Fußball Fifa sperrt seinen ehemaligen Generalsekretär Valcke für zwölf Jahre

Für zwölf Jahre gesperrt: der ehemalige Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke

(Foto: dpa)

Der frühere Vertraute von Sepp Blatter soll sich beim Ticketverkauf bereichert haben. Tennisspielerin Angelique Kerber sagt ihren Start beim Turnier in Dubai ab. Und Fußballer Sami Khedira könnte doch nicht rechtzeitig fit werden für das Champions-League-Achtelfinale gegen Bayern.

Fifa, Jérôme Valcke: Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hat den ehemaligen Generalsekretär Jerome Valcke für zwölf Jahre gesperrt. Der Franzose, einst die rechte Hand des inzwischen bis 2023 gesperrten Fifa-Präsidenten Joseph S. Blatter, soll sich nach Erkenntnissen der Ermittler beim Ticketverkauf für WM-Endrunden persönlich bereichert haben. Zudem wird dem 55-Jährigen vorgeworfen, private Reisen auf Kosten des Weltverbandes unternommen zu haben. Valcke, der alle Vorwürfe bestreitet, war bereits im Januar nach der Eröffnung des Verfahrens von der Fifa gefeuert worden.

Tennis, Angelique Kerber: Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber muss vorerst eine Tennispause einlegen. Die Kielerin wird wegen einer Oberschenkelverletzung nicht am WTA-Turnier in Dubai teilnehmen können, das am Montag beginnt. Dies bestätigte ihr Management. Kerber hatte schon beim verlorenen Fed-Cup-Spiel gegen die Schweiz in Leipzig mit Beschwerden am Oberschenkel zu kämpfen, nun zwingen sie die Schmerzen zu einer Auszeit. Ob auch der geplante Start der 28-Jährigen beim folgenden Turnier in Doha in Katar gefährdet ist, blieb zunächst offen.

Fußball, Italien: Sami Khedira verpasst italienischen Medienberichten zufolge das Serie-A-Spitzenspiel seines Clubs Juventus Turin gegen den SSC Neapel. Der 28-Jährige sei trotz aller Versuche noch nicht rechtzeitig fit für das Duell gegen den Tabellenführer am Samstag, berichtete die "Gazzetta dello Sport" am Freitag. Auch im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München am 23. Februar ist der Einsatz des verletzten Mittelfeldspielers demnach fraglich. Bis zum Freitagmorgen hatte Khedira nach seiner Adduktorenverletzung vor gut einer Woche noch keine Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert, wie eine Club-Sprecherin auf Anfrage bestätigte. Wann der Nationalspieler ins Teamtraining zurückkehren kann, war zunächst noch unklar. Ursprünglich war Juventus Turin von einer Pause von zwei bis drei Wochen für den verletzungsanfälligen Khedira ausgegangen, Trainer Massimiliano Allegri hatte zuletzt jedoch erklärt, er hoffe, den Profi bereits im Duell mit Neapel wieder einsetzen zu können.

Tennis, Rotterdam: Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev hat beim Turnier in Rotterdam das Viertelfinale erreicht. Der Hamburger gewann am späten Donnerstagabend bei der mit rund 1,7 Millionen Euro dotierten Hartplatz-Veranstaltung gegen den an Nummer drei gesetzten Franzosen Gilles Simon in knapp drei Stunden mit 7:5, 3:6, 7:6 (7:4). "Die Zuschauer haben mir unglaublich geholfen", sagte Zverev nach der Partie über 2:55 Stunden. "Ich musste wirklich alles geben, was ich habe. Es war eines der schwersten Spiele in meiner Karriere", sagte der 18-Jährige, der zwischendurch von Krämpfen geplagt wurde. Der Hamburger trifft im Kampf um den Einzug in das Halbfinale am (heutigen) Freitag (ca. 21.30 Uhr) auf den an Position fünf eingestuften Franzosen Gael Monfils. "Mal sehen, wie ich mich dann fühle, weil ich im Moment völlig erschöpft bin. Aber ich freue mich riesig, hier im Viertelfinale zu stehen", sagte Zverev.

