Formel-1-Fahrer Adrian Sutil "Man hört Unterschiede zwischen den Motoren"

Konzentriert: Adrian Sutil während der Testfahrten in Jerez

(Foto: dpa)

Mit derben Worten kritisiert Sebastian Vettel den Klang der neuen Formel-1-Motoren. Adrian Sutil sieht dies im SZ-Gespräch anders - und der 31-Jährige muss es wissen. Denn der Pianist aus Gräfelfing ist der musikalischste Fahrer im Rennzirkus.

Von René Hofmann

Unter den deutschen Formel-1-Fahrern herrscht Uneinigkeit, wie die neuen Formel-1-Motoren zu beurteilen sind. Weltmeister Sebastian Vettel, 26, kritisierte vor dem Großen Preis von Malaysia (Sonntag, 10 Uhr) den Klang der mit Turbo-Technik aufgeladenen Sechszylinder-Hybrid-Aggregate mit derben Worten.

"Ich denke, der Sound ist scheiße. Leider mache ich die Regeln nicht, sonst hätten wir einen schönen V12 im Heck und die Batterien wären im Handy, da wo sie hingehören", sagte der Red-Bull-Fahrer, der findet: "Es wäre schön, wenn man den Motor hört und nicht die quietschenden Reifen. Wir sind ja nicht auf dem ADAC-Übungsplatz."

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Adrian Sutil ist anderer Meinung. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Freitagausgabe), sagt der 31-Jährige über den neuen Motoren-Sound: "Mir gefällt er. Der Klang ist angenehmer als das Geschrei der Motoren in den vergangenen Jahren. Ich finde das jetzt interessanter, weil man wieder Unterschiede hört zwischen den Motoren von Ferrari, Mercedes und Renault. Das war zuletzt kaum so. Da hat man sich nur die Ohren zugehalten."

Sutil gilt als musikalischter Formel-1-Fahrer. Er stammt aus einer Musiker-Familie und gab als Jugendlicher selbst Klavier-Konzerte. Inzwischen ist die Musik ein Hobby, über das er sagt: "Ich kann schon noch so spielen, dass einige sicher beeindruckt wären. Aber ein Spezialist würde sagen: solide."

Sutil, der im Winter erstmals das Team wechselte und sich Schweizer Sauber-Rennstall anschloss, bestreitet 2014 seine siebte Formel-1-Saison. Über seine Ziele sagt er in dem Gespräch: "Ich bin nicht hier, um nur dabei zu sein. Das bedeutet mir gar nichts. Ich möchte erfolgreich sein. Es muss nach vorne gehen, sonst hat man in diesem Sport nichts zu suchen."

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Das vollständige Interview lesen Sie in der Montagsausgabe (wahlweise Dienstags-, Mittwochs- us.) der Süddeutschen Zeitung und in der SZ-Digital-App auf iPhone, iPad, Android und Windows 8.