Europa League "Hochrisikospiel" auf Schalke: Zwischenfall mit 30 Saloniki-Fans

Schalke gegen Saloniki - das könnte eine brenzlige Sache werden.

(Foto: dpa)

Beim Europapokalspiel von S04 droht Ärger. Der kriselnde NBA-Klub LA Lakers holt eine Legende als Boss zurück. In Australien gibt es eine kuriose Sperre gegen Fußballfans.

Europa League, Sicherheit: Am Abend vor dem Duell zwischen Schalke 04 und PAOK Saloniki ist es in der Nähe des Gelsenkirchener Hauptbahnhofs zu Auseinandersetzungen zwischen 30 griechischen Fußball-Fans und einem Schalke-Anhänger gekommen. Das teilte die Gelsenkirchener Polizei am Mittwochmorgen mit. Das Rückspiel um den Einzug ins Achtelfinale (Hinspiel: 3:0 für Schalke) am Mittwoch (18.00 Uhr) war von der Polizei zum "Hochrisikospiel" erklärt worden.Bei dem Zwischenfall am Dienstagabend sei es gegen 22.00 Uhr zu einer köperlichen Auseinandersetzung zwischen den rund 30 PAOK-Anhängern und "einer männlichen Person, die der Gelsenkirchener Fußballszene zugeordnet werden kann" gekommen, heißt es in der polizeilichen Mitteilung.

Durch das Einschreiten der Beamten, die Platzverbote aussprach, sei die Situation jedoch aufgelöst worden, "noch bevor" zur Unterstützung des einzelnen Schalke-Fans "ca. 40 teilweise vermummte Personen eintrafen".Zwischen beiden Fanlagern hatte es bereits beim Hinspiel in der Vorwoche Spannungen gegeben. So begrüßten die PAOK-Anhänger ihre Gäste auf einem riesigen Transparent im Stadion als "Nazis", Schalker Ultras verwüsteten im Vorfeld der Partie ein Café.Schon im August 2013 hatten sich zudem beim damaligen Champions-League-Qualifikationsspiel die Fans aus Griechenland durch eine mazedonische Flagge im Schalker Block provoziert gefühlt. Beim umstrittenen Polizeieinsatz in der Nordkurve wurden daraufhin 89 Personen verletzt.

Basketball, LA Lakers: Legende Magic Johnson wird neuer starker Mann bei den Los Angeles Lakers. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, wird der 57 Jahre alte Olympiasieger ab sofort Präsident der Basketball-Abteilung beim 16-maligen Meister in der NBA. Die bisherigen Verantwortlichen Jim Buss (Vizepräsident) und Mitch Kupchak (General Manager) wurden von Präsidentin Jeanie Buss mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Für den langjährigen Personalchef Kupchak soll in Kürze ein Nachfolger vorgestellt werden.

Die LA Lakers stehen in ihrer ersten Saison nach dem Karriereende von Vereinslegende Kobe Bryant derzeit auf dem 14. von 15 Plätzen in der Western Conference. Der ehemalige Aufbauspieler Johnson, der mit den Lakers fünf NBA-Titel gewann, soll die Kalifornier nun wieder auf Kurs bringen. "Es ist ein Traum, als Präsident zu den Lakers zurückzukehren und ganz eng mit der Buss-Familie zusammenarbeiten zu können", sagte Johnson in einem Statement des Vereins.

FC Bayern, Carlo Ancelotti: Für den Bayern-Coach gibt es wegen seiner "Stinkefinger-Affäre" offenbar keine Konsequenzen. Der Rekordmeister teilte am Dienstag mit, dass der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) "nach entsprechender Stellungnahme von Carlo Ancelotti dieses Verfahren einstellen wird". Der 57 Jahre alte Italiener werde "auf Grund seiner Geste jedoch eine Spende in Höhe von 5000 Euro an die DFB-Stiftung leisten". Gleichzeitig verteidigte der FC Bayern seinen Coach. "Grundsätzlich halten wir die menschliche Reaktion mit der Geste von Carlo Ancelotti auf die üble Spuckattacke für emotional nachvollziehbar", hieß es in einer Erklärung der Münchner.

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Ancelotti hatte nach dem Last-Minute-Ausgleich seines Teams am Samstag bei Hertha BSC für einen Moment die Fassung verloren, weil er auf dem Weg in die Kabine offenbar angespuckt worden war. Der Kontrollausschuss des DFB forderte den Coach daraufhin zu einer Stellungnahme auf. "Der Cheftrainer des FC Bayern wird dieser Aufforderung selbstverständlich nachkommen", hatte der Rekordmeister nach Erhalt der Post aus Frankfurt umgehend mitgeteilt.

Australien, Fußballfans: Nicht nur die Fußball-Bundesliga hat das ein oder andere Problem mit Fan-Bannern. Im australischen Fußball sind 14 Anhänger von Erstligist Western Sydney Wanderers mit einem Stadionverbot von jeweils 18 Monaten belegt worden, weil sie im Derby am vergangenen Samstag gegen den FC Sydney ein anstößiges Banner hochgehalten hatten. Es stellte FC-Trainer Graham Arnold beim Oral-Sex dar.Der australische Fußballverband verstand dabei keinen Spaß und verurteilte die Aktion als "Beleidigung für jedes vernünftige Mitglied der Öffentlichkeit". John Tsatsimas, Geschäftsführer der Wanderers, will hart durchgreifen: "Wir müssen all diejenigen entfernen, die sich für größer halten als den Klub."Arnold selbst hatte relativ gelassen auf die Beleidigung reagiert. "Ob mich das ärgert? Kein bisschen. Ich habe ein dickes Fell. Und ich bin schon schlimmer beleidigt worden", sagte der 53-Jährige. Allerdings würde seine Familie wegen der Sache leiden, Stadionbesuche seiner Kinder werde es vorerst nicht mehr geben.Bei den gesperrten Anhängern soll es sich um Mitglieder der berüchtigten Fangruppe "Red and Black Bloc" (RBB) handeln.