Fußball, Mexiko: "Unerlaubte Werbung" für den Papstbesuch: Der mexikanische Fußball-Proficlub "Monarcas de Morelia" ist vom nationalen Fußballverband mit umgerechnet 1.900 Euro Strafe belegt worden. Die "Monarcas" hatten laut Medienberichten vom Donnerstag (Ortszeit) im Meisterschaftsspiel gegen Leon den Schriftzug #PapaenMorelia getragen. Laut den Verbandsstatuten sind religiöse oder politische Botschaften verboten und kommerzielle Werbung genehmigungspflichtig. Papst Franziskus wird am Dienstag im Rahmen seines sechstägigen Mexiko-Aufenthalts in der Hauptstadt des Bundesstaates Michoacan erwartet. Die unerlaubte Werbung brachte den "Monarcas" übrigens Glück: Sie gewannen das Spiel mit 2:1 und kletterten in der Tabelle auf Rang acht.

Basketball, Euroleague: Die Brose Baskets Bamberg hat im Kampf um das Viertelfinale der Euroleague eine empfindliche Niederlage kassiert. Beim spanischen Spitzenteam Laboral Kutxa aus Vitoria-Gasteiz verlor die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri deutlich mit 64:90 (30:49). Vor 10.239 Zuschauern im Baskenland lag Bamberg kein einziges Mal in Führung, schon zur Pause stand es 30:49. Zu Beginn des dritten Viertels kamen die Baskets noch einmal bis auf zwölf Zähler heran, ehe der dreimalige spanische Meister mit einem 15:2-Lauf für die Entscheidung sorgte. Durch die vierte Pleite im siebten Spiel rutschte Bamberg auf den fünften Tabellenplatz ab. Die ersten Vier der beiden Achtergruppe erreichen nach insgesamt 14 Runden das Viertelfinale. Bester Werfer der Baskets war der Amerikaner Brad Wanamaker mit elf Punkten, auch Daniel Theis (10 Zähler) traf zweistellig. Bei den Spaniern waren Ioannis Bourousis (18) und Mike James (16) kaum zu stoppen. Nächster Bamberger Gegner ist am 25. Februar in eigener Halle Real Madrid.

Fußball, Italien: Mit Miroslav Klose als Joker hat Lazio Rom in der italienischen Serie A einen Pflichtsieg eingefahren. Die Römer bezwangen Schlusslicht Hellas Verona mit 5:2 (1:0) und beendeten ihre Negativserie von drei Spielen ohne Sieg. Klose wurde in der 80. Minute eingewechselt und legte nach einem Solo aus der eigenen Hälfte den Treffer zum 4:2 durch Baldé Diao Keita (82.) vor. Lazio ging durch Alessandro Matri (45.), Stefano Mauri (50.) und Felipe Anderson (69.) mit 3:0 in Führung, ehr Leandro Greco (72.) und der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Luca Toni (79.) noch einmal für Spannung sorgten. Kloses genaue Flanke auf Keita und ein verwandelter Foulelfmeter von Antonio Candreva (90.) sorgten für die Entscheidung. In der Tabelle kletterte Lazio zum Auftakt des 25. Spieltags zumindest vorläufig auf den siebten Platz.

