Europa League RB Leipzig zittert sich ins Achtelfinale

Auch Timo Werner kann beim Heimspiel gegen den SSC Neapel kein Tor erzielen.

(Foto: Ronny Hartmann/Bongarts/Getty Images)
  • RB Leipzig steht trotz der 0:2-Rückspiel-Niederlage im Achtelfinale der Europa League.
  • Dem Gegner SSC Neapel hätte nur ein Tor gefehlt, um den Bundesligisten aus dem Wettbewerb zu schmeißen.

Der Bundesligist RB Leipzig hat sich mit einem 0:2 (0:1) gegen den SSC Neapel in die nächste Runde der Europa League gezittert. Im Rückspiel genügte den Sachsen die Niederlage, da Leipzig den Tabellenführer der italienischen Serie A vor einer Woche in dessen Stadion mit 3:1 besiegt hatte.

Der polnische Außenstürmer Piotr Zielinski (33.) und Lorenzo Insigne (86.) erzielten die Treffer für wie entfesselt anrennende Neapolitaner. Wer am 8. und 15. März Gegner der Leipziger in der Runde der letzten 16 sein wird, entscheidet sich am Freitag bei der Auslosung in Nyon.

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Da Hasenhüttl verletzungsbedingt auf Naby Keita (Oberschenkelzerrung) und Kapitän Willi Orban (Schnittwunde) verzichten musste, setzte er anders als Hinspiel auf den Halb-Italiener Diego Demme und den 18-jährigen Innenverteidiger Ibrahima Konate. Zudem spielte der Brasilianer Bernardo für den zuletzt häufig beanspruchten Lukas Klostermann auf der linken Außenbahn.

Dass Neapel trotz aller Konzentration auf die heimische Liga das Achtelfinal-Ticket nicht kampflos herschenken wollte, spiegelte sich auch in der Aufstellung der Italiener wider. Hatte Trainer Maurizio Sarri im ersten Duell noch viele Stammkräfte geschont, gehörten diesmal beispielsweise Abwehrchef Raul Albiol, Insigne, Mittelfeldmotor Allan und Top-Stürmer Dries Mertens zur Anfangsformation.

Vor 36 163 Zuschauern war den Gästen der Gewinn an spielerischer Klasse sofort anzumerken. Besonders zu Beginn der ersten Hälfte setzten sie sich in der Leipziger Hälfte fest, vor allem Insigne sorgte auf der linken Seite für Aufsehen. Dennoch kam Napoli zunächst noch nicht zu zwingenden Torchancen. Die hatte Leipzig. Einen Schuss von Flügelspieler Marcel Sabitzer aus rund 19 Metern köpfte SSC-Abwehrmann Lorenzo Tonelli in der 14. Minute an die eigene Latte. Doch Neapel blieb gefährlich: Nachdem RB-Torwart Gulacsi einen Versuch von Insigne noch abwehren konnte, drückte Zielinski den Ball über die Linie.

Im zweiten Durchgang kam Leipzig mutiger aus der Kabine, Stürmer Yussuf Poulsen (49.) verpasste frei vor dem Tor eine Hereingabe von Nationalspieler Timo Werner nur knapp. In der Folge behielt Neapel jedoch die Kontrolle über das Spiel, auch wenn RB häufiger als noch in der ersten Hälfte in den gegnerischen Strafraum vorstieß. Das Drängen des SSC darauf, doch noch das Achtelfinale zu erreichen, war jederzeit spürbar. In der Schlussphase wurde es nochmal richtig eng. Insigne erhöhte für Neapel auf 2:0, doch weil die Gäste keinen dritten Treffer nachlegen konnten, durfte sich am Ende der Bundesligist Leipzig freuen.

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