto: dpa)

Die DFL erteilt eine Ausnahmegenehmigung. Lucien Favre äußert sich zurückhaltend über einen Wechsel nach Dortmund. Stuttgart will wohl mit Trainer Korkut verlängern.

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Fußball, Holstein Kiel: Holstein Kiel darf im Falle des Aufstiegs in die Fußball-Bundesliga nun doch im eigenen Stadion bleiben. Der Lizenzierungsausschuss der Deutschen Fußball Liga (DFL) erteilte den Norddeutschen eine Ausnahmegenehmigung auf Widerruf. "Umfangreiche Zusagen" des Klubs und die Unterstützung durch die Stadt Kiel sowie das Land Schleswig-Holstein hätten den Ausschlag zu dieser Entscheidung gegeben.

Die Kieler Pläne sehen ein Erreichen der notwendigen Kapazität von 15 000 Plätzen im Holstein-Stadion durch eine Zusatztribüne im Bereich der Gegengerade schon bis Ende Oktober 2018 vor. Die Fertigstellung der Osttribüne und die damit verbundene Erhöhung des Fassungsvermögens auf 18 400 Plätze (9060 Sitzplätze) ist für Sommer 2019 terminiert. Das Holstein-Stadion ist mit dem aktuellen Fassungsvermögen von etwa 12 000 Zuschauern gemäß der DFL-Statuten, die von den 36 Bundesligisten selbst verabschiedet worden sind, zu klein für die Liga eins - und eigentlich auch für die 2. Liga. Kiel kämpft am Donnerstag und Montag in zwei Spielen gegen den VfL Wolfsburg um den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga.

BVB, Trainer: Lucien Favre hat sich zurückhaltend zu seinem angeblich bevorstehenden Engagement bei Borussia Dortmund geäußert. "Das sind nur Gerüchte und Spekulationen. Ich kümmere mich nur um mein Team hier", sagte er der Sport Bild. Der Coach des französischen Erstligisten OGC Nizza wird seit Wochen als Nachfolger von Peter Stöger beim BVB gehandelt.

Nizzas Kapitän Dante lobte Favre. "Er ist ein Trainer, der jede Mannschaft besser machen kann. Er bleibt sich und seinen Ideen treu, das macht ihn und uns stark", sagte der brasilianische Verteidiger, der auch schon bei Borussia Mönchengladbach unter Favre spielte. Der Schweizer Trainer hat Nizza in dieser Saison nach schwachem Start wieder ins obere Tabellendrittel geführt. "Wir haben gespürt, dass der Trainer trotz der schlechten Ergebnisse weiter an uns glaubt. Das ist seine Qualität", sagte Dante. Zuvor hatte L'Equipe gemeldet, der BVB müsse drei Millionen Euro Ablöse an OGC Nizza zahlen, wollte der Klub Favre abwerben.

VfB, Trainer: Stuttgart plant anscheinend langfristig mit Trainer Tayfun Korkut. Der 44-Jährige soll seinen bis 2019 laufenden Vertrag in der Sommerpause vorzeitig verlängern."Wir sind in einem sehr sauberen, sachlichen und vernünftigen Dialog", sagte Sportvorstand Michael Reschke. Es könnten "alle sehr zufrieden sein. Tayfun damit, dass wir ihm das Vertrauen geschenkt haben. Und wir sind überragend zufrieden, wie er uns das Vertrauen zurückgezahlt hat. Er hat als Trainer eine Top-Leistung gebracht, da gibt es überhaupt nichts zu diskutieren. Das ist Wahnsinn", so Reschke. Korkut hatte Ende Januar den abstiegsgefährdeten VfB von Hannes Wolf übernommen. In der Rückrundentabelle belegte Stuttgart Platz zwei hinter dem FC Bayern. Die Schwaben haben als Siebter bei einem DFB-Pokal-Sieg der Münchner gegen Eintracht Frankfurt am Samstag sogar noch die Chance auf die Qualifikation zur Europa League.

Arsenal, Trainer: Mikel Arteta gilt als Favorit auf die Nachfolge von Teammanager Arsene Wenger beim englischen Fußball-Klub FC Arsenal. Der frühere Gunners-Kapitän, derzeit Assistent von Trainer Pep Guardiola beim Meister Manchester City, befindet sich englischen Medien zufolge in aussichtsreichen Gesprächen mit seinem ehemaligen Klub.Arteta würde namhafte Konkurrenz wie etwa Massimiliano Allegri (Juventus Turin) ausstechen. Der 36-Jährige spielte von 2011 bis 2016 bei Arsenal. Seit seinem Karriereende vor zwei Jahren gehört er dem City-Trainerstab an. Guardiola hat bereits angedeutet, dass er seinem Assistenten keine Steine in den Weg legen würde.Wenger hatte die Gunners mit dem Ende der abgelaufenen Saison nach fast 22 Jahren verlassen. Der 68-Jährige gewann mit den Londonern drei Mal die Meisterschaft und sieben mal den FA-Cup.

Basketball, NBA: Trotz einer Gala-Vorstellung vonn LeBron James müssen die Cleveland Cavaliers um den Einzug in die Finalserie bangen. Der Vize-Meister unterlag in der Nacht zum Mittwoch auch im zweiten Spiel der Conference Finals bei Rekordchampion Boston Celtics mit 94:107. Damit liegt Cleveland in der Best-of-seven-Serie mit 0:2 zurück. James war mit 42 Punkten, zehn Rebounds und zwölf Assists der überragende Mann auf dem Feld, konnte aber nicht verhindern, dass die Cavaliers in der zweiten Hälfte der Partie einbrachen. Nach einer 55:48-Halbzeitführung lief in den letzten beiden Vierteln nur wenig für die Gäste zusammen. Ein erstes Stück Wiedergutmachung kann Cleveland bereits in der Nacht zum Sonntag schaffen, wenn Spiel drei ansteht.

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