Tennis, Männer: Alexander Zverev setzt seinen Weg in die Weltspitze fort. Beim Hallenturnier in Rotterdam schlug der 18 Jahre alte Hamburger, der mit einer Wildcard ins Hauptfeld gekommen war, den Weltranglisten-15. Gilles Simon aus Frankreich nach 2:55 Stunden mit 7:5, 3:6, 7:6 (7:4) und zog ins Viertelfinale ein. Dort trifft Zverev auf Simons Landsmann Gael Monfils. In der vergangenen Woche hatte die deutsche Nummer zwei in Montpellier zum dritten Mal in seiner jungen Karriere das Halbfinale eines ATP-Turniers erreicht und war dadurch bis auf Platz 70 der Weltrangliste geklettert. Zverev ist derzeit der jüngste Spieler unter den Top 100 des ATP-Rankings. Bereits am Mittwoch hatte Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber das Viertelfinale erreicht, dort bekommt es der 32 Jahre alte Augsburger am Freitag mit dem früheren US-Open-Champion Marin Cilic aus Kroatien zu tun.

Bundesliga, Medien: Bayern München hat sich vehement gegen verschiedene Medienberichte über seinen Mittelfeldspieler Arturo Vidal gewehrt. Der Verein habe die "Unterlassung falscher Behauptungen verlangt", teilte der Rekordmeister am Donnerstag mit. Zuletzt hatte es Berichte über das Gehalt, aber auch angebliche Undiszipliniertheiten des Chilenen gegeben. "Gegenwärtig werden von Medien sehr viele Gerüchte und Spekulationen über den FC Bayern verbreitet. Künftig wird der FC Bayern konsequent gegen falsche und böswillige Behauptungen juristisch vorgehen, um den Klub, seine Spieler und die Trainer zu schützen", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

Laut den Bayern haben sowohl die Sport Bild als auch der kicker zu den Berichten über einen angeblichen "Netto-Jahresverdienst von Arturo Vidal" über rund "acht Millionen Euro" eine so genannte strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben. Das gleiche gelte von Seiten der Sport Bild über Berichte, Vidal habe "das Mannschaftsquartier während des Trainingslagers mehrmals verlassen und bei seiner Rückkehr alkoholisiert gewirkt".

Biathlon, Weltcup: Erik Lesser ist beim Sprint in Presque Island als Vierter nur ganz knapp am Podest vorbeigelaufen. Der Verfolgungs-Weltmeister aus Thüringen blieb genau wie der überlegene Sieger Johannes Thingnes Bø am Schießstand fehlerfrei. Der Sprint-Weltmeister aus Norwegen hatte nach den zehn Kilometern 45,9 Sekunden Vorsprung auf Lesser. Zweiter beim USA-Auftakt der Biathleten wurde am Donnerstag der Russe Anton Schipulin vor Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade aus Frankreich. Arnd Peiffer und Benedikt Doll beendeten den Sprint-Wettkampf auf den Plätzen acht und zwölf. Andreas Birnbacher kam beim Comeback nach seiner Baby-Pause nicht in die Top 20. Der deutsche Topläufer Simon Schempp hatte sich kurz vor dem Start erkältet abgemeldet. "Eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner.

Eisschnelllauf: Claudia Pechstein hat trotz einer hartnäckigen Erkältung bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften im russischen Kolomna einen unerwarteten vierten Platz über 3000 Meter belegt. In 4:05,09 Minuten erreichte die fast 44 Jahre alte Berlinerin am Donnerstag ihre mit Abstand beste Saisonplatzierung auf dieser Strecke. Zur Bronzemedaille fehlten Pechstein nur 0,8 Sekunden. Der Sieg ging an die Tschechin Martina Sablikova, die in 4:03,05 Minuten auf dieser Strecke in diesem Winter weiter ungeschlagen bleibt. Mit ihrem insgesamt 14. WM-Titel rückte Sablikova der Rekordweltmeisterin Gunda Niemann-Stirnemann aus Erfurt (19 Titel) wieder ein Stück näher. Sie verdrängte Olympiasiegerin Ireen Wüst (Niederlande) nur um acht Hundertstelsekunden auf Platz zwei. Die in Erfurt trainierende Berlinerin Bente Kraus lief auf Platz neun (4:09,19), Stephanie Beckert aus Erfurt kam nicht über den 16. und letzten Rang hinaus (4:20,23)