Fußball Gomez knackt Vereinsrekord

Mario Gomez (li.): Artistisch in der Türkei

(Foto: dpa)

Der Stürmer von Besiktas Istanbul trifft unermüdlich. Schalke 04 vermeldet einen Rekordumsatz. Viktoria Rebensburg enttäuscht beim Alpin-Saisonfinale, Mirjam Puchner triumphiert.

Fußball in der Türkei, Mario Gomez: Mario Gomez hat mit Besiktas Istanbul nach einem 2:0 (0:0) im Nachholspiel bei Trabzonspor die Tabellenführung in der türkischen Süper Lig übernommen. Mit nun 60 Punkten lassen die Schwarz-Weißen ihren Fußball-Stadtrivalen und Titelkonkurrenten Fenerbahce (59) hinter sich. Gegen den Tabellendreizehnten, bei dem der ehemalige Bundesliga-Profi Marko Marin durchspielte, reichten den Adlern zwei späte Treffer zum Sieg. In der 76. Minute traf Gomez per Kopf zum 1:0, danach war der eingewechselte Olcay Sahan (86.) erfolgreich.

Mit seinem Treffer stellte Gomez einen Vereinsrekord auf. Er hat jetzt 19 Ligatore erzielt, so oft hat noch kein ausländischer Besiktas-Spieler in einer Saison getroffen. Der 30-Jährige führt die türkische Torjägerliste weiterhin vor Samuel Eto'o (16 Tore) an. Die Begegnung stand im Zeichen des verheerenden Terror-Anschlags von Ankara. Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute. Auf den Rängen waren viele türkische Fahnen zu sehen. Zudem trugen beide Mannschaften beim Einlaufen gemeinsam ein Banner mit einer Anti-Terror-Botschaft auf das Feld.

Ski alpin: Für Viktoria Rebensburg ist die Abfahrtssaison mit einer herben Enttäuschung zu Ende gegangen. Die 26-Jährige aus Kreuth am Tegernsee schied beim letzten Rennen in der Königsdisziplin im Schweizer St. Moritz nach 70 Fahrsekunden aus. Rebensburg hatte auf der Engiadina noch eine halbe Minute vor sich, als sie eine Rechtskurve verpasste und am Streckenrand abschwang. Damit hat Lara Gut den Erfolg im Gesamtweltcup auch rein rechnerisch sicher. Die Schweizerin belegte beim ersten Weltcup-Sieg von Mirjam Puchner (Österreich) Platz 13 und ist von Rebensburg bei 375 Punkten Vorsprung in den drei verbleibenden Rennen nicht mehr einzuholen.

Bayerischer Scheiterhaufen

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Bei den Herren gewann Peter Fill aus Kastelruth in Südtirol als erster Italiener den Abfahrts-Weltcup. Dem 33-Jährigen reichte beim letzten Saisonrennen bei schwierigen Bedingungen Platz zehn, um diesen historischen Coup perfekt zu machen. Der Triumphator von Kitzbühel lag letztlich 26 Punkte vor dem viermaligen Saisonsieger Aksel Lund Svindal (Norwegen), der die Saison verletzungsbedingt bereits beenden musste. Fill hatte 1,36 Rückstand auf den Schweizer Beat Feuz, der bei Schneefall und schlechter Sicht auf der Corviglia seinen sechsten Weltcup-Erfolg einfuhr. Platz zwei ging an Steven Nyman (USA/0,08 Sekunden zurück), Dritter wurde der Kanadier Erik Guay (0,54). Andreas Sander (Ennepetal), der sich erstmals für die letzte Abfahrt der Saison qualifiziert hatte, verpasste die Punkteränge auf Platz 17 knapp.

Fußball, Schalke 04: Der Fußball-Bundesligist hat das Geschäftsjahr 2015 mit dem höchsten Umsatz der Vereinsgeschichte abgeschlossen. Der Verein steigerte den Umsatz auf insgesamt 264,5 Millionen Euro, 49,1 Millionen mehr als im Vorjahr. Auch der Konzernjahresüberschuss lag mit 22,5 Millionen (Vorjahr: 4,2 Millionen) so hoch wie nie zuvor.

Nach Angaben des Klubs sind die Rekordzahlen eine Folge von höheren Transfererträgen, stabilen Einnahmen aus Fernsehrechten sowie kontinuierlich steigenden Sponsoring-Erlösen. Die Werte seien "Ausdruck der starken wirtschaftlichen Basis der Königsblauen und das Ergebnis einer seit fünf Jahren konsequent umgesetzten Konzernstrategie", hieß es in einer Mitteilung.

Die Finanzverbindlichkeiten wurden laut Schalke von rund 250 Millionen im April 2010 bis zum 31. Dezember 2015 auf 146 Millionen verringert. Auch die liquiden Mittel bewegten sich mit 18 Millionen zum Bilanzstichtag auf einem Höchststand. "Wir werden den erfolgreichen Weg der Stärkung der sportlichen Wettbewerbsfähigkeit bei gleichzeitiger finanzieller Konsolidierung fortführen", sagte Finanzvorstand Peter Peters: "Dabei stellen wir uns den Herausforderungen des globalen Fußballgeschäfts gezielt als eingetragener Verein und wollen uns im nationalen Wettbewerbsumfeld weiterhin dauerhaft unter den Topvereinen Deutschlands positionieren sowie international unsere Position unter den besten 15 Vereinen Europas festigen."

