Ex-Bayern-Spieler Lucas Scholl: "Druck hat mich fertig gemacht"

"Es ist immer noch alles drin in meiner Karriere": Lucas Scholl, 20, einst beim FC Bayern, nun beim Regionalligisten Nordhausen.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der 20-Jährige setzt sich kritisch mit seiner Zeit beim FC Bayern auseinander. Vor Schalkes Europapokalspiel gibt es einen Zwischenfall mit 30 Saloniki-Fans.

Fußball, Lucas Scholl: Lucas Scholl, Sohn von Bayern Münchens Ex-Profi Mehmet Scholl, hat sich mit seiner Zeit beim deutschen Fußball-Rekordmeister kritisch auseinandergesetzt. "Es ging alles rasend schnell und ich war auf Wolke sieben. Aber genauso schnell bin ich auch wieder runtergefallen. Das zu verkraften, ist alles andere als leicht", sagte der 20-Jährige in einem Interview mit dem TV-Sender Sport1.

Scholl trainierte in der Ära Pep Guardiola längere Zeit bei den Bayern-Profis mit, zu einem Einsatz kam er aber nicht. "Es wird immer schnell mit dem Finger auf dich gezeigt. Genau diese Leute sollten wissen, dass es nicht so leicht ist, sich als Profi bei Bayern München durchzusetzen", sagte er nun .Zuletzt hatte sich Scholl aber auch in der U19 und der zweiten Mannschaft der Münchner nicht mehr durchsetzen können. "Ich hatte das Gefühl, regelmäßig drei Tore machen zu müssen. Das war eindeutig zu viel Druck für mich. Das hat mich fertig gemacht", sagte Scholl.

Inzwischen spielt er in der Regionalliga für Wacker Nordhausen. Dort wolle er sich "durchsetzen, so dass mein Weg wieder nach oben führt. Es ist immer noch alles drin in meiner Karriere." Wert legt er auch darauf, nicht ständig mit seinem berühmten Vater verglichen zu werden: "Natürlich war mein Papa ein überragender Fußballer. Aber ich bin ein eigener Mensch und Spieler."

Europa League, Sicherheit: Am Abend vor dem Duell zwischen Schalke 04 und PAOK Saloniki ist es in der Nähe des Gelsenkirchener Hauptbahnhofs zu Auseinandersetzungen zwischen 30 griechischen Fußball-Fans und einem Schalke-Anhänger gekommen. Das teilte die Gelsenkirchener Polizei am Mittwochmorgen mit. Das Rückspiel um den Einzug ins Achtelfinale (Hinspiel: 3:0 für Schalke) am Mittwoch (18.00 Uhr) war von der Polizei zum "Hochrisikospiel" erklärt worden.Bei dem Zwischenfall am Dienstagabend sei es gegen 22.00 Uhr zu einer köperlichen Auseinandersetzung zwischen den rund 30 PAOK-Anhängern und "einer männlichen Person, die der Gelsenkirchener Fußballszene zugeordnet werden kann" gekommen, heißt es in der polizeilichen Mitteilung.

Durch das Einschreiten der Beamten, die Platzverbote aussprach, sei die Situation jedoch aufgelöst worden, "noch bevor" zur Unterstützung des einzelnen Schalke-Fans "ca. 40 teilweise vermummte Personen eintrafen".Zwischen beiden Fanlagern hatte es bereits beim Hinspiel in der Vorwoche Spannungen gegeben. So begrüßten die PAOK-Anhänger ihre Gäste auf einem riesigen Transparent im Stadion als "Nazis", Schalker Ultras verwüsteten im Vorfeld der Partie ein Café.Schon im August 2013 hatten sich zudem beim damaligen Champions-League-Qualifikationsspiel die Fans aus Griechenland durch eine mazedonische Flagge im Schalker Block provoziert gefühlt. Beim umstrittenen Polizeieinsatz in der Nordkurve wurden daraufhin 89 Personen verletzt.

Basketball, LA Lakers: Legende Magic Johnson wird neuer starker Mann bei den Los Angeles Lakers. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, wird der 57 Jahre alte Olympiasieger ab sofort Präsident der Basketball-Abteilung beim 16-maligen Meister in der NBA. Die bisherigen Verantwortlichen Jim Buss (Vizepräsident) und Mitch Kupchak (General Manager) wurden von Präsidentin Jeanie Buss mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Für den langjährigen Personalchef Kupchak soll in Kürze ein Nachfolger vorgestellt werden.

Die LA Lakers stehen in ihrer ersten Saison nach dem Karriereende von Vereinslegende Kobe Bryant derzeit auf dem 14. von 15 Plätzen in der Western Conference. Der ehemalige Aufbauspieler Johnson, der mit den Lakers fünf NBA-Titel gewann, soll die Kalifornier nun wieder auf Kurs bringen. "Es ist ein Traum, als Präsident zu den Lakers zurückzukehren und ganz eng mit der Buss-Familie zusammenarbeiten zu können", sagte Johnson in einem Statement des Vereins.

Das Geschäft mit den Fußballtalenten

Für den Traum, Fußballprofi zu werden, ziehen heute schon Zwölfjährige mit ihrer Familie in eine andere Stadt. Die Vereine kämpfen um die Talente, auch mit Geld. Ist das Kinderklau oder Nachwuchsförderung? Von Thomas Hummel mehr...