Fußball, Martin Ödegaard: Norwegens Nationaltrainer Per-Mathias Högmo hat seinem Schützling Martin Ödegaard von Real Madrid geraten, im Sommer den Verein zu wechseln. Grund ist die geringe Aussicht Ödegaards auf Einsätze beim zehnmaligen Europapokal- bzw. Champions-League-Sieger. In der laufenden Saison stand der Mittelfeldspieler lediglich bei einem Ligaspiel im Profikader, kam jedoch nicht zum Einsatz. Stattdessen spielt Ödegaard in der dritten spanischen Liga für Reals zweite Mannschaft.

"Martin ist noch immer sehr jung und hat es nicht eilig", sagte Högmo über das 17 Jahre alte "Wunderkind" des norwegischen Fußballs. "Aber wenn der Sommer kommt, war er eine ganze Weile in dieser Umgebung. Und dann ist es sowohl für ihn als auch für den Klub an der Zeit, Bilanz zu ziehen: Wie machen wir nun weiter?" Ödegaard war Anfang 2015 vom norwegischen Klub Strömsgodset IF nach Madrid gewechselt. Zuvor hatten unter anderem auch die deutschen Bundesligisten Bayern München und Borussia Mönchengladbach Interesse an dem Toptalent angemeldet.

Basketball, Eurocup: Der deutsche Vizemeister Bayern München hat im Basketball-Eurocup einen großen Schritt Richtung Halbfinale gemacht. Das Team von Trainer Svetislav Pesic gewann am Dienstagabend das Viertelfinal-Hinspiel gegen den türkischen Spitzenklub Galatasaray Istanbul mit 99:89 (50:44) und erarbeitete sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche (Dienstag, 19 Uhr).

Bester Werfer für die Münchner war der US-Amerikaner Deon Thompson mit 20 Punkten, Dusko Savanovic steuerte 19 Zähler bei. Die Bayern, die im Achtelfinale Bundesliga-Konkurrent Alba Berlin ausgeschaltet hatten, sind die letzte deutsche Mannschaft im Wettbewerb. In der Euroleague, der europäischen Basketball-Königsklasse, waren die Münchner zuvor in der Hauptrunde gescheitert. Vor 5927 Zuschauern erwischten die Gastgeber den besseren Start und erarbeiteten sich früh einen relativ konstanten Sechs-Punkte-Vorsprung. Nach der Pause bauten die Münchner ihre Führung zwischenzeitlich sogar auf zwölf Zähler aus, ehe Galatasaray sich wieder herankämpfte. In der Schlussphase präsentierten sich die Münchner aber nervenstark und ließen Istanbul nicht mehr herankommen.

Formel 1: Sebastian Vettel (28) strebt in diesem Jahr die Rückkehr auf den Formel-1-Thron an. "Der Titel muss der Anspruch sein, den Ferrari hat. Dafür bin ich nach Maranello gekommen. Die 1 muss zurück aufs rote Auto", sagte der Heppenheimer vor dem Saisonstart in Australien (6.00 Uhr MEZ/RTL und Sky) in einem Interview mit der Autobild Motorsport: "Als Fahrer muss man immer an sich und seine Chancen glauben. Wir müssen nur die richtigen Voraussetzungen schaffen, dann ist alles möglich."

Nach drei Siegen und Platz drei in der WM-Wertung in seiner Debütsaison für die Scuderia fühlt sich Vettel wieder bereit für den Angriff auf den Branchenprimus Mercedes mit Weltmeister Lewis Hamilton (31, England) und Nico Rosberg (30, Wiesbaden). "Dass Mercedes das Team ist, das es zu schlagen gilt, ist klar", sagte Ex-Weltmeister Vettel: "Wir wollen die zwei Jungs im Silberpfeil unter Druck setzen und im Idealfall auch hinter uns lassen."

Fußball, Österreich: Marcel Koller bleibt auch nach der Fußball-EM in Frankreich Trainer der österreichischen Nationalmannschaft. Der 55 Jahre alte Schweizer und der Österreichische Verband einigten sich auf eine Verlängerung des Kontraktes bis 2017, der sich bei einer erfolgreichen Qualifikation für die WM 2018 in Russland bis nach der Weltmeisterschaft verlängert. Das teilte der ÖFB am Dienstag mit.Bei der EM in Frankreich trifft Österreich in der Gruppe F auf Ungarn, Portugal und Island.

Koller übernahm das Austria-Team am 1. November 2011 und führte es zuletzt souverän zur erstmaligen sportlichen Qualifikation für eine EM-Endrunde. 2008 war Österreich zusammen mit der Schweiz als Gastgeber automatisch dabei. In der jüngeren Vergangenheit war Koller auch immer mal wieder als Trainer bei diversen Bundesligisten im Gespräch.

Fußball, Türkei: Lukas Podolski hat nach dem erneuten Anschlag in der Türkei mit vielen Todesopfern seine Zukunft bei Galatasaray Istanbul infrage gestellt. "Man muss gut überlegen, wie es weitergehen soll, bei dem was hier passiert ist", sagte der Fußball-Nationalspieler der "Bild"-Zeitung.

Podolski hatte am Sonntag mit seinem Team in Ankara gespielt, bevor in der türkischen Hauptstadt eine Autobombe 37 Menschen tötete. Zu den Opfern gehört auch der Vater von Podolskis Teamkollege Umut Bulut. "Der ganze Club steht unter Schockstarre", sagte Podolski. Im vergangenen Sommer war Podolski nach einem missglückten Engagement bei Inter Mailand in die Türkei gewechselt und hatte bei Galatasaray sportlich wieder überzeugen können.